Wir suchen die schönsten G’schichten aus dem Chiemgau.

Teilen Sie Ihre Geschichte und schenken Sie ein Lächeln.
» zum Gast-Autor Formular

Eine herbstliche Entdeckungstour am Waginger See

Datum: 17. September 2014 . Autor: Oswald Pehel . Kategorie: Ausflugsziele . Orte . Region . Waging am See . Wandern
Blick auf den Waginger See
Oswald Pehel

Für mich ist jedes Mal wieder der Herbst die schönste Jahreszeit – gerade im Chiemgau entfaltet er eine ungeahnte Pracht. Wenn sich die Blätter allmählich bunt färben und die Temperaturen auf ein angenehmes Maß gesunken sind, dann treibt es mich in der klaren Herbstluft hinaus in die Natur – egal ob zu Fuß oder mit dem Radl.

Morgenstimmung Waginger See

Morgenstimmung am Waginger See

Immer wieder bin ich begeistert von den Ausblicken auf den Waginger und Tachinger See, entfernten Kapellen, einsamen Gehöften. Die Bergkette im Süden ist mein ständiger Begleiter. Getrieben von meinem Entdeckungsdrang parke ich mein Auto an der Wallfahrtskirche Maria Mühlberg. Wie eine Filmkulisse präsentiert sich die langgestreckte Seenkette. Im Norden kann ich gerade noch das Kirchlein St. Colomann an der Nordspitze des Tachinger Sees sehen. Einen kurzen Blick erhasche ich noch auf die vielen Votivtafeln aus vergangenen Jahrhunderten im Inneren der Kirche bevor es losgeht.

Wald und Sonne

Herbststimmung im Wald

Meine Tour führt mich erst einmal auf den St. Rupertweg in Richtung Petting, quer durch weite Wiesen- und Waldlandschaften entlang eines Höhenrückens. Auf einem Pferdegestüt in Seehof trainieren dampfende Springpferde für das nächste Turnier – ein erhabener Anblick. Weiter komme ich mitten in die südliche Verlandungszone des Waginger Sees mit dichtem Schilfbewuchs und einer Infotafel zur Entstehung des Sees in der letzten Eiszeit. Von hier aus sehe ich ganz deutlich, dass sich die Wälder schon in tiefem Gelb, Orange oder Rot zeigen – wunderschöne Farben, die mir den Atem verschlagen.

Vers auf dem Bauernhaus in Petting

Vers auf dem Bauernhaus in Petting

In Petting amüsiere ich mich über einen netten Vers, der mich an der Wand eines Bauernhofes begrüßt – da steckt viel Wahrheit drin, denke ich mir. Schritt für Schritt nähere ich mich meinem eigentlichen Ziel: der Schönramer Filz. Der große Moorrundweg ist landschaftlich ein Traum, vor allem als sich mir der erste Ausblick auf den großen Moorsee eröffnet. Hier war wohl auch der Biber stark am Werk, überall entdecke ich geknickte Bäume, die wie frisch gespitzte Bleistifte aussehen. Die Schönramer Filz ist ein echtes Kleinod, ich habe das Gefühl in eine andere Zeit versetzt zu sein. Links und rechts des Weges gibt es einen Torfstich, weite Heideflächen, Geschichten über ehemalige Zwangsarbeiter und Informationen zur Entstehung der Filze.

Nach der Moorrunde geht’s zurück nach Petting, wo ich mich verdientermaßen kulinarisch verwöhnen lasse im Gasthof Riedler. Recht schnell komme ich mit den Wirtsleuten ins Gespräch. Schnell wird klar, dass hier frische Erzeugnisse aus der Region auf den Tisch kommen. Ich lasse mir die regelmäßig im Seengebiet stattfindenden herbstlichen Genusswochen mit leckeren Spinat-Kräuterspätzle mit Blauschimmelkäse und knackigen Salatteller richtig gut schmecken.

Gut gesättigt aber eindeutig beschwerlicher geht es zurück zum Parkplatz, wo ich zufrieden in meinen Autositz sinke. Ein toller Tag geht zu Ende.

Tipp

Auf unserer Webseite finden Sie viele weitere Wanderrouten für die ganze Familie durch die Naturschutzgebiete rund um Chiemsee und Waginger See oder auf eine der zahlreichen Almen.


Datum: 17. September 2014 . Autor: Oswald Pehel . Kategorie: Ausflugsziele . Orte . Region . Waging am See . Wandern
Hinterlassen Sie einen Kommentar

Nach Absenden des Kontaktformulars erfolgt eine Verarbeitung der von Ihnen eingegebenen personenbezogenen Daten durch den datenschutzrechtlich Verantwortlichen zum Zweck der Bearbeitung Ihrer Anfrage auf Grundlage Ihrer durch das Absenden des Formulars erteilten Einwilligung. Weitere Informationen