Eine Morgenfahrt mit dem Heißluftballon in Inzell

© Inzeller Touristik GmbH, www.inzell.de

Die leise
Eroberung
des Chiemgaus
Eine Ballonfahrt über den Chiemsee

Mit einer Heißluftballonfahrt im Chiemgau lässt man den Boden – und mit ihm den Alltag – hinter sich.


Fünf aufgeregte Menschen versammeln sich auf einer großen Wiese in Inzell. Wir werden freundlich von den anderen zappeligen Passagieren und dem Piloten in Empfang genommen. Anstatt zu warten, darf jeder mit anpacken: Wir breiten die Ballonhülle aus. Instrumente, Funkgerät und Brenner werden getestet und eingebaut. Ein überdimensionaler Ventilator bläst in Windeseile den Ballon zu seiner bunten Pracht auf. Heute steht eine Heißluftballonfahrt auf dem Programm. Es gibt zwei Arten von Ballonen. Beim Heißluftballon ist die Ballonhülle mit Luft und nicht mit einem Gas wie Helium gefüllt – dann wäre es ein Gasballon.

Gemeinsamer Aufbau des Ballons

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Einsteigen zum Aufsteigen


„Alle die mitfahren wollen, dürfen jetzt einsteigen!“, ruft der Pilot. Das ist gar nicht so einfach. Wir klettern über die Brüstung in den großen Korb. Kaum sind alle reingepurzelt, geht es auch schon los. Mit einem Meter pro Sekunde steigen wir in die Luft – das Gefühl erinnert an eine Fahrstuhlfahrt. „Wir fliegen“, ruft einer der Passagiere und steigt damit gleich ins Fettnäpfchen. Pilot Theo Mayerhöfer vom Ballonclub Truna lacht und korrigiert: „Ein Ballon fliegt nicht, er fährt.“ Vermutlich haben sich die ersten Ballonfahrer an das Vokabular der Seefahrt gehalten, daher das „fahren“. Übrigens: Objekte die leichter als die Luft sind – wie Ballone – „fahren“. Solche die schwerer sind – wie Flugzeuge – „fliegen“

Ein Ballonfahrer-Traum


Die Wiesen, Wege und Fichtenwälder werden immer kleiner, die Entfernung zum Boden größer. Menschen werden zu Strichen in der Landschaft, Autos schrumpfen auf Ameisengröße. Die weitläufigen Wiesen machen den Chiemgau perfekt für Ballonfahrer – denn die baumfreien Flächen brauchen wir für die Landung. Daneben bieten uns die Seenlandschaft und die Chiemgauer Alpen atemberaubende Anblicke. Nicht nur von oben. Im Ballon herrscht absolute Stille. Weil wir mit dem Wind fliegen, ist es im Korb windstill. Der Brenner strahlt Wärme ab. Es ist behaglich in dem großen Korb.

Im Korb des Ballons

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Die Erde so fern, dem Himmel so nah


Fasziniert schauen wir in die Weite und nach unten: Der Chiemsee ist nur mehr eine Hand breit. Dahinter die Schleifen der Alz, dem einzigen Abfluss des Chiemsees. Gen Nordwesten der Seeoner See, der Griessee und der Obinger See. Glitzerndes Blau im strahlenden Sonnenlicht umrahmt von den Alpen. Aus 2000 Metern oder 6000 Fuß Höhe werden die kleinen Dinge des Alltags unbedeutend. Wir sind nur durch den großen bunten Ballon vom Himmel getrennt. Unterbrochen wird die Ruhe einzig vom Funkgerät und dem Brenner, der mit Propangas konstant die Luft erhitzt. Solange die Luft heiß ist, hat sie eine geringere Dichte als die kalte Luft und steigt. Ein unbeschreibliches Gefühl Teil des Windes zu sein, der sanft weiterträgt. Einzig er bestimmt die Richtung. In der Regel strömt die kalte Luft am Morgen von den Bergen in Richtung Norden zum warmen Chiemsee. Beeinflussen kann man nur, in welcher Höhe man auf welchem Wind dahinschwebt. 

Sanfte Landung nach Höhenflügen


Einige Kilometer weiter – fünf bis dreißig Kilometer schafft man je nach Wind in den gut zwei Stunden – sieht sich Pilot Theo Mayerhöfer nach einem geeigneten Landeplatz um. Landen darf man mit einem Ballon überall – rechtlich gesehen sogar auf dem Autobahnkreuz, wenn es nicht anders möglich ist. Die Wiesen des Chiemgaus sind aber weit genug für unseren Ballon. „Eine alte Ballonerweisheit: Gelandet wird immer am Beginn der Wiese, kürzer wird sie von ganz allein“, schmunzelt Pilot Theo. Ganz sanft setzt das gut 800 Kilogramm schwere Gefährt im Grün nahe Traunstein auf. Alle klatschen begeistert und krabbeln mit einem Riesenlächeln im Gesicht aus dem Korb. 

Der Ballon gewinnt an Höhe.

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Ernennung in den Adelsstand


Noch ist das Spektakel aber nicht vorüber. Sobald der Ballon sorgfältig zusammengelegt ist, kommt der offizielle Teil der Fahrt: Die Ballonfahrertaufe. Damit wird man in den „Ballon- Adelsstand“ gehoben. Zu Zeiten von König Ludwig XVI. von Frankreich durfte nämlich nur der Adel Ballonfahren. Statt blauem Blut gibt es hier aber erst mal ein Gläschen Sekt und eine Urkunde für jeden Erstballonfahrer. Es wird auf den erfahrenen Piloten angestoßen, der uns mit dem Ballonfieber angesteckt hat. Eines ist sicher, der Ballon sieht uns wieder. Für alle, die es aber gar nicht bis zur nächsten Fahrt erwarten können, hat Inzell noch einige weitere Highlights zu bieten. 

Ein Highlight: das Ballonglühen während der Inzeller Ballonwochen

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