SalzAlpenTour - Rauschberg
Wandertour

SalzAlpenTour – Ruhpolding – Rauschberg-Kienberg Bergkunsttour Wanderparkplatz Schmelz  –  Fahrriesbodenkapelle – Knappensteig – Streicher –  Kienberg –  Vorderer Rauschberg  – Rauschberglahner – Fahrriesbodenkapelle Ausgangspunkt


Sportliche Bergtour mit für Kulturinteressierte: Bergwerksleben, doppelter Gipfelsturm und Kunstgenuss inklusive! Die SalzAlpenTour – Ruhpolding – Rauschberg – Kienberg hat vieles, was man auf einer „normalen“ Bergtour nicht geboten bekommt: Zunächst taucht der Wanderer tief ein in die Geschichte des 400-jährigen Bergbaus am Rauschberg, um dann – nach einem doppelten Gipfelsturm auf Streicher (1594 m) und Vorderen Rauschberg (1645 m) – noch mit ausgezeichneter und sehenswerter Kunst am Berg überrascht zu werden. Kultur und Bergerlebnis liegen hier so eng beieinander, dass man fast vergisst, die fantastischen Aussichten von beiden Gipfeln zu erwähnen. Die Wege der knapp 17 Kilometer langen und mit 1500 Höhenmeter Aufstieg recht fordernden Tour führen über Forststraßen, Waldpfade und Steige. Der Abstieg der SalzAlpenTour – Ruhpolding – Rauschberg – Kienberg ist nur für Geübte zu empfehlen, weil teils ausgesetzt und mit Drahtseilen versichert. Schon der Startpunkt der SalzAlpenTour – Ruhpolding – Rauschberg – Kienberg hat an Tradition einiges aufzuwarten: Das Gasthaus Schmelz war in „aktiven“ Zeiten des Bergwerks das Amtsgebäude des Betriebes, und so ist hier noch eine kleine, schmucke Kapelle zu finden, um die sich Altwirt Franz Kessler sen. als „Mesner“ mit viel Herzblut kümmert. Bergknappen errichteten Anfang des 17. Jahrhunderts diese Kapelle und widmeten sie der „Heiligen Barbara", der Schutzpatronin der Bergleute. Nachdem wir dieses Schmuckstück bewundert haben, wandern wir vom Wanderparkplatz Schmelz aus kurz an der B 305 entlang, um dann links in einen Karrenweg durch hellen  Mischwald einzubiegen.  Kurz darauf treffen wir am Fahrriesboden schon auf die zweite Knappenkapelle (854 m). Einen ganz besonderen Kraftort fühlen nicht nur  die Einheimischen auf der idyllischen Lichtung, auf der die kleine Kapelle zu finden ist. Von hier wandern wir links weiter den steiler werdenden, wild-romantischen Knappensteig hinauf. Es geht über Holzstufen, an mit Drahtseil versicherten Passagen entlang auch über rutschige Felsplatten, Stock und Stein. Schließlich erreichen wir die „Sandreissen“, ein weiteres Relikt des Bergbaus. Dieses weiß strahlende Schuttfeld, das sich ganz plötzlich nach einer Kurve für den Wanderer öffnet, entstand durch das im Bergwerk abgebaute Gestein. Hier am Rauschberg lag die bedeutendste Blei- und Zinklagerstätte im bayerischen Alpenraum. „Galmei“ wurde das gewonnene Zinkcarbonat damals genannt, und der Abbau des Produktes war schwer und gefährlich. Die Eingänge der langen Stollen, die den Rauschberg durchziehen, wurden übrigens fast vollständig gesprengt, um unbefugten Zutritt zu verhindern. Weiter geht es über teils hohe Felsstufen, durch Latschenfelder und durch den Kessel der sogenannten Schneegrube. In engen Serpentinen erreicht der Wanderer schließlich einen Sattel, an dem er sich rechts hält und etwa zehn Minuten darauf die erste Rast am Gipfel des Inzeller Kienberges, dem Streicher (1594 m), einlegen kann. Von seinem weitläufigen Plateau aus beeindruckt die herrliche Aussicht ins Tal und die Berchtesgadener Alpen, das Kaisergebirge und die Loferer Steinberge. Wir lösen uns von der Stille unseres ersten Gipfels, gehen zur Kuppe zurück und wandern über die Hochalm auf Wiesenpfaden rechts in Richtung Kienbergalm (1423 m) weiter. Diese gehört zum Ruhpoldinger Aschenauerhof und ist bewirtschaftet. Die SalzAlpenTour – Ruhpolding – Rauschberg-Kienberg führt uns nun weiter auf einer Forststraße Richtung Vorderer Rauschberg. An weiteren, idyllischen Almhütten vorbei bereiten wir uns auf den zweiten Gipfelsturm, den sehr steilen Anstieg zum Vorderen Rauschberg vor. Am Gipfel des Vorderen Rauschberges (1645 m) findet man nicht nur das in der Bergwelt übliche Gipfelkreuz mit grandiosem Ausblick auf den Chiemsee und die umliegenden Ausläufer der nördlichen Kalkalpen, sondern auch eine einzigartige Kunstmeile des heimischen Künstlers Walter Angerer des Jüngeren. Neben Zauberbäumen kann man am Gasthaus Porträts der berühmten Bergsteiger Reinhold Messner und der Huber Buam in der Angerer-typischen Frasbildtechnik betrachten. Nicht zu übersehen ist die riesige „Hand Adams“, die sich imposant gen Himmel streckt und Richtung Rom ausgerichtet ist. „Wer die Hand hier heroben sieht, der weiß – aha, in dieser Richtung liegt Rom“, so Walter Angerer d. J. dazu, der diese Skulptur als überdimensionalen, transparenten Wegweiser zu Gott versteht. Zwei Tonnen verzinktes Eisen wurden für das Kunstwerk mit dem Laser ausgeschnitten, mit dem Hubschrauber an diese Stelle gebracht, vierfach verankert und vor Ort miteinander verschweißt. Nicht nur „Fras“- sondern auch „Flugkunst“ bietet sich einem hier oben, wenn die Thermik gut ist: Viele bunte Gleitschirmflieger und Paraglider lassen sich dann vom Rauschberg in die Wolken treiben und genießen es, wie „vogelfrei“ zu sein. Auf den Wanderer wartet dagegen noch der weite Abstieg, der in der angegebenen Routenführung nur Geübten empfohlen wird. Zunächst geht es ein Stück des Aufstiegsweges vom Gipfel zurück und dann, den Wegweisern folgend, rechts ab. Über eine Almwiese geht es zu einem leerstehenden Häuschen, hier links über die Almwiese weiter.  Der Wanderer quert zweimal die Forststraße und darf dann, rechts vor einer scharfen Linkskurve, den etwas versteckten Steig mit der Beschilderung „Nur für Geübte" nicht übersehen. Es geht nun einen engen Steig in steilen und schmalen Serpentinen auf der Südwestseite des Vorderen Rauschberges bergab. In ausgesetztem und teils versichertem Gelände wandert man durch herrlich lichten Hangwald und später über die typischen Schuttkegel des Berges. Immer wieder sollte man Halt machen und die tollen Aussichten ins Tal genießen. Schließlich geht es unterhalb der im Jahr 1953 erbauten Rauschbergbahn hindurch und weiter über eine breite Forststraße durch den Wald am Fuße des Rauschberges und des Streichers entlang. Den Wegweisern folgt man über Rauschberglahner, Rossgasse und Pointergraben dem Weg zurück wieder Richtung Fahrriesbodenkapelle und zum Ausgangspunkt. Tipps: Die sportliche SalzAlpenTour – Ruhpolding – Rauschberg Kienberg fordert Kondition und Übung. Sie kann aber auch verkürzt werden, indem man das Auto bei der Talstation der Rauschbergbahn parkt und mit dem praktischen Bus (RVO Linie 9506) von der nah gelegenen Bushaltestelle „Ortnerhof/Campingplatz“ bis nach Schmelz fährt. Weniger Geübte können den schweren Steig beim Abstieg umgehen, wenn sie nicht in den Steig einbiegen, sondern über die Forststraße und den Sackgraben weiter Richtung Talstation der Rauschbergbahn absteigen. Wer auf den Abstieg komplett verzichten möchte, wählt die Variante 1 (mit dem Bus nach Schmelz) und fährt dann vom Gipfel des Vorderen Rauschberges mit der Seilbahn zurück zum geparkten Auto. Einkehrmöglichkeiten erfahren Sie vor Ort bei der Tourist-Information Ruhpolding (Tel. +49 8663 / 88060)

  • Rundweg

Ort
Wanderparkplatz Schmelz

Startpunkt
n.a.

Distanz
16,4 km

Dauer in Stunden
07:46

Höhenmeter aufsteigend
1304

Höhenmeter absteigend
1171

Niedrigster Punkt in Meter
742

Höchster Punkt in Meter
1623

Schwierigkeit
mittel

Empfohlene Jahreszeiten für diese Tour


  1. April
  2. Mai
  3. Juni
  4. Juli
  5. August
  6. September
  7. Oktober
SalzAlpenTour

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