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Ab ins Hofbräuhaus Traunstein!

Sortenvielfalt im Hofbräuhaus Traunstein
Gastautor

Bayern ist bekannt für sein ausgezeichnet schmackhaftes Bier, besonders der Chiemgau. Doch wie wird es eigentlich hergestellt? Dieser Frage gingen wir im Hofbräuhaus Traunstein auf den Grund.

Station Malzboden

Station Malzboden

Mein Name ist Marlene Deisinger und zusammen mit Nicole Gruber – wir waren beide Praktikantinnen beim Chiemgau Tourismus – machte ich mich auf den Weg ins Hofbräuhaus Traunstein. Wir waren richtig überrascht, als wir die große Menschenmenge im „Maximilianstüberl“ sahen. Hier bekommt man vor der Führung frischgezapftes Bier und resche Brezen. Anschließend bekamen wir einen informativen Film über die Entstehung des Hofbräuhaus Traunstein gezeigt. Es wurde im Jahre 1612 vom bayerischen Herzog und späteren Kurfürsten Maximilian I. gegründet und feierte daher 2012 das 400-jährige Jubiläum.

Station Sudhaus

Station Sudhaus

Das Hofbräuhaus Traunstein beschäftigt um die 60 Mitarbeiter und bietet insgesamt 12 verschiedene Biersorten an – vom leichten Weißbier bis zum traditionellen „Holzfassl“. Hopfen von eigenen Hopfenfeldern aus der Hollerdau, klares Quellwasser aus der eigenen Quelle am Hochberg in Traunstein, Malz aus sonnengereifter Gerste von bayerischen Feldern und eigene Bierhefe sind die Grundstoffe und verleihen diesem Bier eine einzigartige Note. Nicht zu vergessen ist, dass das gesamte Bier nach dem Reinheitsgebot von 1516 gebraut wird.

Die einzelnen Stationen im Hofbräuhaus – von der Sommergerste zum fertigen Bier!

Die erste Station „Malzboden“ beschreibt das Einweichen der Sommergerste und das Darren (das Trocknen des keimenden Malzes mittels Heißluft). Der nächste Stop ist das Sudhaus, in dem das geschrotete Malz mit Quellwasser vom Hochberg eingemaischt wird. Daraus wird später die „Würze“, die sogenannte Vorstufe des Bieres. Bei der 3. Station befinden wir uns im Gärkeller, indem es richtig „zapfig“ war. Hier wird nach dem Kochen die heiße Würze stark abgekühlt. Danach wird die Bierhefe hinzugegeben und der Zucker vergärt zu Alkohol und Kohlensäure. Nach der „Hauptgärung“ wird das Jungbier in den Lagerkeller, der nachfolgenden Station gepumpt.

Wir konnten es kaum glauben, als wir hörten, dass die 18 offenen Bottiche im Gärkeller ca. 360 000 Liter fassen. Im Lagerkeller wird der Kohlensäuregehalt des Bieres bestimmt. Es reift nach und nach und wird immer klarer, da sich die Hefe im Tankboden absetzt.

Besonders begeistert waren wir vom „Biermuseum“, in dem wir das Handwerk zur früheren Herstellung der Bierfässer begutachten konnten. Für den unterhaltsamen Teil sorgte das „Bier Orakel“.

In der letzten Station, der „Füllerei“ wird das Bier in 20 000 Flaschen und 120 Fässern pro Stunde abgefüllt und etikettiert. Eine stolze Zahl, wie wir finden.

Zu guter Letzt bekamen wir einen Einblick ins Lager und der Fassabfüllung, wo uns der „Fassl-Sepp“ erzählte, wie viele Fässer er am Tag abfüllt.

Es war ein sehr spannender Nachmittag, den wir so schnell nicht vergessen werden.

Der Fassl-Sepp erklärt die Fassabfüllung
Tipp

Hier finden Sie Informationen zu den Führungen im Hofbräuhaus, die sehr informativ für Jung und Alt sind.


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1 Kommentar
  1. Petra Heim sagt:

    Supi…guad g’schriebn Marlene!!!
    Leute kemmt’s vorbei…dann lernt’s mi a kenna.
    ♡liche Grüsse Petra