Verschneiter, beleuchteter Marktplatz in Ruhpolding im Chiemgau in der Adventszeit.

© Ruhpolding Tourismus GmbH/Andreas Plenk

Perchten bzw. Krampus bei einem Perchtenlauf im Chiemgau.

© Chiemgau Tourismus e.V.

Advent und Weihnachtsbräuche
im Chiemgau

Was bedeutet der Advent und welche Bräuche gibt es zu Weihnachten im Chiemgau? Hier finden Sie antworten auf diese Fragen.


Advent, Advent ein Lichtlein brennt. Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und beginnt mit dem ersten Adventssonntag im Dezember. Ab diesem Zeitpunkt werden Plätzchen gebacken, Kerzen angezündet und Weihnachtsgeschenke gekauft.

Doch was beginnt mit dem 1. Advent?

Advent kommt aus dem lateinischen Adventus Domini und bedeutet Ankunft. Es ist die Jahreszeit, in der sich die Christen auf die Geburt Jesu, also auf den Heiligen Abend vorbereiten. Zugleich beginnt mit dem ersten Advent, in der katholischen und evangelischen Tradition, auch das neue Kirchenjahr. Das Kirchenjahr richtet sich nicht nach unserem Kalender, sondern bestimmt eine bestimmte Folge von christlichen Festen wie Ostern, Pfingsten und viele mehr.

Adventsbräuche im Chiemgau

Paradeisl

Das Paradeisl soll, wie der Adventskalender, auf die Weihnachtszeit vorbereiten. Traditionell besteht das Paradeisl aus vier Roten Äpfeln, die mit verzierten Stöcken zu einer Dreieckspyramide verbunden werden. Jeden Sonntag wird eine Kerze angezündet bis die oberste Kerze auf der Spitze der Pyramide am Weihnachtsabend brennt.

Nikolaus

"Lasst uns froh und munter sein und uns recht von Herzen freuen."
Alljährlich in der Nacht vom fünften auf den sechsten Dezember wandert der Nikolaus um die Häuser und beschenkt die braven Kinder mit Kleinigkeiten. Zwei historische Personen verschmolzen damals zu einem Nikolaus. Zum einen Nikolaus von Myra aus dem dritten Jahrhundert und Nikolaus Sion aus dem sechsten Jahrhundert. Aus der Legende über das Leben der beiden Männer entstand die Figur des Heiligen Nikolaus. Der Nikolaus ist je nach Region in Begleitung einer furchterregenden Gestalt. Der sogenannte „Kramperl“

Perchten und Kramperl


 

Gestalten mit Fellgewänder, laute Glockentöne und furchteinflößende Grimassen. So stellt man sich die Perchten vor, die mit ihrer Route durch die Nacht ziehen.

Der Brauchtum der Perchtenläufe findet in den Raunächten zwischen Weihnachten und Neujahr statt, in denen die bösen Geister des Winters und das alte Jahr ausgetrieben werden sollen. Sie überbringen Gesundheit, Glück und Segen für Wälder und Felder, sowie Haus und Hof und deren Bewohner. Bei Einbruch der Dunkelheit versammeln sich die Perchten. Angeführt wird der Lauf von den Schönperchten, in einer menschenähnlichen Holzmaske, die für lautes Getrommel sorgen. Im Anschluss folgt Frau Percht, welches die Hauptfigur der Gruppe dartellt. Ihr folgen die Schiachperchten, die mit Peitschen und Glocken ausgestattet sind und dem ein oder anderen schon mal einen Schrecken einjagen. Weitere Infos zu Perchtenläufe in unserer Region


 


Dem Grauen auf der Spur: der bayerische Krampus


In der Vorweihnachtszeit treiben seltsame Gestalten ihr Unwesen im Chiemgau. Eines dieser furchterregenden Wesen, auch Kramperl genannt, ist Stefan Ba ...


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Chiemgauer Spezialitäten zur Weihnachtszeit


In der Adventszeit kann man den weihnachtlichen Gerüchen nicht entfliehen. Der Geruch von Vanille, Zimt oder der Duft von Bienenwachskerzen macht Lust auf mehr. Jedes Jahr beginnt der Backmarathon von neuem. Wer hat die meisten Plätzchensorten oder wer ist schneller fertig? Da kann man schon mal ins Schwitzen kommen. Trotzdem gehören bayrische Spezialitäten einfach zu Weihnachten dazu. Wie das "Kletznbrot", auch bekannt unter den Namen Hutzenbrot. Das bayrische Früchtebrot wird aus getrockneten Birnen zubereitet. Das Brot mit den Dörrbirnen zu verfeinern war damals für die arme Bevölkerung etwas ganz besonders. Mit wachsendem Wohlstand kamen andere Dörrfrüchte, wie Pflaumen oder Rosinen dazu.

Chiemgauer Weihnachtsbäckerei


Rezepttipps für die Adventszeit


Die Chiemgauer Weihnachtsbäckerei: Stollen


Stollen war einst eine vorweihnachtliche Fastenspeise. Elisabeth Randlinger stellt eine gehaltvolle Variante her – mit ganz viel Rum. Auf dem Hub ...


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Die Chiemgauer Weihnachtsbäckerei: Kartoffellebkuchen


Zur Weihnachtsbäckerei und Adventszeit gehören Lebkuchen. Auf dem Bauernhof gibt es eine saftige Variation – ohne Wartezeit. Resi Schmidhuber verr ...


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Die Chiemgauer Weihnachtsbäckerei: Kletznbrot


Birnen werden zu schwarzem Brot - Gedörrte Birnen heißen „Kletzn“  und es gab sie einst auf jedem Hof. Sie dienen immer noch als Grundlage f ...


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Christkindlmarkt


Die Vorweihnachtszeit ist die besinnlichste Zeit des Jahres.

In dieser warten die Weihnachtsmärkte auf Sie mit Glühwein, Punsch, Lebkuchen und Bratwurst. Der Brauch geht zurück auf spätmittelalterliche Verkaufsmärkte, die den Bürgern die Möglichkeit gab, sich für den Winter einzudecken. Im 14. Jahrhundert kamen Handwerker wie Korbflechter und Spielzeugmacher hinzu.

Abendstimmung am Weihnachtsmarkt in Traunstein.
© Chiemgau Tourismus e.V.

Weihnachtsmärkte im Chiemgau


Wenn der erste Schnee auf den Gipfeln liegt, ein buntes Lichtermeer den Chiemgau erleuchtet und sich der Duft von Glühwein ausbreitet, beginnt die besinnliche Jahreszeit im Chiemgau.


Zu den Christkindlmärkten