Traditioneller Pferdeumritt im Chiemgau: beim Michaeliritt in Inzell

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Pferdeumritte im Chiemgau




Wie in ganz Bayern wird auch im Chiemgau Tradition großgeschrieben. Zu den besonders traditionsträchtigen Veranstaltungen zählen unsere zahlreichen Pferdewallfahrten und -umritte.


AUFGRUND DER AKTUELLEN SITUATION, KANN NICHT GARANTIERT WERDEN DASS DIE VERANSTALTUNGEN STATTFINDEN. ES KANN ZU AUSFÄLLEN KOMMEN.
In ganz Bayern finden zu Ehren der Schutzpatrone Leonhard, Michael und Georg Wallfahrten mit festlich geschmückten Wägen und Pferden statt. Über das Jahr verteilt ziehen Ross und Reiter durch die Chiemgauer Ortschaften, deren Kirchen zumeist den entsprechenden Patronen geweiht sind. Die Termine der einzelnen Umritte finden sich auf dieser Seite:

Termine für die Pferdeumritte 2020

  • Sonntag, 5. April 2020: Georgiritt in Stein an der Traun | 14:00 Uhr
  • Sonntag, 26. April 2020: Georgiritt in Tittmoning | 14:00 Uhr
  • Sonntag, 5. September 2020: Georgiritt in Ruhpolding | 10:00 Uhr
  • Sonntag, 27. September 2020: Michaeliritt in Inzell | 13:30 Uhr
  • Sonntag, 25. Oktober 2020: Leonhardiritt in Grassau | 09:45 Uhr (nur bei schönem Wetter!)
  • Sonntag, 25. Oktober 2020: Leonhardiritt in Truchlaching | 13:00 Uhr - ABGESAGT!
  • Sonntag, 8. November 2020: Leonhardiritt in St. Leonhard am Wonneberg | 10:00 Uhr
  • Sonntag, 25. Oktober 2020: Leonhardiritt in Breitbrunn | 13:30 Uhr
  • Sonntag, 8. November 2020: Leonhardiritt in Pietzenkirchen (Gemeinde Riedering) | 13:00 (mitgeteiltes, voraussichtliches! Datum)
  • Sonntag, 8. November 2020: Leonhardiritt in Kirchweidach | 13:00 Uhr - voraussichtlich nur kleiner Umritt ohne Publikum!
  • Freitag, 6. November 2020: Leonhardiritt in Greimharting (Gemeinde Rimsting) | 09:00 Uhr

Georgiritt

Zu Georgi ritten die Bauern zu einer, dem Heiligen Georg geweihten Kirche, um dort ihre Pferde segnen zu lassen, so der Brauch. Auch heute noch finden die traditionellen Pferdewallfahrten statt - als Zeichen des Dankes oder um Schutz für Hof und Heim zu erbitten. Dabei sind es schon lang nicht mehr nur Bauern, die auf ihren Pferden durch die Ortschaften ziehen. Die Prozessionen werden begleitet von zahlreichen Reitergruppen aus dem Landkreis, von Pferdesportlern und -Besitzern.
Einer der schönsten und farbenprächtigsten kulturellen Veranstaltungen in Altbayern ist der Georgiritt in Traunstein. Dort reiten die „Peiferlbuben“ in ihren traditionellen Kostümen durch die Innenstadt Traunsteins bis hin zum Ettendorfer Kircherl. Im Rahmen eines feierlichen Ostermontagsgottesdienstes werden dort dann die Pferde gesegnet.

Schwerttanz

Vor und nach dem Ritt findet in Traunstein der historische Schwerttanz statt. Tänzer in traditionellen Landsknechts-Gewändern stellen einen spannenden Kampf zwischen Winter und Frühling dar. Die beiden „Wurstln“ verkörpern die Wintergeister und der rote Vortänzer den Frühling. Die „Wurstln“ müssen am Ende ihr (Bühnen-)Leben lassen. Der Frühling siegt und wird auf einer Plattform aus Schwertern triumphierend in die Höhe gehoben.

Leonhardiritt

Der Leonhardiritt ist zurückzuführen auf den Mönch Leonhard, der um das Jahr 500 in Frankreich lebte. Er galt ursprünglich als Schutzpatron der Gefangenen und somit als einer von vierzehn Nothelfern. Nach dem Tod von Leonhard, der als Abt eines Klosters in Noblac bei Limoges starb, wurde sein Grab zum Wallfahrtsort.
Heute gilt Leonhard als Patron des Viehs, insbesondere der Pferde. Ihm zu Ehren finden Anfang November die Leonhardiritte statt, bei denen mit Pferdegespannen zu einer ihm geweihten Kapelle gezogen wird.

Michaeliritt

Der Tradition des Michaeliritts liegt die des Leonhardiritts zu Grunde. Da sich der Zeitpunkt der Leonhardiritte zu spätherbstlichen Tagen als äußerst ungünstig erwies, verlegten die Gläubigen den Ritt kurzerhand auf den Namenstag des Heiligen Michael. Seit dieser Zeit sind Pferdeumritte bereits Ende September in den Kalendern der Chiemgauer zu finden - im Anschluss an die traditionelle Pferdewallfahrt verwandeln sich die Orte (deren Kirchen dem Heiligen Michael geweiht sind) - oftmals bei herrlichstem Spätsommersonnenschein - in Bauern- und Erntedank-Marktmeilen vor bunter Bergwaldkulisse.

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