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Die Chiemgauer Weihnachtsbäckerei: Kartoffellebkuchen

Judith Schmidhuber

Zur Weihnachtsbäckerei und Adventszeit gehören Lebkuchen. Auf dem Bauernhof gibt es eine saftige Variation – ohne Wartezeit. Resi Schmidhuber verrät den Vorteil von Kartoffellebkuchen.

Im Winter zeigt sich, wie gut die Landfrau ihren Haushalt im Griff hat. Denn der Vorratskeller muss jetzt voll sein. Und das bedeutet, dass in erster Linie Kartoffeln da sein müssen. „Früher hat ein jeder Bauer Kartoffeln angebaut. Bei uns daheim auch. Wir hatten damals ganze Felder“, erzählt Resi Schmidhuber. Heute gibt es im Chiemgau eine ganze Reihe Direktvermarkter, die Kartoffeln ab Feld anbieten. Der Vorrat der Kienberger Bäuerin stammt vom Hofladen der Familie Posch in Mögstetten bei Nussdorf.

Weihnachtsbäckerei mit Kartoffeln

Den Arm voller Kartoffeln bahnt sich Resi Schmidhuber den Weg über die Kellertreppe in die Küche. „Kartoffeln hat es im Winter immer schon reichlich gegeben. Deswegen kenn ich es nicht anders, als dass zur Weihnachtszeit Kartoffellebkuchen gebacken werden. Die werden gern gegessen, weil sie so saftig sind“, meint sie. „Meistens reichen sie nicht bis Weihnachten, dann muss ich nochmal welche backen.“ Der Vorteil an dem Knollen-Gebäck: Kartoffellebkuchen sind gleich weich, sie müssen nicht erst lagern, damit man sie verzehren kann, so wie es bei normalen Lebkuchen der Fall ist. Und sie sind schnell gemacht.

Die Kartoffellebkuchen sind gleich weich

Die Kartoffeln hat Resi Schmidhuber schon gekocht und gepresst. Mit den restlichen Zutaten mischt sie den Teig. „Zähflüssig muss er sein. Wenn er das nicht ist, streckt man ihn mit etwas Milch.“ Auf Oblaten setzt sie jeweils einen Klecks Teig – und nimmt dafür einen Eisportionierer zur Hilfe. „Das ist ein guter Tipp, dann werden sie alle gleich groß.200 Grad und 20 Minuten später macht sie große Augen: „Heute werden sie gscheid groß.“ Ob das an den Kartoffeln liegt? „Gut möglich.“ Die erste Ladung Lebkuchen lässt sie vom Blech gleiten und bestreicht sie mit dunkler Schokolade. Zum Schluss nimmt sie als Dekoration noch Mandelblätter. Abgekühlt richtet die Bäuerin ihre Kartoffellebkuchen in eine große Blechbüchse. „Verstecken werde ich sie trotzdem. Sonst essen sie die Männer ja alle auf einmal.

Resi Schmidhubers Kartoffellebkuchen (Rezept für 40 Stück)

  • 375g gekochte, gepresste Kartoffeln
  • 225 g Mehl
  • 1 ½ Päckchen Backpulver
  • 3 Eier
  • 250g gemahlene Nüsse
  • 2 TL Zimt
  • etwas Lebkuchengewürz½ EL Kakao
  • 50 g Zitronat
  • 50g Orangeat
  • etwas Milch
  • 40 Oblaten
  • Schokoglasur
  • Mandelblättchen
Tipp

In der letzten Ausgabe der Chiemgauer Weihnachtsbäckerei verrät uns Burgi Gschossmann aus Übersee alles über das Kletznbrot.


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