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Oldtimerschätze in Kienberg: Das Feuerwehrmuseum

Datum: 5. Juni 2017 . Autor: Raphaela Jakob . Kategorie: Ausflugstipps für Familien . Museen . Obing-Pittenhart
Werner Utschig vom Feuerwehrmuseum in Kienberg
Raphaela Jakob

Es begann mit einer kleinen Sammlerleidenschaft und ist heute eine Pilgerstätte für Feuerwehren aus ganz Deutschland: das Feuerwehrmuseum in Kienberg. Vereinsvorsitzender Werner Utschig präsentiert Besuchern die Schätze aus vergangener Zeit.

Oldtimer-Kolonne im Chiemgau unterwegs

Oldtimerschätze in Kienberg: Das Feuerwehrmuseum

Modellautos erweitern die Sammlung

Wenn der Verein Historischer Magirus-Feuerwehrfahrzeuge mit seinen 34 Großfahrzeugen und sechs Anhängern irgendwo auftaucht, staunen die Leute. Die imposanten Ausflüge in langen Kolonnen sind gar nicht so selten: „Wir fahren mit den Autos auf Oldtimertreffen, als Brautautos auf Hochzeiten oder verkaufsoffene Sonntage. Solche Rundfahrten können die Feuerwehren häufig nicht mehr machen und dann sind wir und die Oldtimer zur Stelle“, erzählt Werner Utschig.

Oldtimerschätze in Kienberg: Das Feuerwehrmuseum

Scheinwerfer aus der ehemaligen DDR

Vom ersten Fahrzeug zum Feuerwehrmuseum in Kienberg

Die Entstehung des Vereins erklärt er so: „Früher haben wir die kleinen Modellautos gesammelt. Dann, als die Augen schlechter wurden, sind wir auf die Großen umgestiegen, mit denen man besser arbeiten kann.“ Uschtig lacht. „Nein, tatsächlich war es so, dass ein ehemaliges Mitglied auf ein Auto aufmerksam geworden ist, das bei der Feuerwehr Traunreut eingelagert war. Auf Nachfrage konnte es schließlich gekauft und hergerichtet werden. Als wir dann merkten, wie viele Menschen eine Leidenschaft für Feuerwehrautos haben, entstand unser Verein. Mittlerweile werden die Autos in ganz Deutschland aufgekauft oder uns als Leihgaben zur Verfügung gestellt.“ Auch die eine oder andere Schenkung ist dabei, etwa wenn die Besitzer wünschen, dass ihr Fahrzeug erhalten bleibt. So entstand über die Jahre eine stattliche Sammlung von Löschfahrzeugen über Drehleitern bis Einsatzleitfahrzeugen, deren Herkunft bis nach Usedom reicht.

Oldtimer-Liebhaber aus ganz Deutschland

„Im Verein sind ungefähr 70 Mitglieder, manche sogar aus Frankfurt. Richtige Feuerwehrmänner sind davon gerade einmal sechs oder sieben Personen“, sagt Utschig. Dabei sind diese umso wichtiger, denn über die Mitgliederbeiträge finanziert sich der Verein letztlich. Im Verein für Historische Magirus Feuerwehrnutzfahrzeuge kommen Oldtimer-Liebhaber aus ganz Deutschland zusammen. Damit ist die Reise der Mitglieder vergleichbar weit, wie die der Fahrzeuge selbst.

Interessanter Austausch mit Besuchern im Feuerwehrmuseum Kienberg

Man merkt, dass Werner Utschig weiß, wovon er redet und seinen Fuhrpark gut kennt. Seit 1976 ist er selbst bei der Freiwilligen Feuerwehr in Traunreut aktiv. Umso mehr freut er sich, so sagt er, „wenn andere Feuerwehr-Vereine kommen, schließlich lernt man nie aus. Die meisten Anfragen für Führungen kommen tatsächlich von anderen Vereinen und den Feuerwehren aus ganz Deutschland. Wenn diese zum Beispiel einen Vereinsausflug unternehmen. Aber auch private Besucher nutzen die Ausstellungshalle häufig als Alternativprogramm zum klassischen Chiemseeurlaub-Programm“.

 

Tipp

Das Feuerwehrmuseum Kienberg kann gerne von Mai bis Oktober besucht werden.
Vereinbaren Sie Ihren Besuch gleich telefonisch: Hallentelefon +49 160 6990817 (nicht ständig besetzt) oder +49 170 2904859

Die Oldtimerschätze aus dem Feuerwehrmuseum waren auch schon zu Gast bei den Traunsteiner Rosentagen. Erfahrt mehr in unserem Blogeintrag: „Ein blumiges Highlight mit viel Flair


Datum: 5. Juni 2017 . Autor: Raphaela Jakob . Kategorie: Ausflugstipps für Familien . Museen . Obing-Pittenhart
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