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Reifenrutschen, Fußballgolf und Abenteuer in Inzell

Datum: 09.09.2021
Von: Claudia Kreier

Inzell im Chiemgau ist seit Jahrzehnten ein beliebtes Ziel für Familien. Nicht ohne Grund, denn kleine und große Entdecker sind hier von früh bis spät beschäftigt. Während woanders vielleicht zu wenig für Kinder geboten ist, kommen die Eltern hier eher in Entscheidungsnot. Was machen wir wann? Alle Highlights an einem Tag? Oder lieber dosieren? Viele Eltern wechseln zwischen lehrreichen Stationen, bei denen die Kinder etwas lernen können. Zum Beispiel auf dem Moor-Erlebnis-Pfad, oder dem Bergwald-Erlebnispfad. Dann gibt es wieder Spaß und Action pur - beim Soccer, auf dem Abenteuerspielplatz oder beim Reifenrutschen. Zu diesen Top-Familienzielen haben wir Steffi, Markus, Marco und Mika begleitet.

Marco und Mika stürmen los, den Fußball immer vor den kleinen Füßen hertreibend. Ziel: Besser und schneller sein als Papa! Der Ball muss hier, im Soccerpark in Inzell, ausnahmsweise nicht ins Tor, sondern in ein Loch im Boden, wie beim Golf. Oder durch einen Bogen, in ein Netz, über einen Hügel, eine gewundene Bahn entlang. Genügend Herausforderungen also für kleine und große Jungs. Dem Sechsjährigen gelingen schon einige Schüsse ganz gut, und Papa Markus hält sich anfangs noch vornehm zurück oder hilft dem Vierjährigen. Aber irgendwann muss Markus den Buben dann doch zeigen, wo der Hammer hängt: „So geht das!“ Und zack, rein mit dem Ball ins Loch, ohne Mühe. Mama Steffi ist aber auch nicht schlecht. Die Jungs beschließen: Mama darf ins Team!

Soccerpark Inzell

Minigolf war früher, heute ist Fußballgolf. Der Park, mitten im Urlaubsort Inzell gelegen, ist jeden Tag ab 10 Uhr geöffnet. Es ist die größte Anlage in Deutschland mit über 65.000 Quadratmetern, zwei unterschiedlichen Plätzen und damit 36 Bahnen, einmal für Familien (knapp 1,2 Kilometer lang) und einmal für „Große“ (knapp 1,8 Kilometer). Normale sportliche Kleidung und Turnschuhe (keine Fußballschuhe!) reichen. Hunger und Durst? Ab in die Almhütte auf dem Gelände.

Soccerpark Inzell
Mitterweg 33
83334 Inzell
www.soccerpark-inzell.de

Geöffnet: Täglich ab 10 Uhr

 

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Tannenzapfen sammeln im kühlen Wald

Die Buben haben sich ausgetobt und ein wenig müde gespielt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um am Wegrand die Kühe zu bestaunen und ein paar Schritte in Richtung kühler Wald zu wandern. „Papa, trag mich“, bettelt der kleine Mika, und Markus schwingt ihn auf seine Schultern, als wäre er federleicht. Für Mama Steffi ein paar kostbare Augenblicke Zeit, um die Aussicht über das Inzeller Tal zu bewundern. Wie heißt gleich nochmal der felsige Gipfel da drüben? Rauschberg? Hochstaufen? Marco ist schon in den Wald gelaufen und baut ein kleines Natur-Kunstwerk aus einem Ast, den der letzte Sturm vom Baum gefegt hat. Zwischen die Zweige steckt er die Tannenzapfen, die er mit seinem Bruder vom Waldboden aufgehoben hat. Der Ältere ist eine Weile beschäftigt, sein kleiner Bruder läuft schon zum nächsten spannenden Ziel. Und irgendwann, nachdem alles erkundet, aufgehoben und bestaunt ist, geht’s wieder raus aus dem Wald. Da unten ist die Kesselalm! Juhuuu, Reifenrutschen!!!!

„Marco, pass auf, da ist es nass!“, ruft Mama Steffi, aber da ist es schon zu spät: Marco ist mit Karacho in eine Matschpfütze gelaufen. Iihhhh, das ist ja eklig! Aber, hihi, auch lustig. Runter mit dem Schuh! Auf einem Bein, den matschigen Schuh in der Hand, hoppelt Marco seiner Mama hinterher. Unten an der Kesselalm warten nicht nur Kaiserschmarrn und Brotzeit, da ist auch ein Brunnen. Füße und Schuhe sind im klaren Bergwasser schnell wieder sauber und das kalte Wasser ist eine Wohltat an diesem heißen Tag. Papa bekommt seine Brotzeitplatte mit Speck und Käse, für Mama und die Buben gibt’s Kaiserschmarrn.

Im Reifen über die XXL-Rutschbahn

Frisch gestärkt geht es zum nächsten Highlight an diesem Tag. Wo? Na da, wo alle anstehen! In dem kleinen Häuschen sitzt Stefan. Er hat Punkt elf Uhr das Wasser aufgedreht, damit die Bahn nass ist - nur dann rutscht der Reifen. Bis 17 Uhr plätschert es über die XXL-Rutschbahn, die sich über den ganzen Hang erstreckt. Jetzt gibt Stefan Tickets aus und Ratschläge, wie es am besten klappt mit dem Rutschen. Die großen Reifen waren über Nacht in einem Schuppen; jetzt werden sie eifrig zur Bahn gezerrt. Dann hineinsetzen, ein bisschen abstoßen – und los geht’s! Der knallbunte Reifen kreiselt und dreht sich, während er auf der Bahn nach unten schlittert. Der sechsjährige Marco ist ganz mutig, aber der kleine Mika macht lieber die Augen zu. Hui, das geht schnell! Gleich nochmal rauf und nochmal runter. Die gute Nachricht: Für Vielrutscher gibt es Zehnerkarten.

Kesselalm

Reifenrutschen, Spielplatz, Sonnenterrasse: Die Kesselalm in Inzell ist ein beliebtes Ausflugsziel. Während sich die Kinder austoben, können die Eltern es sich auf der Terrasse gemütlich machen. Auf der Speisekarte stehen Kuchen, Käsespätzle und Kaiserschmarrn ebenso wie kleine, einfache Gerichte.

Kessel-Alm
Froschseestraße 37
83334 Inzell
www.kessel-lifte.de

Geöffnet: täglich außer Mittwoch von 11 bis 17 Uhr

 

Erlebnis-Spielplatz Schmelz

Der große Abenteuerspielplatz im Inzeller Ortsteil Schmelz liegt an einem kleinen Gebirgsbach. Der ist vor allem im Sommer sehr gefragt, mit seinen kleinen Brücken und dem Wasserrad. Auf 14 Stationen wird die heimische Tierwelt vorgestellt. Schaukeln und Sandkasten dürfen natürlich auch nicht fehlen. Lieblingsplatz der Jungs: eine Schubraupe als Klettergerüst.

Erlebnis-Spielplatz Schmelz
Schmelzer Straße 132
83334 Inzell

Geöffnet: täglich

 

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Am Spielplatz im Ortsteil Schmelz bezieht Marco erst einmal Posten auf einem Baum. Von da aus beobachtet er das Treiben auf dem großen Natur-Spielplatz und macht im Geiste einen Plan: Diese Schubraupe aus Holz, das Hexenhäuschen, die Schnecke, das Wasserrad, der Kletter-Parcours, der kleine Bach – all das will entdeckt werden. Er steigt vom Baum herunter und ruft nach seinem Bruder: „Mika, komm, wir steigen auf die Schubraupe!“ Gesagt, getan. Kurze Zeit später stehen die beiden in der „Baggerschaufel“. Wer mutig ist, findet viel zum Klettern, auch wenn es Mama manchmal schon beim Zuschauen schwindelig wird. „Aber da muss man als Mutter auch durch“, sagt die 34-Jährige. „Die Jungs müssen ihre Erfahrungen machen, man kann ihnen nicht jeden Sturz und jedes aufgeschlagene Knie ersparen.“ Ja, ganz genau, denkt Marco und klettert noch eine Stufe höher...

Wenn die Kleinen zwischendurch hungrig werden, macht man auf einer Bank unter einem Baum ein Picknick. Wer nichts eingepackt hat, geht hinüber in den Gasthof, wo es gute bayerische Gerichte gibt. Noch eine Möglichkeit: Ein paar Schritte wandern zur Moar-Alm, die wunderschön in einem Tal liegt. Wer noch Lust hat auf eine kleine Wanderung, folgt dem Weg durch das Moor weiter und gelangt nach Zwing. Von dort ist es nicht weit zu den Weißbachfällen. Die sind auch für Kinder ein Spektakel.

Luftbild der Gemeinde Inzel mit Blick ins Voralpenland
© Inzeller Tourstik GmbH

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Detailaufnahme von einem Trachtenhut
© Chiemgau Tourismus e.V.

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