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Ausflug Maxhütte: Eine Zeitreise in die Industriegeschichte des Chiemgaus

Datum: 15. Mai 2015 . Autor: Manuela Jaud . Kategorie: Ausflugsziele . Bergen . Kultur . Museen . Orte . Region . Tradition & Handwerk
Maxhütte Bergen Museum
Manuela Jaud

Da mir Franz Josef Strauß bei unserem Besuch am Hochfelln erzählte, dass das Gipfelkreuz in der Maxhütte gegossen wurde, musste ich natürlich am Fuße des Hochfelln einen Abstecher in das gleichnamige Museum unternehmen. Das Gebäude ist mir sofort durch seinen markanten hohen Schornstein aufgefallen. Und dieses Ausflugsziel zur Industriegeschichte im Chiemgau kann ich vor allem an regnerischen Tagen empfehlen. Denn für mich sind das die passenden Tage, um in die Geschichte einzutauchen und eine aufregende Zeitreise zu starten.

Fast 400 Jahre Schwerstarbeit für jeden Einzelnen

Maxhütte Bergen Museum

Ein modernes Museum in der Maxhütte Bergen

Im Inneren der Maxhütte befindet sich ein modernes Museum mit Original-Ausstellungsstücken und Fotografien aus der damaligen Zeit. Man muss weit zurückgehen, um etwas über die Anfänge des Museums zu erfahren. 1562 zählte das Eisenhüttenwerk Bergen zu den größten Hüttenwerken Süddeutschlands. Bei meinem Rundgang durch das Museum bekam ich Einblicke in die Welt des Eisens und erfuhr, wie die richtige Handhabung von Eisen in der damaligen Zeit funktionierte. Später, als sich die Herstellung von Roheisen nicht mehr lohnte und die Maxhütte – so heiß das Eisenhüttenwerk seit 1824 – kurz vor dem Ruin stand, wurde das Werk zur Gussfabrik und Maschinenbaufabrik. Auf meiner Reise in die Vergangenheit erfuhr ich außerdem, dass die Maxhütte im Jahr 1808 endgültig in ein Staatsunternehmen umgewandelt wurde, nachdem es bereits 200 Jahre zuvor zu einer Teilverstaatlichung des Privatunternehmens gekommen war.

1929: Das Ende war gekommen

Mit der im Jahr 1929 einsetzenden Weltwirtschaftskrise begann allerdings auch das Ende der Maxhütte. 1932, mehr als 350 Jahre nach der Errichtung, musste sie geschlossen werden. Zu diesem Zeitpunkt war die Maxhütte aber noch immer ein wesentlicher Bestandteil der Industriegeschichte im Chiemgau, wenn auch in anderer Funktion. 2002 wurde dann das 750qm große Museum eröffnet.

Spannend fand ich, dass bei dem Rundgang nicht nur die technischen Entwicklungen gezeigt wurden, sondern auch die unterschiedlichen Lebensweisen jener Menschen, die rund um die Maxhütte wohnten. Denn die Maxhütten-Arbeiter bildeten dort regelrecht eine kleine Ortschaft. Leben, Wohnen und Arbeiten fand damals auf engstem Raum statt. Dabei bekam ich vage vermittelt, wie das Leben zu dieser Zeit ausgesehen haben muss. Ehrlich: Heutzutage geht es uns wirklich gut!

Seilwinde Maxhütte Bergen - ein schönes Ausflugsziel

Seilwinde Maxhütte Bergen

Filme machen die Vergangenheit lebendig

Viele Relikte aus früheren Tagen, wie zum Beispiel das Schlackenhaus, das Amtsgebäude oder die Montagehalle, stehen noch heute an gleicher Stelle und erzählen die Geschichte. Das heutige Museum befindet sich übrigens in der ehemaligen Dreherei. Zusätzlich machten zahlreiche Filme und Bilder meinen Ausflug zu einem abwechslungsreichen und vor allem lebendigen Erlebnis. Dadurch ist es mir rasch gelungen, mich in die Vergangenheit zu versetzen und auf die damalige Zeit einzulassen. Einen Einblick in die Maxhütte können Sie auch direkt online erleben bei einem 360 Grad Rundgang.

 

Tipp

Die Maxhütte ist eine einzigartige Eventlocation in Bergen, in der Geschichte und Gegenwart kombiniert werden. Sie bietet einen beeindruckenden Rahmen für jede Veranstaltung und kann gemietet werden. Der moderne Medienraum zeigt nicht nur Filme aus der Vergangenheit, sondern eignet sich auch perfekt für Firmenpräsentationen.


Datum: 15. Mai 2015 . Autor: Manuela Jaud . Kategorie: Ausflugsziele . Bergen . Kultur . Museen . Orte . Region . Tradition & Handwerk
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