Traditioneller Pferdeumritt, der Michaeliritt in Inzell.

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Pferdeumritte im Chiemgau




Wie in ganz Bayern wird auch im Chiemgau Tradition großgeschrieben. Eine dieser Traditionen sind die zahlreichen Pferdewallfahrten und -umritte.


Zu Ehren der Schutzpatronen Leonhard, Michael und Georg finden Wallfahrten mit festlich geschmückten Wägen und Pferden in verschiedenen Ortschaften statt. Häufig stehen dabei auch die den entsprechenden Patronen geweihten Kirchen im Mittelpunkt.

Termine für die Pferdeumritte 2018

  • Sonntag, 30. September 2018: Michaeliritt in Inzell 13.30 Uhr
  • Sonntag, 28. Oktober 2018: Leonhardiritt in Grassau 10.00 Uhr
  • Sonntag, 28. Oktober 2018: Leonhardiritt in Truchtlaching 14.00 Uhr
  • Sonntag, 28. Oktober 2018: Leonhardiritt in Breitbrunn 13.30 Uhr
  • Dienstag, 06. November 2018: Leonhardiritt in Greimharting (Gde. Rimsting) 09.00 Uhr
  • Sonntag, 04. November 2018: Leonhardiritt St. Leonhard a. Wonneberg 10.00 Uhr
  • Sonntag, 04. November 2018: Leonhardiritt in Übersee-Almau 09.30 Uhr
  • Sonntag, 04. November 2018: Leonhardiritt in Pietzenkirchen (Riedering) 13.00 Uhr
  • Sonntag, 04. November 2018: Leonhardiritt in Kirchweidach 13.00 Uhr

Georgiritt

Die Bauern ritten zu einer, dem Heiligen Georg geweihten Kirche, um ihre Pferde segnen zu lassen. Heute ist es ein Zeichen des Dankes und man bittet um Hütung des Gehöfts. Dabei sind es schon lang nicht mehr nur Bauern, die mitreiten, sondern auch zahlreiche Reitergruppen aus dem Landkreis, Pferdesportler und stolze Pferdebesitzer.
Einer der schönsten und farbenprächtigsten kulturellen Veranstaltungen in Altbayern ist der Georgiritt in Traunstein. Bestaunen Sie sogenannte „Peiferlbuben“ in traditionellen Kostümen durch die Stadt Traunsteins reiten bis hin zur Ettendorfer Kirche. Im Rahmen eines Gottesdienstes werden anschließend die Pferde gesegnet. Dieser Ritt findet jedes Jahr am Ostermontag statt.

Schwerttanz

Vor und nach dem Ritt findet in Traunstein der historische Schwerttanz statt. Tänzer in traditionellen Landsknechts-Gewändern stellen einen spannenden Kampf zwischen Winter und Frühling dar. Die beiden „Wurstln“ verkörpern die Wintergeister und der rote Vortänzer den Frühling. Die „Wurstln“ werden am Ende symbolisch umgebracht und der Frühling wird auf einer Plattform aus Schwertern triumphierend in die Höhe gehoben.

Leonhardiritt

Der Leonhardiritt hat seinen Ursprung bei dem Mönch Leonhard, der um das Jahr 500 in Frankreich lebte. Er galt ursprünglich als Schutzpatron der Gefangenen und war einer der 14 Nothelfer. Er setzte sich für viele Gefangene ein, die dadurch in Freiheit kommen konnten. Nach dem Tod von Leonhard, der als Abt eines Klosters in Noblac bei Limoges starb, wurde sein Grab zum Wallfahrtsort.
Heute gilt Leonhard als Patron des Viehs, insbesondere der Pferde, und wird jährlich durch den Leonhardiritt geschätzt und verehrt. Dabei wird mit Pferdegespannen zu einer Leonhardikapelle gezogen.

Michaeliritt

Der Tradition des Michaeliritts zu Ehren des gleichnamigen Heiligen liegt dem Leonhardiritt zu Grunde. Da sich der Zeitpunkt der Leonhardiritte zu spätherbstlichen Tagen als äußerst ungünstig erwies, verlegt man kurzerhand den Ritt auf den Namenstag des Heiligen Michael. Er gilt als Schutzpatron der Pfarrkirche. Dadurch konnte die Pferdewallfahrt auch wunderbar mit dem Michaelitag, einem Bauernfeiertag mit Markttreiben, verknüpft werden.

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