Luftaufnahme vom Adelholzener Werk bei Siegsdorf.

© Chiemgau Tourismus e.V.

Primus Quelle von Adelholzener Sprudelwasser

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Adelholzener Sprudelwasser
Die 5 spritzigsten Gründe für einen Besuch

Bad Adelholzen gehört zur Gemeinde Siegsdorf. Es gilt als eines der ältesten Heilbäder Bayerns. Hier entspringt die Primusquelle und von hier aus schicken die Adelholzener Alpenquellen Heilwasser, Mineralwasser und Erfrischungsgetränke in die Welt. Wir verraten Ihnen fünf Gründe, warum das Wasser aus dem Chiemgau etwas Besonderes ist.


1.  Die Quelle hat eine lange Geschichte

Ein römischer Legionär gilt als Entdecker der Quelle in Bad Adelholzen. Primus war sein Name. Im 3. Jahrhundert nach Christus, also vor über 1.700 Jahren, soll er sich laut mündlicher Überlieferung als Glaubensbote im Chiemgau aufgehalten haben. Er bemerkte die heilsame Wirkung des Quellwassers „im Holze des Andlo“. Als später heilig gesprochener St. Primus heilte er Arme und Kranke und gab der Quelle ihren Namen: Primusquelle.

Erste schriftliche Eintragungen von Bad Adelholzen finden sich im Jahr 959. Seit dem 16. Jahrhundert ist es als Kurbad bekannt. Zunächst badeten hier vor allem einheimische Bauern, Bürger und Handwerker. Ab dem 17. Jahrhundert entdeckte der Adel das Kurbad für sich.

St. Primus Quelle von Adelholzener. Hier kann sich jeder Quellwasser abfüllen.

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Ab 1849 begann der damalige Besitzer Georg Mayr das Quellwasser in kleine „Fässchen“ abzufüllen, so konnten die Kurgäste Wasser mit nach Hause nehmen. Es war wohl die Geburtsstunde des heutigen Unternehmens Adelholzener Alpenquellen. Der Sohn Wilhelm Mayr versetzte das Wasser sogar mit Kohlensäure, gab es in Glasflaschen und verschickte es auf Bestellung.

1907 erwarb die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul das Kurbad Adelholzen und gründete ein Schwesternheim. Es sollte den damals mehr als 1.500 Ordensschwestern, die in und um München in der Krankenpflege arbeiteten, zur Erholung dienen.

Mit dem Kauf ging auch die Primusquelle in den Besitz der Schwestern über und so ist es bis heute. Als Anfang des 20. Jahrhunderts Strom nach Adelholzen verlegt wurde, nahmen die Schwestern die erste elektronische  Abfüllanlage in Betrieb. Ihre Idee: Möglichst viele Menschen sollten in den Genuss des kostbaren Heilwassers kommen. 1939 erhielt die Primusquelle das Prädikat „staatlich anerkannte Heilquelle“. Die Professionalisierung  nahm ihren Lauf. Abfüllanlagen, Lagerhallen und Verwaltungsgebäude wurden und werden stetig modernisiert und erweitert.

2. Man trinkt für den guten Zweck

Heute zählt die Adelholzener Alpenquellen GmbH zu den zehn größten Mineralbrunnen in Deutschland. Längst wird nicht mehr nur Heilwasser verkauft. Die Palette reicht von verschiedenen Mineralwässern über Fruchtschorlen, Wellnessgetränken, Teegetränken, kalorienreduzierten Erfrischungsgetränken und Limonaden bis hin zum anregenden Sauerstoffwasser. Über 360 Millionen Flaschen werden jährlich abgefüllt. Mit etwa 400 Beschäftigten ist der Betrieb ein wichtiger Arbeitgeber im Chiemgau.

Adelholzener ist ein Unternehmen mit einer eindeutig sozialen Ausrichtung. Die Gewinne aus dem Verkauf von Mineral- und Heilwasser sowie Erfrischungsgetränken werden für soziale Zwecke verwendet – sofern sie nicht für Investitionen benötigt werden. Die Kongregation  betreibt in eigener Regie Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime. Weil sie keine Zuwendung aus der Kirchensteuer erhält, müssen die Schwestern ihre Häuser aus eigener Kraft und durch Einnahmen finanzieren.

Wohnheim der Barmherzigen Schwestern auf dem Gelände von Adelholzener

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3. Das Unternehmen ist der Natur verpflichtet

Das Adelholzener Mineralwasser ist von Natur aus rein. Der Grund dafür liegt in seiner ganz besonderen Herkunft: Es stammt aus einer durch Naturkräfte geschaffenen Geologie, die sich in der Eiszeit vor etwa 25.000 Jahren formierte. Seit dieser Zeit bildet sich dort stetig Mineralwasser. Die Quellen befinden sich am Fuße des Hochfelln (1674 Meter) im Flora-Fauna-Habitat-Naturschutzgebiet Bergener Moos. Dort wird das Adelholzener Mineralwasser in 140 Metern Tiefe durch eine 40 Meter mächtige, natürliche und wasserundurchlässige Tonschicht geschützt. Wer der Natur so viel verdankt, weiß auch um die Verantwortung, die man dadurch trägt. Adelholzener gilt als einer der Vorreiter der Branche und legte bereits 1997 seine erste Umwelterklärung nach dem EG-Öko-Audit vor, die 2004 zum dritten Mal zertifiziert wurde. Das Unternehmen betreibt zur Energiegewinnung eine Solaranlage auf den Fabrikhallen. Die beiden landwirtschaftlichen Betriebe, die ebenfalls zur Kongregation gehören und die Verpflegung der Betriebskantine liefern, sind biolandzertifiziert.

Neben den traditionellen Glasflaschen führte Adelholzener als erstes Brunnenunternehmen Bayerns 1998 auch PET-Mehrwegflaschen ein. PET Mehrwegflaschen können bei Adelholzener mindestens 15 wieder befüllt werden. Alle ausgeschleusten Flaschen fließen zu 100 Prozent wieder in die Herstellung neuer Adelholzener PET Flaschen ein. Glas-Mehrwegflaschen werden sogar bis zu 40-mal wieder verwendet und anschließend ebenso recycelt.

In der Adelholzener Wasserwelt erfahren Besucher alles über das Unternehmen und die Produktion.

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4. Adelholzen ist ein beliebter Abstecher für Radfahrer

Der Chiemgau ist ein abwechslungsreiches Radrevier. Es gibt knackige Mountainbiketouren, moderate Almaufstiege, familienfreundliche See-Umrundungen und jede Menge beschauliche Radausflüge durch die Voralpenlandschaft. Die Adelholzener-Runde ist eine von 20 ausgewiesenen Erlebnisradtouren. Sie führt rund 36 Kilometer durch den südlichen Chiemgau.

Ins Schwitzen kommt man bei der kurzen aber knackigen Auffahrt hinauf zur Adelholzener Alpenquelle. Hier kann man die Räder abstellen und in dem modernen Besucherzentrum  „Adelholzener Wasserwelt“ alles über die Entstehung des Mineralwassers sowie die Geschichte der Produktion von der Handabfüllung anno 1907 bis zur heutigen, top modernen Anlage kennen lernen. Die Öffnungszeiten der Wasserwelt: Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 16:00 Uhr und Freitag von 8:00 bis 13:00 Uhr.

5. An der Quelle darf sich jeder bedienen

Die Primusquelle, die ein Stück oberhalb des Unternehmens Adelholzener gefasst ist, ist für jeden frei zugänglich. Viele Besucher nehmen gleich Kanister mit, um sich das heilsame Wasser für Zuhause abzufüllen. Ein Bild erinnert daran, „Wie Primus der Römer, gestorben als Martyrer 286, im ‘Holz des Andlo’ die Quelle fand”. Von hier oben genießt man einen wunderbaren Blick hinüber zum Hochfelln, wo das frische Quellwasser seinen Ursprung hat.

Primus Quelle von Adelholzener Sprudelwasser

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Der Weitsee bei Reit im Winkl eignet sich perfekt zu einer Runde mit dem Rad.
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Erlebnis­radtouren


Bauernhof-Safari und Eiszeit-Runde sind nur zwei von 20 beschilderten Premium-Radrunden durch die „RadReiseRegion Chiemsee-Chiemgau“. Sie locken mit abwechslungsreichen Erlebnissen für Groß und Klein.

Zu den 20 Erlebnisradtouren