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Baumburger Bier im Chiemgau

Chef und Braumeister an den Braukesseln im Chiemgau
Mattias Gepp

Immer den Gerstenfeldern nach, lautet die Devise um zur Klosterbrauerei Baumburg zu gelangen. Denn rund um das ehemalige Kloster Baumburg sind Gerstenfelder angelegt, von denen die Braumeister den Rohstoff für ihre Biere beziehen. Die zwei Kirchentürme mit den Zwiebelhauben des ehemaligen Chorherrenstifts dienen dabei als Wegweiser.

Stiftskirche Baumburg

Stiftskirche Baumburg

Auf dem Fahrrad folgt man den besagten Gerstenfeldern, die beiden Kirchentürme der ehemaligen Stiftskirche im Visier, welche leicht erhöht über Altenmarkt an der Alz thront. Durstig erreicht man schließlich die 4.000 Seelen Gemeinde des Chiemgaus. Hier soll sie sich also befinden, die Klosterbrauerei Baumburg. Die wunderschön verzierte Außenfassade der Kirche lässt darauf schließen, dass sich dort etwas Wunderbares befinden muss.
Also beißt man nochmals die Zähne zusammen, bewältigt die letzten Höhenmeter und fährt durch einen mit Löwen verzierten Torbogen in einen ruhigen Innenhof ein.

Hier, wo vor 200 Jahren Mönche des Augustiner Chorherrenstifts ihrer Tätigkeit nachgingen rasten heute Radfahrer, Wanderer und Brauereibesucher in idyllischer Ruhe. Fern von jeglichem Alltagstress. Der Innenhof der bayrischen Brauerei dient im Sommer als Location für zahlreiche Kulturveranstaltungen. So findet einmal im Jahr „Der Tag der Brauerei“ statt, wo man die Baumburger Bierstile verkosten und hinter die Kulissen der Brauerei blicken kann. Unter dem Titel „Baumburger Kultursommer“ finden im Klosterhof Baumburg, immer wieder Musikveranstaltungen, Kinoabende und mittelalterliche Märkte statt.

Idyllischer Innenhof lädt zum Entspannen ein

Idyllischer Innenhof lädt zum Entspannen ein

Brauereiführung in der Klosterbrauerei

Im historischen Braustüberl, welches erstmals 1406 urkundlich erwähnt wurde, kann man seinen Durst stillen. Im Rahmen einer vorangemeldeten Brauereiführung hat man hier auch die Möglichkeit die verschiedenen Schank- und Spezialbiere zu verkosten. Mit seinen Bieren, allen voran mit dem Chorherrenbock erhält die Klosterbrauerei Baumburg immer wieder Prämierungen des „European Beer Stars“, und wurde somit überregional bekannt. „Dank dieser Auszeichnungen reicht unsere Kundschaft bis nach Portugal“, versichert Geschäftsführer Tapper. Dennoch möchte man sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern immer wieder neue Bierstile entwickeln. „Dank der Craft Beer Szene verfolgt unsere Kundschaft die Bierkultur verstärkt und verlangt auch unterschiedliche Biersorten. Da macht es als Brauer umso mehr Spaß neue Rezepte  und Biertypen auszuprobieren und zu kreieren.“
Auf Basis des hellen Baumburger Starkbieres entwickelte man den sogenannten Stopfbock, welcher in der 0,75 Liter Sektflasche und 0,33 Liter Flasche ab Brauerei und im gut sortierten Spezialhandel erhältlich ist. Bei diesem Bierstil werden nach der Gärung individuelle Hopfenmischungen aus fünf Hopfensorten in den Lagertank gestopft und anschließend drei Wochen bei bester Kühlung gelagert. Dadurch entwickelt sich der süßlich-malzige sowie fruchtige Geschmack.

Tradition, Region, Umweltschutz

Brauerei Logo mit dem mysteriösen Gründungsdatum 1612

Brauerei Logo mit dem mysteriösen Gründungsdatum 1612

„Die Klosterbrauerei Baumburg ist heute, wie seit jeher eine regional orientierte Brauerei, welche gute Tradition des deutschen Reinheitsgebotes mit den Anforderungen und Möglichkeiten der heutigen Zeit in optimaler Weise verbindet“, weiß Geschäftsführer Dominik Tapper. Eine wichtige Rolle spielen auch Regionalität und Umweltschutz. So erklärt Tapper, dass alle Rohstoffe ausschließlich aus Bayern kommen. Die Gerste sogar von den eigenen Feldern in Baumburg. Zudem werden Umweltschutzprogramme unterstützt, wie z.B. die Errichtung einer Fischtreppe, zur Verbesserung der Fischbestände der Alz.

„Primäres Ziel ist es mit der Unterstützung dieser Umweltprogramme die Qualität unserer heimischen Rohstoffe zu erhalten, wenn nicht sogar zu verbessern“, erläutert Trapper in einem Interview. Erwähnenswert ist, dass die Brauerei mit Strom aus eigener Wasserkraft betrieben wird.
Ein Mysterium bleibt jedoch bestehen. Denn niemand weiß, wann die Brauerei Baumburg gegründet wurde. 1612 erhielt die bayrische Brauerei die Erlaubnis Bier zu verkaufen. Diese Jahreszahl wird bis heute als Gründungsjahr verwendet. Jedoch vermutet man, dass das erste Baumburger Bier bereits Jahrhunderte früher gebraut wurde.

Gastterasse des Braustüberls
Tipp

Genießen Sie den idyllischen Klosterhof und genehmigen Sie sich ein kühles Blondes im Braustüberl, wo regionale und mediterrane Speisen frisch für Sie zubereitet werden. Besuchen Sie den Baumburger Kultursommer und lassen Sie sich vom abwechslungsreichen Programm überraschen.

Öffnungszeiten Bräustüberl:
Montag bis Samstag: 10:30 – 22:00 Uhr
Sonntag: 10:00 – 22:00 Uhr
kein Ruhetag

 


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