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Ausflüge für Kinder: Holzknechtmuseum Ruhpolding

Holzknechtmuseum Ruhpolding
Jennifer Auinger

Eintauchen in die Welt der Chiemgauer Waldarbeiter

Das Holzknechtmuseum Ruhpolding ist viel mehr als ein normales Freilichtmuseum. Das 3.000 qm große Gelände mit etlichen Hütten, Erlebnispfaden und vielen interessanten Ausstellungen ist ein besonderes Erlebnis für die gesamte Familie. Große und kleine Besucher haben hier die Möglichkeit, mehr über das Leben und die Arbeit der Holzknechte zu erfahren. Wir begleiten zwei Familien bei einer persönlichen Führung von Monika Kotzi, der Leiterin des Museums.

Direkt am Ort des Geschehens

Ausflüge mit Kindern: Holzknechtmuseum, Waldarbeiter Ruhpolding

Mit Spiel und Spaß erhalten die Kinder einen Einblick in die Welt der Holzknechte

Wisst ihr, was euch heute bei uns erwartet?“, fragt die Museums-Leiterin die Kinder. „Ja, es geht um das Leben und die Arbeit der Holzknechte.“, rufen die Kinder durcheinander. Sie haben sich schon gut informiert. Seit 1988 lockt das Museum jedes Jahr ab Mai tausende Besucher an. Das Holz spielte im Chiemgau eine wichtige Rolle, denn die Salinen in Traunstein und Bad Reichenhall benötigten viel Material für die Salzgewinnung und die Soleleitungen.


Die Arbeit der Holzknechte war für diese Region besonders wichtig. Das Museum inklusive Freigelände und Aktivstationen in den Hütten gibt den Besuchern einen einzigartigen Einblick in die damalige Zeit. Direkt am Ort des Geschehens.

Ausflüge mit Kindern – Das sind die Themen beim Erlebnispfad:

  • Leben im Dorf (Alltag, Ernährung, Selbstversorgung)
  • Der Bergwald (Almwirtschaft, Ökosystem Bergwald)
  • Leben im Bergwald (Zusammenleben, Heilmittel, Schlafen, Arbeiten, Holzbringung)
  • Holznutzung (Holzkohle und -rohre, Bauholz, Soleleitungen, Saline Traunstein)

Die Kleidung der Holzknechte

Holzknechtmuseum Ruhpolding: Ausflugsziel für Familien

Im Gegensatz zu früher haben Waldarbeiter heutzutage eine moderne Ausrüstung

Unsere Reise in die Geschichte der Waldarbeiter beginnt direkt im Museumsgebäude. Wir stehen zwischen zwei lebensgroßen Holzknechten. Die Figuren sehen auf den ersten Blick ziemlich echt aus, sind jedoch anders angezogen. „Hier sieht man die unterschiedliche Kleidung der Holzknechte. Früher haben sie mit Alltagsgewand gearbeitet – Hose und kariertes Hemd. Heutzutage gibt‘s eine Hightech Kleidung mit Schnittschutz. Wer möchte denn jetzt das Gewand anprobieren?“, fragt Monika Kotzi. Leuchtende Kinderaugen strahlen sie an. Kurze Zeit später stehen die kleinen Männer umgezogen neben den lebensgroßen Modellen und grinsen in die Kamera.

So kam das Holz in das Tal

Holzknechtmuseum Ruhpolding: Familienurlaub

Hier können die Kinder selbst eine Loite bauen

Auf geht‘s zur nächsten Station: Hier erfahren wir mehr über die Holzarbeit. „Wisst ihr was eine Loite ist?“, frägt Monika die Kids, die mit dem Kopf schütteln. Sie erklärt, dass das eine Art und Weise ist, Holz vom Berg ins Tal zu bringen. „Mit Baumstämmen wird eine Rinne gebaut, in der das geschlagene Holz abgelassen wird.“. Die Kids stürmen zur Aktivstation des Ruhpoldinger Museums, in der sie aus kleinen Baumteilen eine Loite bauen. Mit Tipps von Monika schaffen sie das kleine Experiment und schieben Baumstämme im Miniformat ins „Tal“.

Leben und Arbeit der Holzknechte

Museum Ruhpolding, Freilichtmuseum

Neugierig inspizieren die Kids die Küche einer der Hütten

Nachdem wir viel über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Holzknechte erfahren haben, verlassen wir das Ausstellungsgebäude. Weiter geht es zu den Hütten am 3.000 qm großen Freigelände in Ruhpolding. Wie war das Leben im Dorf früher? Wir betreten eine der originalen Holzknecht-Hütten und folgen Monika in die Küche. Gespannt erkunden die Kinder den Raum, schauen neugierig in den Ofen und inspizieren die Pfannen. „Hier haben die Holzknechte ihr Muas gekocht – ein Teig aus Mehl, Wasser und Schmalz. Wenn ihr mal zu einer Kinderführung kommt, dann bereiten wir gemeinsam die Mahlzeit zu.“, informiert Monika Kotzi.

Ein geselliger Hüttenabend wie damals im Ruhpoldinger Museums

Museum Bayern: Holzknechtmuseum Ruhpolding

Mit Holzklötzen spielten die Waldarbeiter auf einem Tisch Mühle

 Die nächsten Hütten im Freigelände widmen sich dem Thema Gemeinschaft und Schlafplatz. Julian und Sebastian nehmen sofort an einem Tisch Platz und spielen Mühle. „Dieser Tisch mit dem eingeritzten Mühle-Spiel stammt aus Reit im Winkl. Kleine Steinchen oder Äste dienten als Spielfiguren.“ Neben den Brettspielen stand auch oft Musik auf dem Abendprogramm: „Mit dem Löffelschlagen gaben die Arbeiter den Sängern den Rhythmus vor. Meistens waren sie aber nach den anstrengenden Tagen erschöpft und gingen früh schlafen in ihre Matratzenlager aus Strohmatten.“, erzählt Monika.

Viel Platz zum Spielen zwischen den Hütten

Freilichtmuseum Ruhpolding in Bayern

Viel Platz zum Austoben: Der Spielplatz im Freigelände zwischen den Hütten

Als wir die Hütte verlassen, stürmen die Kinder zu einem Spielplatz mitten im Gelände des Ruhpoldinger Freilichtmuseums. Eine perfekte Abwechslung nach den lehrreichen Geschichten in den Hütten. „Bei den Führungen lernen die Kinder sehr viel. Es ist wichtig, dass sie sich zwischendurch am Spielplatz austoben können, damit sie wieder bereit für die nächsten spannenden Geschichten sind.“, erklärt uns die leidenschaftliche Museumsleiterin das Konzept. Natürlich gibt es auch für die Kleinsten eine Spielhütte, in der sie gemeinsam mit den Eltern Burgen aus Holzbausteinen bauen können.

Vom Unkraut bis zum Gänseblümchen

Ruhpolding Holzknechtmuseum: Museum für Kindern

Wissenswertes über die Pflanzenwelt: Das Kräuterkarussel

Es dauert keine zehn Minuten, bis die Kids neugierig fragen, wo es denn jetzt hingeht. Das Wimmer-Zuhaus des Chiemgauer Museums ist das nächste Ziel. Nachdem wir über steile Holzstufen den oberen Stock der dunklen Hütte erreicht haben, steigt uns schon der Geruch frischer Kräuter in die Nase. In der Mitte des Raumes steht ein großer Tisch: „Das ist das Kräuterkarussel. Wenn ihr die Scheiben richtig dreht, seht ihr wie die Pflanze in echt aussieht und könnt in der kleinen Dose daran riechen.“. Die Köpfe rauchen, die Aufgabe ist gar nicht so leicht.

Monika Kotzi erklärt: „Das Essen der Holzknechte war meist eintönig. Deshalb hatte fast jede Hütte einen kleinen Garten dabei, in dem die Familien Wild- und Unkraut anpflanzten, mit denen sie ihre Speisen verfeinerten. Bis heute werden die Kräuter für Medikamente hergenommen.“

TIPP: Spitzwegerich hilft bei offenen Wunden und Insektenstichen. Einfach den Stengel knicken und den Saft auf die Verletzung tropfen.

Spiel und Spaß für Kinder

Ruhpolding Freilichtmuseum

Monika Kotzi betreibt das Holzknechtmuseum mit viel Herzblut und Leidenschaft

Das Holzknechtmuseum Ruhpolding ist der perfekte Ort für Kindergeburtstage, Ausflüge für Schulklassen und Kindergärten. Denn dann schlüpfen die Kleinsten in die Rolle der Detektive und Holzknechte, erkunden die Gegenstände der Räume oder holen mit Werkzeugen das Holz aus dem Wald. „Ich arbeite sehr gern mit Kindern und lasse mir immer wieder was Neues einfallen. Mein größter Wunsch wäre noch eine gemauerte Hütte. Momentan ist aber der Bauerhalt unser Ziel.“, verrät Monika Kotzi, die sich auf viele Besucher im Holzknechtmuseum in Bayern freut.

Tipp

Sie suchen noch die perfekte Location für Ihre Familienfeier, den nächsten Kindergeburtstag oder eine Jubiläumsfeier in Ihrem Betrieb? Das Holzknechtmuseum Ruhpolding bietet zwei urig traditionelle Hütten ihrer Ausstellung als Veranstaltungsräume an. Von 20 bis 150 Personen kann für jeden Anlass der richtige Rahmen geschaffen werden. Hier bleibt Ihre Feier sicher in Erinnerung!


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