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Chiemsee Triathlon am Bayerischen Meer

Datum: 2. Juli 2014 . Autor: Cornelia Schierl . Kategorie: Aktiv . Chieming . Orte . Radeln . Radfahren . Region . Wasser
Cornelia Schierl

Weiß-blau bis dunkelgrau präsentierte sich die Region um den Chiemsee zum Triathlon-Wochenende. Noch am Tag vor dem Wettkampf funkelte und glitzerte das Bayerische Meer in der Sonne, tags darauf wurden wir mit ganz anderen Bedingungen konfrontiert, und das war für mich gut so.

Chieming – ein Ort im Triathlonfieber

Als ich am Samstag zum Check-In anreiste, wurde in Chieming bereits an allen Ecken geschraubt, geklebt und geradelt. Absperrungen, Bodenmarkierungen und Menschen mit bunten Tragetaschen verwandelten den Ort in eine einzige Sportstätte. Im Haus des Gastes trafen die Teilnehmer nach und nach ein, um ihre Startunterlagen abzuholen. Die Wechselzone befand sich direkt am See und doch im Zentrum. Als ich mein Rad platziert hatte, schlenderte ich noch die Promenade entlang und genoss den Blick auf den ruhigen, glatten See.

Der Wettkampftag

Schwimmstart

Voll motiviert vor dem Schwimmstart

Die Mitteldistanz startete um 9.00 Uhr und mein Start für die Olympische Distanz war für 9.30 Uhr angesetzt. Ca. zwei Stunden zuvor traf ich in Chieming ein, um genügend Zeit für die Einrichtung meiner Wechselzone und für die Besichtigung zu haben. Die Wechselzone war sehr kompakt angelegt. Die Räder standen dicht beieinander und die restlichen Utensilien waren in Wechselbeuteln verstaut. Die Lage der Wechselzone war ungefähr in der Mitte zwischen Schwimmausstieg und Ziel, wobei ich das Ziel vor dem Rennen nicht zu sehen bekam, da ich mich nur zwischen Schwimmstart und Wechselzone aufhielt.

Schwimmen im Bayerischen Meer

Pünktlich zum Start der Mitteldistanz begab auch ich mich ins Strandbad. Der See war immer noch schön glatt, was mich beruhigte. Die Mitteldistanz war mit 1.000 Teilnehmern limitiert und es gab nur eine Welle. Dafür war der Startbereich sehr schmal. Ich war froh, dass auf der Olympischen Distanz nur ca. 300 Starter ins Rennen gingen. Die Schwimmstrecke verlief in einer U-Form. Für die Mitteldistanzler 500 m länger als für uns.

Start-Chiemsee-Triathlon

Schwimmstart der Mitteldistanz

Ich überlegte, wo ich mich am besten platzieren sollte, wegen des schmalen Startbereichs, weil die Bojen rechts liegen gelassen werden mussten und weil ich im Wettkampf immer rechts atme. Ich entschied mich für links außen, aber relativ weit vorne. Durch den Startschuss der Schützen erschrak ich so, dass ich automatisch nochmals laut schreien musste, bevor ich ins Wasser hechtete.

Schiwmmausstieg-Chiemsee-Triathlon

Schwimmausstieg der Profis

Schnell kam ich an der Absperrung vorbei und konnte mich noch weiter links außen platzieren, um mich von der Menge abzuseilen und meinen Rhythmus zu finden. Die Bojen sah ich immer erst, wenn sie bereits kurz vor mir waren, daher hatte ich keine andere Wahl, als einfach den anderen nachzuschwimmen ohne mich selbst zu orientieren. Am Rückweg Richtung Ufer fiel mir dann auf, dass es zu regenen begonnen hatte, und auch ein leichter Wellengang war bereits zu spüren.

Am Schwimmausstieg standen zahlreiche Zuseher, die uns am Weg in die Wechselzone anfeuerten. Meine morgendliche Besichtigung war gut gewesen, denn ich fand meinen Wechselbeutel und das Rad auf Anhieb. Schnell in die Radschuhe, ein kuzer Fototermin am Radständer und weiter ging es auf die Radstrecke.

Rennradfahren X-treme oder auch: das Spiel mit dem Wind

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Mein Wechsel auf’s Rad

Als ich auf das Rad stieg, freute ich mich darauf, die Strecke endlich kennen zu lernen. Noch nie zuvor war ich auf dem Rad in dieser Region unterwegs gewesen. Es regnete leicht. Perfekte Bedingungen für mich. Ich hatte mir die Strecke und das Höhenprofil online angesehen, das half mir jedoch nicht bei der Orientierung vor Ort. Gott sei Dank war alles bestens markiert und mit Streckenposten abgesichert. Die gesperrte Strecke war sehr abwechslungsreich. Die angegebenen 460 Höhenmeter spürte man aber nicht so sehr, da es immer wieder auf und ab ging und nie eine lange, steile Stelle am Stück zurückzulegen war. Auch technisch war die Strecke anspruchsvoll. Zahlreiche Kurven durch die kleinen Ortschaften zwangen die Teilnehmer dazu, auch mit Hirn zu fahren.

Während ich auf der Radstrecke unterwegs war, nahm der Regen stetig zu. Irgendwann goss es wie aus Eimern, die Sicht wurde immer schlechter und das Wasser sammelte sich auch auf den Straßen. Der Wind kam einmal von vorne, dann wieder seitlich und nur selten von hinten. Schwierige und auch gefährliche Bedingungen, die eine gewisse Vorsicht forderten. Trotz des widrigen Wetters bot die Strecke typisch bayerisches Flair. Man passierte zahlreiche Bauernhöfe, vor denen Kinder mit Häschen und Katzen saßen und uns anfeuerten. Ein besonderes Highlight war der Streckenteil durch den Golfplatz und ein darauf folgender Waldabschnitt. Kurz vor der Wechselzone wurden wir bei einer Abfahrt nochmals ordentlich vom Regen gepeitscht. Wie kleine Hagelkörner prasselte er auf die Haut.

Die 10 Kilometer Laufstrecke vergingen wie im Flug

Meine kalten Finger machten den Wechsel in die Laufschuhe nicht gerade einfach. Dennoch war ich voll motiviert und gespannt, was die Laufstrecke mit sich bringen würde. Auch sie war sehr speziell. Der Auslauf von der Wechselzone auf die 5-km-Runde verlief entlang der Promenade auf Asphalt, bevor man sich dann auf einen Waldweg begab, der dementsprechend matschig aber sehr schön war. Auch hier waren ein paar Höhenmeter zurückzulegen, Gott sei Dank gut aufgeteilt. Die Strecke wechselte zwischen Waldweg, Schotter, Wiese und Asphalt. Sehr abwechslungsreich und schön. Rasch fand ich zwei Tempomacher, an die ich mich anhängen konnte. Die 10 Kilometer vergingen wie im Flug, und für die Zielgerade vereinbarten wir einen Sprint und einen gemeinsamen Zieleinlauf. Es machte richtig Spaß. Im Ziel angekommen wurde ich vom Team der Chiemgau Tourismus und der Miss Chiemgau empfangen. Ich war super happy und sehr zufrieden.

Mein Fazit: Ein professionell organisiertes Event mit echt bayerischem Flair. Ein idyllischer See, der sich nicht nur zum Segeln eignet. Abwechslungsreiche Rad- und Laufstrecken und herzliche Gastgeber, die mit den Teilnehmern mitfiebern. Faszinierend war auch die Teilnahme der Para-Triathleten, die heuer erstmals mit am Start waren und herzlich gratulieren möchte ich natürlich noch dem Titel-Verteidiger auf der Mitteldistanz Markus Fachbach (3:47:21), der schnellsten Dame Daniela Sämmler (4:09:44) und den Siegern auf der Olympischen Distanz Markus Herbst (2:01:20) und Diana Riesler (2:16:39).

Tipp

Und wenn auch Sie nun motiviert sind und am nächsten Chiemsee Triathlon teilnehmen möchten, dann informieren Sie sich über alle Details sowie aktuelle Ergebnisse auf  www.wechselszene.com


Datum: 2. Juli 2014 . Autor: Cornelia Schierl . Kategorie: Aktiv . Chieming . Orte . Radeln . Radfahren . Region . Wasser
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2 Kommentare
  1. Sven Hindl sagt:

    Bitte aktuelle Bilder verwenden. Diese sind mehr als drei vier Jahre alt.

    Beste Grüße Sven

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