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Dem Grauen auf der Spur: der bayerische Krampus

Kramperl-Gruppe im Chiemgau
Karin Lange

In der Vorweihnachtszeit treiben seltsame Gestalten ihr Unwesen im Chiemgau. Eines dieser furchterregenden Wesen, auch Kramperl genannt, ist Stefan Bachmayr.

Das Leben als Krampus

Stephan Bachmayr verkleidet als Krampus im Chiemgau

Stephan Bachmayr verkleidet als Krampus

Wie vielen Menschen, so waren auch Stefan die Kramperl lange Zeit unheimlich. Seine Abneigung gegenüber ihnen hat er dadurch überwunden, dass er selbst zum Krampus wurde.
Stefan ist Mitglied im Hochbergpass Traunstein e.V.. Der Verein der im Februar 2010 gegründet wurde besteht derzeit aus ca. fünfzig Mitgliedern, auch fünfzehn Kinder sind mit dabei. Zweck des Vereins ist die Brauchtumspflege, insbesondere in der Vorweihnachtszeit. So begleiten die Krampusse den Heiligen Nikolaus, nehmen an Kramperlläufen teil und begeistern nicht nur im Chiemgau, sondern auch in Österreich und weiten Teilen Bayerns mit einer extra eingeübten Show. Diese wird im Vorfeld mühsam einstudiert und erprobt.
Auch auf Weihnachtsfeiern und Christkindlmärkten ist mit ihnen zu rechnen, da viele Veranstalter sie buchen. Laut Stefan beteiligt sich der Hochbergpass aktiv an circa zehn Veranstaltungen jährlich. So kann es sein, dass es mit der vorweihnachtlichen Romantik schnell vorbei ist…
Aber keine Angst, für gewöhnlich reicht es aus Respekt vor den gruseligen Gestalten zu haben.

Jede Maske ist ein Unikat

Bernhard Palfi beim Schnitzen der Krampus-Maske im Chiemgau

Bernhard Palfi beim Schnitzen einer Maske

Neben Birkenruten, Kuhglocken, Pferdeschweif und einem Fell, das bevorzugt aus Schaf- oder Ziegenfell besteht, liegt das Hauptaugenmerk der staunenden Betrachter sicherlich auf den Masken, die so manchen Zuschauer erschaudern lassen.
Stefan selbst besitzt drei unterschiedliche Holzmasken, jede davon ist ein Unikat.
Aus einem Block geschnitzt, dem Gesicht angepasst, mit Leder innen gefüttert werden diese dann mit echten Tierhörnern unterschiedlichster Anzahl, Art und Größe ausgestattet, mit Fell und Farbe ausdrucksstark gestaltet. Für derartige Masken muss man sehr schnell mehrere hundert Euro berappen.
Der erste Vorstand des Vereins Bernhard Palfi ist selbst Maskenschnitzer. Somit können die Kramperl ihre Wünsche bei der Gestaltung der Maske hervorragend mit einbringen.
Stefan: “Bernhard ist ein Meister seines Handwerks“.

Also nur Mut! Lassen Sie sich die Kramperl auf keinen Fall entgehen!

Weihnachtsmarkt Traunstein
Tipp

Lesen Sie mehr zum Thema Weihnachten im Chiemgau in unseren Adventsg’schichten.


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