Die Fans feuern ihre Biathlon-Idole an: Diese Stimmung muss man erlebt haben!

© Ruhpolding Tourismus GmbH

Ausnahmezustand beim
Biathlon Weltcup
15. bis bis 20. Januar in Ruhpolding: 65.000 Zuschauer, fünf Tage, ein Stadion

An fünf Tagen strömen bis zu 25.000 Zuschauer täglich in die Chiemgau Arena zum BMW IBU Weltcup Biathlon. 2019 werden beim BMW IBU Weltcup Biathlon im Chiemgau wie jedes Jahr drei Wettkampfarten des Biathlons ausgetragen. Das bedeutet für die Zuschauer fünf Tage voller spannender Kopf-an-Kopf-Rennen auf Langlaufskiern, Schüsse ins Schwarze oder knapp daneben und emotionsgeladene Siegerehrungen. „Das schaue ich mir bequem von zu Hause aus an“, darf hier keine Ausrede sein. Es würde euch etwas entgehen.

Ein Feuerwerk der sportlichen Emotionen


Euer Biathlon-Abenteuer beginnt schon bei der Eröffnungsfeier am Dienstag. Die Athleten aus aller Welt betreten die Bühne – unter tosendem Applaus. Aber auch die Sportler selbst heizen ihren Fans mit originellen Einlagen ein: Da wird in der deutschen Nationalmannschaft schon mal die „Ziach“ (bayerisch für Ziehharmonika, Anm. d. Red.) ausgepackt und ein Ständchen zum Besten gegeben. Das können die anderen Mannschaften natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Jede Nation bringt die Zuschauer auf ihre Art zum Lachen: mit Schuhplattlern, Tanzeinlagen oder auch Fotomontagen ihrer Sportler. Gekrönt wird diese Eröffnungsfeier zum Abschluss von einem fulminanten Begrüßungsfeuerwerk, das im Chiemgau mittlerweile schon Kultstatus genießt. 

Sportliche Höchstleistungen hautnah


Tags darauf findet ihr euch inmitten von 25.000 Fans in der Chiemgau Arena wieder: ausgestattet mit tausenden Fähnchen, Schals, Hüten, Ratschen und Schminke in den Nationalfarben im Gesicht. Die Athleten sind fast zum Greifen nah. Nur wenige Meter entfernt bereiten sich die Sportler schon auf den Start vor. Die Stimmung nimmt Fahrt auf je näher dieser Zeitpunkt rückt – Stadion-Feeling pur! Ohrenbetäubende Sprechchöre und eine Gänsehaut-Atmosphäre tun ihr Übriges. Und ihr seid mittendrin! Es geht los! Die vier Wettkampftage beginnen mit dem Sprint: Der erste Sportler rammt die Stöcke in den Schnee, katapultiert sich förmlich in die Loipe und verschwindet aus dem Blickfeld. Der nächste Läufer startet nach dreißig Sekunden.

Ausgestattet mit Fahnen und in den Nationalfarben geschminkt mit 25.000 weiteren Fans in der Chiemgau Arena.

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Teamgeist – international


Zwei Leinwände übertragen das Rennen für die Zuschauer in der Arena. Schon erreicht der erste Biathlet den Schießstand – direkt vor eurer Nase. Die Athleten nehmen mit zugekniffenen Augen die schwarzen Scheiben in ihr Visier. Schlagartig ist es still in der Arena. Kein Tröten, keine Ratschen-Geräusche, keine Musik. Jedem Sportler wird derselbe Respekt und absolute Ruhe entgegengebracht. Nationale Animositäten spielen keine Rolle. Die Spannung überträgt sich auf die gesamte Arena – der erste Schuss fällt. Verfehlt! Das Publikum kommentiert mit einem „Ohhh“. Bei einem Treffer hingegen jubelt die Menge und ist kaum zu halten. Das schätzt auch die ehemalige Olympiasiegerin Simone Hauswald: „Wenn die Zuschauer jeden Treffer oder Fehler quittieren, beflügelt einen das und man kann nochmal ein Prozent mehr rausholen.“ 

Kommen die Athleten zum Schießstand, wird es schlagartig still in der Chiemgau Arena. Jedem Sportler wird für den Schuss Ruhe und Respekt entgegengebracht. Umso lauter kommentiert das Publikum dann Fehlschüsse und Treffer.

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Den Wikingern sei Dank


Über Sieg oder Niederlage entschieden vor rund tausend Jahren noch andere Umstände als der Jubel in einer Arena. Damals war für den kriegerischen Wettbewerbsvorteil einiges an Kreativität gefragt: Die fellbekleideten Wikingerkrieger schnallten sich zur Distanzüberwindung (oder Flucht vor dem Gegner) kurzerhand Skier an die Lederriemen und glitten so über den Schnee. Das war der Ursprung des Biathlons. Im 18. Jahrhundert erkannten auch die nordischen Militärs den Vorteil in der Kombination von Waffen und Skiern. Die Skier wurden zum wichtigsten militärischen Sportgerät in Nordeuropa. Ab 1915 war mit dem Militärpatrouillenlauf der Vorgänger des Biathlons geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg dominierten pazifistischere Gedanken: Der Tarnanzug wurde abgelegt und der Biathlon, griechisch für Zweifach-Kampf, vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) als eigenständige Sportart anerkannt. Vor knapp 40 Jahren trug Ruhpolding den ersten Biathlon Weltcup aus: der Beginn einer generationenübergreifenden Biathlon-Fangemeinde im Chiemgau. 

Vor allem beim Massenstart kommt es zu packenden Verfolgungsjagden. Oft entscheidet ein Fotofinish über Sieg oder Niederlage

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Jeder Wettkampf hat seine Reize


Genug Geschichte – zurück ins Stadion! Jeder Lauf hat sein ganz eigenes Highlight. Beim Sprint starten die Athleten einzeln ihre Langlaufrunden im Intervall. Dazwischen wird einmal liegend und einmal stehend geschossen. Jeder Fehlschuss bedeutet eine 150 Meter lange Strafrunde und damit rund 20 Sekunden Zeitverlust. 

Bei der Staffel wiederum bilden insgesamt vier Athleten eine Mannschaft. Nur bei dieser Wettkampfform darf beim Schießen bis zu drei Mal nachgeladen werden. Wer nach acht Schüssen die fünf Scheiben nicht getroffen hat, muss eine Strafrunde laufen. Das Publikum fühlt mit. Und nun liegt es an euch, die Sportler in ihrer letzten Runde im Staffellauffinale anzufeuern. 
Dabei dürfen die Athleten mit ihrer Nationalflagge ins Ziel einlaufen. Tobender Applaus, überschlagende Freude, sich in den Armen liegende Fans: beschreiben kann man das nicht, man muss es erleben! Ein solcher Moment gehört auch zu den schönsten Erinnerungen der ehemaligen Biathletin Kati Wilhelm. Mit drei Olympischen Goldmedaillen und fünf Weltmeistertiteln ist sie die erfolgreichste deutsche Biathletin aller Zeiten. „Bei einem Staffelrennen im Chiemgau hatten wir richtig viel Vorsprung und ich konnte die letzte Runde mit der Fahne in der Hand richtig genießen!“, schwelgt die Athletin in Erinnerung. 

Am letzten Tag des Biathlon Weltcups steht der Massenstart am Programm. Dabei starten die besten 30 Teilnehmer zeitgleich und es wird vier Mal geschossen. Hier entwickeln sich meist packende Verfolgungsjagden. Oftmals kann nur ein Fotofinish die Millisekunden an Zeitunterschied erfassen.  
 

Mittendrin statt nur dabei


Einmal in der Chiemgau Arena mitgefiebert, ist man schnell Teil der Biathlon-Fangemeinde. Nicht nur in den Stadionrängen: Der gesamte Chiemgau ist während des Weltcups im Ausnahmezustand! Erlebt den Biathlon mit anderen Fans bei einem Glühwein und einer Currywurst und feiert ausgelassen eure persönlichen Stars! Die Ruhpoldinger sind bereit für das alljährliche Spektakel – live im Stadion! Seid ihr es auch?  

Das muss mit!


Damit ihr das Biathlon-Erlebnis auch richtig genießen könnt, hier noch ein paar Tipps und Must-haves für das Abenteuer in der Chiemgau-Arena:

  • warme Kleidung (Schal und Kappe natürlich aus dem Fanshop!)
  • Ratsche, Tröte, Fahne, Schminke in den Nationalfarben
  • Kamera (so nahe kommt man den Athleten in Action sonst nicht)
  • Glühwein-sichere Handschuhe
  • geölte Stimmbänder
  • als Präventionsmaßnahme: viel Schlaf im Vorfeld

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