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Winter-Spitzensport im Chiemgau

Isa von Liel

Der Chiemgau wird im Winter zu einem echten Hot-Spot für Spitzensportereignisse. Während bis zu 30.000 Fans ihre Favoriten bei den Biathlonwettkämpfen in der Chiemgau Arena bei Ruhpolding anfeuern, eifert die Weltelite im Eisschnelllauf in der Inzeller Max-Aicher-Arena um die Platzierungen. Die Grundlage für spannende Wettkämpfe am Eis liefert hier Eismeister Hubert Dufter, mit dem ich bei meinem Besuch in der Arena über seine Arbeit plaudern konnte. 

Die Meister des Eises

Hubert Dufters Arbeitsplatz: Die Max-Aicher-Arena in Inzell

In der Max-Aicher-Arena in Inzell treffen sich regelmäßig die besten Eisschnellläufer zu Weltcups, Weltmeisterschaften, Deutschen Meisterschaften oder internationalen Trainingslagern.

Eismeister Hubert Dufter erzählt über „seine“ Arena: „Zu den Einzelstrecken- Weltmeisterschaften 2011 haben wir die Halle gebaut. Vorher hatten wir hier eine Freifläche, die von Oktober bis Anfang März in Betrieb war. Aber für die ganz großen Events hat das nicht mehr getaugt. Die Eisbereitung im Freien ist viel aufwändiger, weil Schnee, Regen oder Laub auf das Eis fallen, zudem scheint die Sonne drauf.“

Geschichte des Eisschnellaufs in Inzell

Der Eisschnelllauf hat in Inzell eine lange Tradition

Der Eisschnelllauf hat in Inzell eine lange Tradition

Angefangen hat es mit dem Eisschnelllauf in Inzell noch viel früher. Bereits 1959 fand der erste Lehrgang der deutschen Eissport-Spitzenklasse auf dem Frillensee statt. 1960 wurden dort die bayerischen und die deutschen Meisterschaften im Eisschnelllauf ausgetragen.

Doch weil es in den Bergen im Winter gerne schneit und die Bedingungen auf einem Bergsee dadurch sehr schwierig waren, entschied man sich in Inzell, ein Natureisstadion zu bauen. Dieses wurde dann 1965 zu einem Kunsteisstadion umgebaut.

 

 

Perfektion bei Minusgraden

Wenn Hubert Dufter heute zu Beginn der Saison Eis in der Arena macht, dauert das eine ganze Woche. Allerdings sollte im Normalfall diese Basis die ganze Saison über halten. So fahren die Eismaschinen tagsüber mindestens einmal pro Stunde, um das Eis wieder zu glätten. „Meine Hauptaufgabe als Eismeister ist, die Eisqualität zu erhalten und das passende Eis für die einzelnen Disziplinen vorzuhalten. Beim Sprintrennen muss das Eis ‚weicher’ sein, als bei Langstreckenrennen, weil Sprinter mehr Grip brauchen. Langstreckenläufer bewegen sich geschmeidiger, weniger impulsiv, sie gleiten eher“, so der Inzeller.

inzell winter eisschnelllauf max aicher arena rennen 2 ©Inzeller Touristik www.inzell.de

Internationales Trainingsfeld in Inzell

Athleten aus verschiedenen Nationen trainieren in der Max-Aicher-Arena

Etwa 40 Wettkämpfe gibt es jedes Jahr in der Max-Aicher-Arena mit ihren 7.000 Zuschauerplätzen. Zudem trainieren die Teams der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft und viele andere Nationen schließen sich an, von Norwegern über Russen bis hin zu Italienern.

Während der Saison von September bis März ist die Halle eigentlich immer belegt. In den letzten Jahren gab es sogar Sommereis im Juli. Dann treffen sich viele Nationen, bevor es für die Sportler wieder zum Höhen- oder Krafttraining geht. Amateurläufer können täglich ein bis zwei Einheiten zwischen den Profi-Zeiten trainieren. Auf dem Eishockeyfeld besteht die Möglichkeit des Eislaufens für Jedermann.

Biathlon Weltcup in Ruhpolding

Der Biathlon-Massenstart in Ruhpolding ist ein Highlight jeder Saison

Der Biathlon-Massenstart in Ruhpolding ist ein Highlight jeder Saison

Schon 1979 war Ruhpolding Austragungsort einer Biathlon-Weltmeisterschaft. Zwar waren bei perfekten Bedingungen damals 26 Nationen am Start, aber zum Zuschauen kamen eher wenige Fans. Heute ist das anders. Wenn die besten Biathleten der Welt in der Chiemgau Arena, am Schießstand und in der Loipe um Medaillen kämpfen, jubeln rund 30.000 Menschen den Sportlern aus vielen Nationen zu.

Weltmeisterschaften oder Weltcups, Wettkämpfe oder Trainingsrunden: ein Ausflug in die Welt des Spitzensports zum Biathlon in Ruhpolding ist in jedem Fall spannend für Sportfans. Und wenn Sie genug vom Zuschauen haben, können Sie selbst in den Loipen Ihr Können testen.

 

Mehr zum Thema und, wie das schnellste Eis Europas entsteht, erklärt Ihnen Hubert Dufter in diesem Video:

 

Tipp

Das schnellste Eis Europas gibt es in Inzell. Im Eisstadion, der heutigen Max-Aicher-Arena, werden bereits seit den 80er Jahren regelmäßig Eisschnelllauf-Weltcups ausgetragen. Es wurden schon über 70 Weltrekorde aufgestellt. Natürlich kann man auf dem Eis selber Runden drehen oder eine Führung durch die Arena machen!


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