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Canyoning beginnt dort, wo wandern aufhört.

Datum: 23. Mai 2015 . Autor: Miss Chiemgau . Kategorie: Aktiv . Orte . Region . Übersee . Wandern . Wasser
Miss Chiemgau mitten im Canyon im Chiemgau
Miss Chiemgau

Residieren in der Luxus-Suite, schlafen im Zelt, jeden Tag zwei Gipfel erklimmen oder sich Zeit für Entspannung nehmen… jeder stellt sich seinen persönlichen Traumurlaub anders vor. Eines hätten allerdings alle gerne: grandioses Urlaubswetter. Doch wenn dieses im Sommer einmal ausbleibt, gibt es im Chiemgau trotzdem eine Menge zu erleben. Nass zu werden ist vor allem dann nicht schlimm, wenn man sowieso schon nass ist. Also rein in den Bikini und ab in das Erlebnis Canyoning.

So war es auch bei mir an diesem Wochenende. Die Wetterprognosen waren alles andere als optimal für eine Bergtour und da ich trotzdem nicht auf ein Outdoor Erlebnis verzichten wollte, rief ich bei „Parker Outdoor“ in Übersee an. Die Jungs und Mädels rund um den Inhaber Oliver Parker kümmern sich um Erlebnisse wie Kajaktouren, Floßbau, Bogenschießen, Klettersteig gehen und vieles mehr. Am Samstag gab es eine Canyoning-Tour und es waren noch Plätze frei. Da habe ich natürlich gleich zugeschlagen und bin wie ausgemacht am Samstag um 10 Uhr an der Outdoor Station von Parker Outdoor erschienen.

Unsere Miss Chiemgau mit Verstärkung von Parker Outdoor

Miss Chiemgau mit Verstärkung von Parker Outdoor

Dort warteten auch schon die beiden gut gelaunten Guides und nach einer kurzen Einführung machten wir uns auf den Weg in Richtung Hallein. Angekommen im Wiestal stieg die Spannung bei allen Teilnehmern zunehmend, während Christian und Michi das Material aus dem Hänger räumten. Jeder bekam Neoprensocken, eine Neoprenhose und eine warme Neoprenjacke. Schon alleine beim Anziehen entwickelte sich eine rege Gruppendynamik und der Spaßfaktor war nicht zu unterschätzen. Letztendlich gab es noch für jeden einen Klettergurt mit Rutsch-Schutz um den Hintern und einen Helm auf den Kopf. Dann konnte es losgehen.

Die Teilnehmer wurden in zwei kleinere Gruppen aufgeteilt und ich begab mich mit Christian und der ersten Gruppe über eine Leiter hinunter in die Almbachklamm. Ich hatte keine Ahnung, was mich dort erwartete und nach ein paar Metern über die Felsen am Bach entlang stand ich auch schon an der Felskante beim ersten Sprung. Puhhh…na dann mal los! Mit vier und sechs Metern waren die ersten Sprünge ins kalte Nass für jeden gut machbar. Das Wasser hatte ich mir deutlich kälter vorgestellt aber vielleicht lag es auch einfach daran, dass ich gefühlte sieben Schichten anhatte. Das Schwimmen war durch den Auftrieb des Neoprenanzugs auch ziemlich lustig und so sprangen, schwammen und gingen wir mit dem Wasser des Almbaches die Schlucht entlang. Ich hatte eine super lustige Truppe erwischt und wir hatten eine Menge Spaß, ermutigten uns gegenseitig beim ein oder anderen Sprung, applaudierten heftig, halfen uns aus dem Wasser und schupsten uns vielleicht auch gleich wieder rein. An manchen Stellen gab es die Möglichkeit, nach dem Sprung wieder nach oben zu laufen und direkt nochmal zu springen. Die Guides von Parker Outdoor gaben mir den Eindruck, bestens aufgehoben zu sein und jeder konnte sich nach Herzenslust austoben.

Man muss nicht immer ins kalte Nass springen, manchaml kann man auch reinrutschen!

Man muss nicht immer ins kalte Nass springen, manchmal kann man auch einfach reinrutschen!

Wer wollte, konnte häufiger Springen oder Rutschen und wer sich an einer bestimmten Stelle nicht heruntergetraut hat, wurde abgeseilt. Kein Druck, keine Hektik, die Stimmung war einfach toll! Christian hatte uns schon verraten, dass der höchste Sprung des Tages bei 14 Metern liegen wird. Das ging mir schon durch den Kopf, als ich an der Kante eines 9-Meter-Sprunges stand. Das war eigentlich auch schon ganz schön hoch. Und dann noch fünf Meter mehr…wow. Bei den neun Metern kamen einige dann schon sehr nahe an ihre Grenzen.

Eine Rutsche über einen kleinen Wasserfall und einige Meter schwimmen später standen wir dort oben, 14 Meter über dem Almbach. „Wer traut sich?“ war die Frage der Fragen. Die Schlucht war an dieser Stelle relativ schmal, die Felswand, auf der wir standen, war unter uns nach vorne gewölbt. Wer sich entschied zu springen, musste auch wirklich einen guten Satz nach vorne machen, um dann in das von einem kleinen Wasserfall aufgeschäumte Wasser einzutauchen. Auch die Coolsten und Abgebrühtesten unter uns wurden ganz schön leise. Die Überwindung war groß, sehr groß. Nichts desto trotz dachte ich mir, das haben auch schon genügend andere vor mir gemacht. Also kann es ja nicht so schlimm sein. Oder? Ich hab eine ganze Weile mit mir gerungen und es dann einfach getan. Augen zu und durch. Sekundenbruchteile nach dem Absprung habe ich mich gefragt, was ich da eigentlich mache. Und als meine Füße ins Wasser eintauchten und ich mich wieder gesammelt hatte, war es ein überwältigendes Gefühl.

Geschafft! - Adrenalin pur beim Canyoning im Chiemgau

Geschafft! – Adrenalin pur beim Canyoning im Chiemgau

Geschafft! Persönliche Grenzen überwunden! Der Blick nach oben, zurück auf die Klippe und Daumen hoch, das Zeichen, dass alles okay ist. Die Jungs oben jubelten und ich schwamm zu einem nahen Felsen und setzte mich darauf. Mein Körper platzte fast vor Adrenalin und Glücksgefühlen. Von dort konnte ich gut die anderen beobachten, wie jeder vor dem Absprung mit sich gerungen hat. Wer sich nicht von ganz oben hinunterstürzen wollte, konnte ein Stück weit tiefer auf einen kleinen Vorsprung gehen und von dort springen. Nachdem wir alle unten im Wasser wieder zusammen waren, ging es weiter. Schwimmen, gehen, rutschen und sogar ein Kopfsprung war drin.

Nach circa drei Stunden im Canyon sind wir am Ausstieg der Tour angekommen. Über einen kleinen Pfad haben wir uns durch das Unterholz nach oben zur Straße geschlagen und sind zurück zum Parkplatz gelaufen. Alle waren voller Erlebnisse und Eindrücke und jeder einzelne konnte stolz auf sich sein. Irgendwie fühlte ich mich erschöpft und aufgedreht zugleich. Beim Ausziehen der Neoprenteile dachte ich mir, dass es zwar meine erste Erfahrung mit Canyoning war…aber bestimmt nicht meine letzte!

 

Sprung in die Tiefe beim Canyoning im Chiemgau
Tipp

Jeder, der sich auch in das Abenteuer Canyoning stürzen möchte, kann dies vom 01. Mai bis 31. Oktober mit Parker Outdoor tun:
(Voraussetzungen: mindestens 12 Jahre alt und Schwimmer)

 

Parker Outdoor
Julius-Exter-Promenade 23
83236 Übersee am Chiemsee
Telefon: 08 642 / 59 55 650
Mobil: 0176 / 20 599 650


Datum: 23. Mai 2015 . Autor: Miss Chiemgau . Kategorie: Aktiv . Orte . Region . Übersee . Wandern . Wasser
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