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Gesichter der Gastfreundschaft: Delphine Lhomer

Datum: 22. November 2017 . Autor: Chiemgau Tourismus . Kategorie: Gesichter der Gastfreundschaft . Region . Reit im Winkl
Chiemgau Tourismus

„Als Vermieter muss man flexibel sein“

Eine der ersten Fragen der Anreisenden gilt dem WLAN. Das ist im Sonnhof in Reit im Winkl kostenlos. Die zweite Frage gilt häufig dem Wandern. Auch das ist kostenlos, und zwar jeden Tag, das ganze Jahr. Sobald sich vier Gäste für eine Wanderung anmelden, schnüren Delphine Lhomers Ehemann oder Onkel die Bergstiefel und ziehen los – vier oder fünf Stunden lang, immer mit Einkehr auf einer Alm. Die Wandertouren gibt es seit 21 Jahren, seit die Familie aus dem Elsass nach Reit im Winkl gekommen war. Damals, erinnert sich Delphine Lhomer, nahmen sie sogar die Gäste aus anderen Hotels mit, da es ein solches Angebot in Reit im Winkl noch nicht gab. Gäste, die auf eigene Faust losziehen wollen, finden in dicken Ordnern rund 100 Wander- und Mountainbike-Touren im Chiemgau akribisch ausgearbeitet, mit Plan, Höhenmetern, Einkehrmöglichkeit, Schwierigkeitsgrad. Fahrräder, Mountainbikes und Schneeschuhe stehen zum Ausleihen für die Gäste bereit, ebenfalls kostenlos. „Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir das für unsere Gäste machen“, sagt die 47-Jährige. „Denn wenn sie sich gut versorgt fühlen, dann kommen sie auch wieder.

Gastfreundschaft bedeutet persönlicher Kontakt

Die Wanderung mit Gästen gehört für die Gastgeberin zur Selbstverständlichkeit

Die Tage der zweifachen Mutter beginnen im Frühstücksraum. Die Französin ist dort jeden Morgen präsent, serviert, räumt ab, gibt an den Tischen Tipps für die Gestaltung des Tages oder Auskunft zum Wetter.Die Gäste wollen uns schon beim Frühstück sehen“, sagt sie. „Und ich habe Freude an jeder Arbeit, egal ob Frühstücksservice, Buchhaltung, Marketing oder Dekoration.“ Mit der Vielzahl ihrer Aufgaben sind ihre Tage lange, denn abends warten noch Begrüßungen, Plaudereien mit Gästen oder Treffen mit Vermieterkollegen. Durch die vielen positiven Rückmeldungen der Gäste, die nicht selten zum Abschied Blumen oder Pralinen an der Rezeption abgeben, empfindet sie ihre Arbeit aber auch als „äußerst erfüllend“.

Der Vermieterberuf verlangt heute Flexibilität in hohem Maße, hat die Betriebswirtin festgestellt, und zwar nicht nur, was Buchungssysteme und Digitalisierung angeht. Der Sonnhof arbeitet mit einem heimischen Sportgeschäft zusammen, was ihm mittlerweile Buchungen von Fußballmannschaften beschert; um diese zu bewirten, arbeitet sie mit einem Gasthof zusammen. „Als Vermieter muss man lernen, flexibel zu sein“, sagt die 47-Jährige, deren Haus bei der Auslastung einen Spitzenplatz in Reit im Winkl belegt. „Mit allen gut auszukommen und zusammenzuarbeiten, bringt sehr viel“, sagt die zweifache Mutter. Flexibilität – das bedeutet auch, sich auf kurzfristige Buchungen einzustellen und auf feste An- und Abreisetage zu verzichten, weil das „heute nicht mehr funktioniert“.

Reit im Winkl zieht auch viele junge Gäste an

Trotz Berufstätigkeit immer in der Nähe der Töchter

Neben Stammgästen, die schon bei der Abreise für das folgende Jahr buchen, kommen mittlerweile sehr viele junge Gäste aus ganz Deutschland und zahlreichen Nachbarländern. Kürzlich im Juli logierten in den vier Häusern 27 Kinder – bei 90 Betten. „Wer einmal in Reit im Winkl war, der kommt wieder, davon ist Delphine Lhomer überzeugt: „Wir machen viel für die Gäste, aber Reit im Winkl macht auch viel. Die Straßenfeste, das kostenlose Aktivprogramm für Kinder, Barfußpark, Kletterwald und Klettersteig – das gefällt den Gästen.

Dass sie trotz ihrer Berufstätigkeit immer in der Nähe ihrer beiden Töchter war und ist, hält sie für einen unschlagbaren Vorteil des Berufs: „Ich könnte mir nicht vorstellen, dass die Familie morgens in verschiedene Richtungen davonfährt. Wir sind immer alle zusammen, das ist sehr schön.


Datum: 22. November 2017 . Autor: Chiemgau Tourismus . Kategorie: Gesichter der Gastfreundschaft . Region . Reit im Winkl
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