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10 Gründe, warum man den Premiumwanderweg Gletscherblick Alpin in Reit im Winkl erlebt haben muss

Premiumwanderweg "Gletscherblick" in Reit im Winkl im Chiemgau
Andrea Obele

1. Weil der „Gletscherblick“ der erste alpine Premiumwanderweg mit Bestnoten ist

Einmaliger Blick auf den Kaiser in Reit im Winkl im Chiemgau

Einmaliger Blick auf den Kaiser

Der 2011 vom deutschen Wanderinstitut prämierte Premiumwanderweg Gletscherblick ist mit ganzen 92 (!) von 100 Erlebnis-Punkten einer der schönsten Wanderwege in Deutschland! Das „Deutsche Wandersiegel macht die Qualität eines Wanderweges messbar. Ein umfangreicher Kriterienkatalog ermöglicht es, die Stärken und Schwächen eines Wanderweges möglichst genau und objektiv zu erfassen – und so dem Wanderer echten Genuss zu garantieren, der beim Gletscherblick auf rund 12,7 Kilometer (520 Höhenmeter) geboten wird.  „Ein absolut herausragendes Ergebnis“, lobt das Wanderinstitut insbesondere die zu bestaunenden „Landschaftsbilder“, die überaus „romantische Wegeführung“ und die „wunderbaren Fernblicke“ des Premiumwanderweges Gletscherblick, der zudem nutzerfreundlich ausgeschildert und mit Sitzbänken und Tischen an geeigneten Plätzen absolut passend möbliert ist.

2. Weil eine Bergfahrt nur mit Allrad richtig Spaß macht

Wo andernorts Seilbahnen oder Gondeln die Wanderer Richtung Gipfel transportieren, befördert in Reit im Winkl das Fuhrunternehmen Dirnhofer die Gäste die ersten 500 Höhenmeter vom Tal zum Ausgangspunkt der Wanderung auf die sogenannte Hemmersuppenalm. Die Kleinbusse, ein jeder für sich eine Spezialanfertigung mit Allrad, bringen die Wanderer zur Hindenburghütte, die ebenfalls von der Familie Dirnhofer betrieben wird. Auf 1260 Meter Höhe bietet der idyllische Alpengasthof Hindenburghütte bayerisch-deftige Almschmankerl aus dem Holzofen und ein ganz besonderes Veranstaltungs-Programm: Regelmäßig finden Hüttenabende oder Almfeste auf der neuen Chiemseeblick-Terrasse statt, bei denen Wirt Günter Dirnhofer mit seinem berühmt-berüchtigten „Bergfex´n Trio“ musikalisch für gute Stimmung sorgt. Günter Dirnhofer hat nicht nur Musik im Blut, sondern mit seiner Baufirma auch tatkräftig mitgeholfen, dass der Premiumweg überhaupt entstehen konnte. Er zeichnet im Winter auch dafür verantwortlich, die Höhenloipe und den Premiumwinterwanderweg auf der Hemmersuppenalm zu spuren – wer also etwas über das Gebiet wissen möchte, der ist beim Dirnhofer an der richtigen Adresse.

3. Weil es Wanderschuhe kostenlos zum Testen gibt

Direkt an der Hindenburghütte befindet sich in einem extra Stadel ein LOWA-Testcenter. Dort hat jeder Wanderer oder Bergsteiger die Möglichkeit, verschiedene LOWA-Wander- und Outdoorschuhe kostenlos und ausgiebig zu testen. Für Erwachsene, aber auch für Kinder gibt es hier eine umfangreiche Auswahl an hochwertigen Modellen und beste Beratung dazu. Darüber hinaus erhält jeder Besucher wertvolle Informationen über LOWA-Händler im Umkreis sowie Tipps zur richtigen Anprobe und zur Pflege von Schuhen. Das umliegende Wandergebiet bietet zudem alle möglichen Terrains, die einem beim Wandern unter die Stiefel kommen können. Es ist also ideal zum Ausprobieren. Das Testcenter hat bis Oktober täglich von Dienstag bis Sonntag ab 9.30 Uhr geöffnet.

Die Annakapelle auf dem Premiumwanderweg "Gletscherblick" in Reit im Winkl im Chiemgau

Die Annakapelle auf dem Premiumwanderweg „Gletscherblick“

4. Weil einem der katholische Glauben, alte Schmugglerpfade und die Sagenwelt zu Füßen liegt

Ein perfekt komponiertes Wandererlebnis erwartet den Wanderer auf dem Premiumwanderweg Gletscherblick. Auf schmalen Wegen und ganz überwiegend natürlichem Untergrund führt diese abwechslungsreiche Tour über grüne Almwiesen und durch reizvolle Bergwälder, vorbei an talwärts plätschernden Bächen, zu grandiosen Fernsichten: im Süden die Gletscher der Hohen Tauern im Norden der Blick zum Chiemsee/Wendelstein, im Osten der Ausblick auf die Berchtesgadener Bergwelt. Es geht vorbei an der St. Anna Kapelle, die über den Kasern der Hemmersuppenalm thront, und am 26. Juli 1906 fertig gestellt wurde. Alljährlich wird an diesem Datum der Tag der Almbauern mit Gottesdienst begangen. Von hier aus geht es über weiche, moosbewachsene Bergwiesen hinein in lichten Bergwald. An einem „Marterl“ wird einem Holzfäller gedacht, der hier ums Leben kam. Denn aus den umliegenden Wäldern wurde das Holz für die Saline geschlagen und zu Tal gebracht – oft eine halsbrecherische Aufgabe. Weiter auf dem Steig nach oben kommt man zu einer Stelle, von der aus man auf die Seenplatte herabblicken kann. Um diesen Steig rankt sich eine Sage: Eine schwarze Äskulapnatter half einer jungen Sennerin, die tagaus, tagein ihren Knochenjob auf der Alm antrat. Die Schlange ließ ein goldenes Krönchen in ihre Milchschale fallen. So zu Wohlstand gekommen, konnte die vorher bettelarme Sennerin ihren geliebten Jungbauern aus dem Tal heiraten und dem Glück der beiden stand nichts mehr im Wege. Später trifft der Wanderer auf eine lange Schneise, die sich weit hinüber auf die anderen Bergrücken zieht. Dieser Weg war bei Schmugglern sehr beliebt und wer genau hinsieht, der erkennt mittendrin die Grenzsteine, die hier noch markieren, wo Deutschland aufhört und Österreich beginnt. Der Premiumwanderweg Gletscherblick ist nämlich eine Zweiländertour.

5. Weil hier nicht nur bayerische, sondern auch Tiroler Schmankerl den Gaumen erfreuen

Blick auf den Wilden Kaiser und das Straubinger Haus

Blick auf den Wilden Kaiser und das Straubingerhaus

Eben weil der Premiumwanderweg Gletscherblick eine Zweiländertour ist, sollte man sich auch „großen Hunger“ mit in den Rucksack packen. Denn wo die Hindenburghütte mit bayerisch deftigen Spezialitäten aus dem Holzofen aufwartet, gibt es im Straubingerhaus des DAV – übrigens mit prachtvollem Blick auf den Wilden Kaiser von seiner Terrasse aus – zünftige Tiroler Jausen, hausgemachte, g’schmackige Hauptgerichte und Kuchen. Beim Rückweg gibt es auf dem Sulzner Kaser frische Buttermilch – wer kann da schon nein sagen?

 6. Weil die Buchen hier in Großfamilien leben

Grüppchenbildung – so könnte man es nennen, was die Buchen hier oben, knapp vor der österreichischen Grenze, betreiben. Sie stehen nicht wie ihre dickstämmigen, mächtigen Kollegen im Tal einzeln auf ihrem Platz und recken die prachtvollen Kronen gen Himmel, sondern tummeln sich in engen Gruppen, feinstämmig und zierlich aneinander. Das ist ein Tribut an das harte Leben hier oben, wo Wind und Witterung voller Kraft auf die Bäume treffen. Die Buchen haben sich im „Familienverband“ angepasst, schützen sich gegenseitig und sind dank der dünnen, flexiblen Stämme viel elastischer.

Auch Alpakas bewohnen die Gegend um Reit im Winkl im Chiemgau

Auch Alpakas bewohnen die Gegend um Reit im Winkl

7. Weil nicht nur Rinder und Rösser, sondern auch Alpakas die Alm bewohnen

Rinderherden gehören zu einer bayerischen Alm wie der weiß-blaue Himmel, und immer mal wieder sieht man auch Pferde oder Ponys auf Almweiden grasen. Auf dem Plateau der Hemmersuppenalm, oberhalb der Hindenburghütte, präsentieren sich aber ganz andere, ungewöhnliche Gäste: Eine Alpakafamilie hat es sich hier oben gemütlich gemacht. Ihre Besitzer und Züchter, Martina und Klaus van Oepen, bieten auf Anfrage geführte Wanderungen, aber auch Produkte ihrer Alpakas an.

8. Weil man die Gelegenheit hat, Reit im Winkler Originale kennen zu lernen

Meistens sitzt mit Günther Dirnhofer der Chef und ein wichtiges Reit im Winkler Original selbst am Steuer des Kleinbusses, der die Gäste auf die Hemmersuppenalm bringt. Immer einen netten Spruch auf den Lippen und bei Bedarf auch handfeste Antworten, was das Wandergebiet betrifft, ist er ein guter Ansprechpartner. Weil er auch noch weiß, wie man mit Musik seine Gäste unterhält, ist seine Hindenburghütte immer einen Besuch Wert.

Ein Reit im Winkler Original: Sepp Haslberger, der Senior-Sepp

Ein Reit im Winkler Original: Sepp Haslberger, der Senior-Sepp

Viele Geschichten rund um Reit im Winkl, seine Wirte, Senner und Sennerinnen sowie den ein oder anderen Geheimtipp, was die Bergtouren betrifft, hat Sepp Haslberger auf den Lippen. Der ehemalige Lehrer steht den Gästen als rüstiger und lustiger Wanderführer zur Seite – im Sommer wie im Winter – und weiß, wo es die schönsten Ausblicke und die beste Einkehr gibt. Buchen kann man den Senior-Sepp über die Tourist-Info Reit im Winkl, für die er auch einmal die Woche feste, kostenlose Touren führt. So verwurzelt in die Region ist der Bergführer, dass seine Tochter auch schon in seine Fußstapfen tritt und ihr Wissen ebenfalls gerne mit den Gästen teilt.

9. Weil ein schriller Pfiff ein putziges Treffen verspricht

Beim Abstieg vom Straubinger Haus, wenn man den Wald verlässt und über eine Viehweide schon hinunter auf den Brunnen bei der Hemmersuppenalm blickt, sollte man besonders aufmerksam sein. Wenn man auch noch schrille Pfiffe vernimmt, sind sicher die „Mankein“ nicht weit. Das sind Murmeltiere, die hier in einer größeren Kolonie beheimatet sind. Nicht von Haus aus, manch Reit im Winkler vermutet, dass die ersten Exemplare ausgesetzt wurden. Trotzdem fühlen sich die „Zuagroasten“ hier pudelwohl und wer Glück hat, kann die possierlichen Tierchen beobachten, wie sie  – aufmerksam auf Findlingen hockend – nach Feinden Ausschau halten.

Die "Hemmersuppe" rund um die Hemmersuppenalm im Chiemgau

Die „Hemmersuppe“ rund um die Hemmersuppenalm

10. Weil schroffer Fels und weiches Moor selten so nah beieinander sind

Nein, keine Angst, beim Premiumwanderweg alpin muss man nicht über schroffes Gestein klettern, aber man kommt schon an so manchem Felsen vorbei – und beim Anblick des Wilden Kaisers wundert man sich nicht mehr, woher sein Name wohl kommt. Doch sowohl beim Aufstieg, als auch und um so mehr beim Abstieg streift man durch das moorige Gelände des Hochplateaus, das in sattem, berguntypischen Grün erstrahlt und nicht nur mit gelben Sumpfdotterblumen für frische Farbtupfer sorgt. Es ist das Gelände der Hemmersuppenalm. Der Name ist Programm: Die Pflanze, die ursächlich für die Bezeichnung ist, ist der „Weiße Germer“, auch „Hemmerwurzen“ oder einfach nur „Hemmer“ genannt. Der Hemmer ist giftig und wird vom Vieh gemieden. Viele moosige Stellen bilden dem Volksmund nach eine richtige „Suppe“, in der der „Hemmer“ besonders gut gedeiht, und so wurde  die „Hemmersuppenalm“ geboren. Mit ihren Mooren, Buckelwiesen und ihrem typischen Almcharakter gehört sie zu den reizvollsten Bereichen im Reit im Winkler Gemeindegebiet.

Tipp

Den alpinen Premiumwanderweg Gletscherblick kann man alleine oder bei einer geführten Wanderung erleben.

Hindenburghütte

Alpamayo Alpacas

Straubingerhaus


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