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Razvan Popovici über Musik & den Chiemgau

Razvan Popovici
Isa von Liel

Bekannt ist der Chiemgau für beeindruckende Landschaften, seine schöne Natur und viele idyllische Orte. Auch Leidenschaft für Musik, Kunst und Kultur gehören im Chiemgau zum Leben einfach dazu. So auch für Razvan Popovici, den ich zu einem spannenden Gespräch über die Vielfalt der Musik und über den besonderen Bezug zu seiner Heimat getroffen habe.

Musikalische Vielfalt im Chiemgau erleben

Razvan Popovici erzählt die Geschichte des Chiemgauer Musikfrühlings

Razvan Popovici erzählt die Geschichte des Chiemgauer Musikfrühlings

Von authentischer Chiemgauer Volksmusik über Jazz bis hin zu klassischer Musik: Das Musizieren daheim oder auch in der Kirche hat im Chiemgau eine lange Geschichte. Wenn nun große Begeisterung und besondere Musikalität auf die große musikalische Tradition des Chiemgaus treffen, kann das schon mal zur Entstehung eines Festivals führen. Razvan Popovici, Intendant und Mitbegründer des Chiemgauer Musikfrühlings, hat uns die spannende Geschichte dieses renommierten Kammermusikfestivals erzählt.

Herr Popovici, Ihre Eltern, beide Musiker, sind in den Chiemgau gezogen, als Sie noch ein Kind waren. Was bedeutet der Chiemgau für Sie?

Chiemgau heißt ganz einfach Heimat für mich. Ich bin hier aufgewachsen, in Traunstein zur Schule gegangen und habe auch hier mein Abitur gemacht. Meine Familie lebt immer noch in der Gegend. Damit habe ich zu meinem Glück ein Standbein in Traunstein und Umgebung. Auch wenn ich nicht der große Bergwanderer bin, liebe ich die Berge und den Chiemgau mit seinen vielen historischen Gebäuden und der schönen Architektur.

Und wie kommt für Sie die Musik in den Chiemgau?
Razvan Popovici wuchs mit der Musik auf

Razvan Popovici wuchs mit der Musik auf

Bei mir ist das ganz einfach: Meine Mutter ist Pianistin, mein Vater Bratscher und meine Schwester spielt Harfe. Musik und besonders Hausmusik haben in meiner Familie eine lange Tradition. Aber das gilt auch für den Chiemgau überhaupt. Musik gehört für viele Chiemgauer dazu, von Volksmusik bis zu klassischen Musik.

Das ist das Besondere an unserer Region. Bei uns zu Hause war es so, dass schon immer Freunde zu Besuch kamen, mit denen wir Musik gemacht haben. Letztlich ist aus diesen recht bescheidenen Anfängen heraus dann der Chiemgauer Musikfrühling entstanden. Das erste mal war es ein Wochenende mit Freunden. Nach inzwischen über zehn Jahren ist daraus eine ziemlich aufwändige Sache geworden.

Das sagen Sie jetzt sehr bescheiden. Aber es muss noch mehr dahinterstecken, dass Sie so viele renommierte Musiker bei Ihrem Festival haben. Warum kommen sie gerne zu Ihnen und zu uns?
Razvan Popovicis Leidenschaft sind die Musik und seine Heimat

Die Leidenschaft des Bratschisten sind die Musik und seine Heimat

Natürlich hilft es sehr, wenn man in einer so schönen Gegend wohnt wie wir. Und es ist ein großer Vorteil, wenn man selbst Musiker ist. Dadurch ist es leichter, Musiker zu finden, die mit uns gemeinsam beim Chiemgauer Musikfrühling spielen.

Und die Menschen in der Region sind besonders wichtig: Fast alle Musiker wohnen privat. Wir haben es hier mit wirklich vielen großzügigen, gastfreundlichen Menschen zu tun, die inzwischen eine große Gemeinschaft bilden.

Was nicht zuletzt zählt, ist der Charakter des Festivals, der sehr von der Gegend und ihren Bewohnern geprägt wird. Musik ist Leidenschaft und bringt viel Freude für diejenigen, die auf dem Podium stehen oder sitzen, genauso wie für die Zuhörer – das verbindet.

Diana Kettler lebt den Chiemgauer Musikfrühling

Diana Ketler lebt den Chiemgauer Musikfrühling

Es ist ja schon auffällig, welche Menge an Veranstaltungen es im Chiemgau gibt. Aber ganz außergewöhnlich ist, dass es in einer Region gleich zwei hochkarätige Festivals – den Musikfrühling und den Musiksommer – gibt. Wie erklären Sie sich das?

Ich bin immer wieder erstaunt, was bei uns alles passiert. Es muss ganz einfach an der Region und ihren Menschen liegen. Für das Festival, das Diana Ketler, die künstlerische Leiterin, und ich 2004 gegründet haben, gilt: Man muss ein Profil haben.

Das Programm entwerfen wir gemeinsam und suchen für jedes Konzert ein spannendes Thema. Außerdem ermöglichen wir den Gästen unseres Festivals sehr persönliche Konzerterlebnisse. Die Atmosphäre ist kreativ und offen. Dazu spielen wir nicht in Riesensälen, sodass man nah dran ist an der Musik und sich noch dazu über ein ganz besonderes Ambiente freuen kann.

Das Festival hat sich über die Jahre hinweg ziemlich entwickelt. Was ist heute anders als zu Beginn?
Konzert in der Klosterkirche Traun

Konzert in der Klosterkirche Traun

Wir freuen uns besonders, dass heute zum Beispiel viel mehr Menschen aus der Region mithelfen. Das ist ein Aspekt. Ein anderer ist, dass wir von Anfang an die Idee hatten, mit sehr guten Musikern zu musizieren, aber eben nicht die teuren Stars zu holen, die mit einem Konzert das ganze Budget auf einmal aufbrauchen.

Das hat sich bewährt. Unsere Finanzen sehen daher auch recht gut aus: Wir finanzieren uns aus den Konzerteinnahmen und privaten wie staatlichen Mitteln, das heißt, wir bekommen auch Unterstützung von der Stadt und von Sponsoren. Seit 2010 gehen wir mit unserem Festival aus Traunstein hinaus. Wir haben unter anderem noch das Kloster Seeon als Veranstaltungsort dazu gewonnen und das k1 in Traunreut. Damit sind wir weiter gewachsen und haben auch mehr Gäste von auswärts.

Tipp

Im Chiemgau nichts verpassen! Die Veranstaltungshighlights der aktuellen Saison finden Sie auf unserer Website.


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1 Kommentar
  1. Uli.ludwikowski sagt:

    Hallo, wie kann ich eine Karte für das Abschlusskonzert des Musikfrühling sich reservieren? Ich reise erst am Sonntag an. DANKE

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