Huskies und Bayern sind die idealen Gespanne beim Schlittenhunderennen in Inzell.

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Schlittenhunderennen:
Der Musher von Inzell
Bayern und Schlittenhunde sind das ideale Gespann

Hunde und Bayern haben nicht nur viel gemeinsam, sie sind auch das ideale Gespann für Schlittenhunderennen. Warum? Das kannst jedes Jahr aufs Neue beim Schlittenhunderennen in Inzell live miterleben: Diesen Winter findet das Rennen vom 1. bis 3. Februar statt. Wolfgang Fehringer, ein Inzeller Urgestein und Musher, also Lenker eines Hundeschlittens, erzählt, was das Besondere an einem Leben mit Huskies in Bayern ist.

Bayern und Huskies: Wie Topf und Deckel


Was haben Schlittenhunde und Bayern gemeinsam? Beide stehen für gelebte Tradition, denn schon seit Jahrtausenden unterstützen Hunde ihre Herrchen und Frauchen beim Hüten, Jagen oder Reisen auf dem Hundeschlitten. Der Hund ist verwurzelt und dabei gesellig. Er liebt sein Rudel, so wie der Bayer seine Familie und seine Heimat liebt. Kein Wunder: Gibt es hier doch von den Alpen, über die sanften Ausläufer der Berge bis hin zu weiten Ebenen und einzigartigen Seenlandschaften alles, was die Natur zu bieten hat. Sowohl Hunde als auch Bayern genießen es, sich in der Natur auszupowern. Am liebsten nicht allein, sondern mit guten Freunden, oder eben den Hundekollegen. Bringt man nun Bayern und Hunde zusammen, entsteht etwas Besonderes: So wie das Schlittenhunderennen in Inzell

Beim Schlittenhunderennen müssen Musher (der Lenker des Schlittens) und Hunde eine homogene Einheit bilden.

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Ohne Team kein Schlittenhunderennen: Aus eins mach sechs


Keiner kennt das Rennen besser als Wolfgang Fehringer. Er ist schon fast eine Musher-Legende im Chiemgau. "Wenn niemand Angst vor Hunden hat, dann mache ich jetzt die Tür auf", sagt Wolfgang Fehringer und öffnet die Küchentür. Schon laufen sechs Huskys zur Begrüßung ins Wohnzimmer. "Eigentlich gehören die Hunde nicht ins Haus", schmunzelt der Musher. Seine Frau Christa hat sich aber durchgesetzt und so dürfen Yukon, Damon, Flash, Geronimo, Hally Berry und Zoey die Vorzüge eines bayrischen Eigenheims genießen. Erst mal müssen jetzt alle Hunde ordentlich geschmust werden. Auch das haben die Hunde mit den Bayern gemeinsam. 

Seit jeher sind Huskies unentbehrliche Arbeitstiere der sibirischen Nomadenvölker wie den Tschuktschen im hohen Norden.

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Gemeinsam statt einsam


Auf die Hunderasse Siberian Husky kamen Wolfgang und Christa Fehringer auf der Suche nach einem sportlichen, ausdauernden Hund. Er sollte all ihre Berg- und Radtouren mühelos mitmachen können. Dafür sind die Siberian Huskys ideal geeignet, sind sie doch schon jahrhundertelang unentbehrliche Arbeitstiere der sibirischen Nomadenvölker wie den Tschuktschen im hohen Norden. Der erste treue Begleiter der Fehringers heulte aber ununterbrochen, wenn niemand Zuhause war. Die Lösung war schnell gefunden: ein zweiter Hund! Ruhe war damit zwar eingekehrt, aber das Rudel noch nicht komplett. Einmal auf den Hund gekommen, zogen vier weitere Huskys bei den Chiemgauern ein. Damit war es allerdings mit der Ruhe wieder vorbei.  

Schlittenhunderennen in Inzell

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Schlittenhunde in Inzell: Laufen, laufen, laufen


Ein Husky will ausgepowert werden. Er hat den unbändigen Willen, zu laufen – egal wie kalt es draußen ist. Deswegen entdeckte Familie Fehringer mit ihrem Hunderudel bald den Hundeschlittensport. Trainiert wird ab Herbst. Im Sommer sind selbst Huskys ein bisschen faul, weil es ihnen hier einfach viel zu heiß ist. Wird es aber kühler, erwachen die Hunde zum Leben. Jetzt ist Wolfgang Fehringer als Rudelführer gefragt! Er muss mit dem Training beginnen, bevor sich die Hunde ihre eigene Beschäftigung suchen. Dazu gehören Löcher buddeln oder Möbelstücke annagen. Bis zum ersten Schnee ziehen die Hunde einen Wagen mit vier Rädern durch den Wald. Zu Beginn schaffen die Zugtiere drei, vier Kilometer an zwei bis drei Tagen in der Woche. Langsam wird die Streckenlänge gesteigert, bis Hunde und Musher fit für die Rennsaison sind. 

Alle Pokale eingeheimst, aber am schönsten ist es „dahoam“ im Chiemgau


Wolfgang Fehringer hat mit seinem Hunderudel schon den Deutschen und Bayerischen Meister eingefahren. Heute ist es ein bisschen ruhiger rund um die Fehringer Fellnasen geworden. Umso schöner ist es für den Musher, dass es auch ein Rennen zu Hause, auf bairisch „dahoam“, gibt. Vor zehn Jahren wurde das erste Mal in Inzell gestartet: damals im noch nicht überdachten Eisstadion, heute beim Veranstaltungsgelände des Camping Lindlbauer. Neben Deutschen sind auch Österreicher, Franzosen, Italiener, Tschechen und Polen am Start. Mit über 140 Teams und mehr als 1.000 Hunden machen sie für einige Tage Inzell unsicher. Für sie geht es unter anderem um die Internationale Bayerische Meisterschaft in Sprint sowie ein Mitteldistanz-Rennen. Gemeinsam laufen sie auf gewalzten Skating-Loipen zwischen sechs und 25 Kilometer

Der Musher, der Lenker des Hundeschlittens, zeigt seinen Hunden mit Rufzeichen an, in welche Richtung sie laufen sollen

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Das Team muss stimmen – oder die Landschaft


Zwar geht es Wolfgang Fehringer heute nicht mehr unbedingt ums Gewinnen, die Tipps und Tricks für den Sieg kennt er aber noch: „Man braucht ein homogenes Team! Die Hunde müssen den gleichen Schritt und die gleiche Ausdauer haben“, so der Experte. Übrigens: Auch ein Team aus Pudeln nahm schon mal am Iditarod, dem längsten Schlittenhunderennen der Welt, teil. Da das Pudelfell der Witterung aber nicht gewachsen war, schied das Rudel nach zwei Tagen aus. 

6 Hunde + 1 Couch = Pures Glück


Den Huskies ist die Witterung genauso egal, wie das gewinnen. Hauptsache, sie dürfen laufen!     Der Husky ist eben als Arbeitshund gezüchtet. Spazieren allein ist ihm nicht genug, das liegt in seinen Instinkten. Nach dem Laufen sind sie zwar k.o., aber glücklich! Denn, so Wolfgang Fehringer, „arm ist der Husky nur, wenn er nicht laufen kann.“ Das Kuscheln kommt im Hause Fehringer natürlich auch nicht zu kurz. Nach getaner Arbeit ist der Husky genauso verschmust wie seine Artgenossen: Kein Platz ist am Abend schöner als der neben Frauchen und Herrchen auf der Couch. Zu acht wird das zwar schon manchmal ein bisschen eng, aber wie sagt der Bayer so schön: „Basst scho!

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