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Das richtige Verhalten bei Sturmwarnung auf dem See

Das richtige Verhalten bei Sturmwarnung auf dem See
Raphaela Jakob

Was Seglern und Berufsschifffahrern – mehr oder weniger zwangsläufig lange – bekannt ist, kann Laien und Besucher auf dem Chiemsee durchaus überraschen: Gewitter und Starkregen, die sehr schnell über die Alpen brechen und den sonst so friedlichen See binnen Minuten in ein tosendes Gewässer verwandeln. Obwohl es sicherheitshalber – aufs gesamte Jahr gesehen – des Öfteren zu Sturmwarnungen kommt, passiert nur in den seltensten Fällen tatsächlich etwas.

Das richtige Verhalten bei Sturmwarnung auf dem See

Schönes Segelwetter am Chiemsee

Zwar bedarf es ganz genaues Hinsehen, aber rund um das Ufer des Chiemsees sind insgesamt 12 Sturmwarnleuchten angebracht, die beim Aufziehen eines Sturms eingeschaltet werden. Meist an markanten Stellen und Blickfängen wie großen Gebäuden oder den Inseln leuchten in unterschiedlichem Takt orangene Lampen auf – ähnlich dem Leuchtsignal eines Leuchtturms.

Bedeutung der zwei verschiedenen Signale

Generell müssen auf dem Chiemsee zwei Signale unterschieden werden: die sogenannte „Sturm-Vorwarnung“ und die „Sturmwarnung“.

Erstere ist eine Vorsichtsmeldung, bei der die Wassersportler darauf aufmerksam gemacht werden, die Wetterentwicklung sorgfältig zu verfolgen, also den Wolkenverlauf und den Himmel im Blick zu haben. Diese Vorsichtsmeldung wird in der Regel etwa eine Stunde vor dem möglich aufkommenden Sturm ausgelöst.

Handelt es sich bei dem Signal allerdings um eine Sturmwarnung, steht eine unmittelbare Sturmgefahr bevor. In diesem Fall werden Wassersportler veranlasst, unverzüglich alle Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um das Ufer oder eine andere windgeschützte Stelle zu erreichen.

Das richtige Verhalten bei Sturmwarnung auf dem See

Signallampen prophezeien Sturmwarnung

Erkennen einer Sturmwarnung

Ob es sich letztendlich um eine Sturmwarnung oder eine Sturm-Vorwarnung handelt, erkennt man an der Frequenz, in der die Lichter der Signalleuten aufblitzen. Liegt die Blitzfrequenz bei 40 Blitzen pro Sekunde, handelt es sich um eine Sturm-Vorwarnung; bei 90 Blitzen pro Sekunde um eine Sturmwarnung. Aber keine Sorge: Im Ernstfall stehen selbstverständlich Chiemseerettungsdienste wie die Wasserschutzpolizei oder die Wasserwacht zu Verfügung.

Die Ruhe nach dem Sturm

Ist der Sturm vorüber, erstrahlt der Chiemsee meist in einer noch viel schöneren Pracht. Traumhafte Sonnenuntergänge und eine tiefe, auf dem See liegende Ruhe sind die Folge. Dazu kommt die nach Regen riechende Luft… wunderbar!

Das richtige Verhalten bei Sturmwarnung auf dem See

Sonnenuntergang nach Sturm am Chiemsee

Surfen in der Chieminger Brandung
Tipp

Mit viel Glück lassen sich im wunderschönen Licht nach der Sturmwarnung die Kite-Surfer und Surfer beobachten. Diese nutzen jeden Wind um ihrer Passion nachzugehen. Eine G’schichte aus Chieming… .


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1 Kommentar
  1. Herr Kaleun sagt:

    40 Blitze pro Sekunde. Viel Spaß beim zählen 😉

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