Skulpturenwanderung am Obinger See im Chiemgau mit Inge Graichen.

© Chiemgau Tourismus e.V.

Skulpturenwanderung am Obinger See im Chiemgau.

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Skulpturenwanderung
in Obing am See

Unsere beschauliche Fahrt mit dem LEO ist zum Glück noch nicht das Ende unseres feinen Herbstausflugs. Die Lokomotive bringt uns direkt an jenen Ort, an dem unser nächstes Tages-Highlight startet: Die Skulpturenwanderung mit Inge Graichen.


Mit derselben Begeisterung, mit der uns Franz soeben hierher chauffiert hat, steuert sie mit uns auf die Kunstwerke in Obing am See zu. Die sechs Teilnehmer schmökern schon gespannt in der Broschüre.

20 Jahre Kunst am See

Der Obinger Skulpturenweg hat mit der Lokalbahn LEO gemeinsam, dass auch er bald ein Jubiläum begeht. 2019 sind es 20 Jahre, dass die zeitgenössischen Kunstobjekte, die hauptsächlich von südostbayerischen Bildhauern erbaut wurden, den Rundweg zieren. Die Idee dahinter ist, dass Kunst nicht etwas sein soll, das sich nur für Freunde der Hochkultur hinter Galerietüren verbirgt, sondern etwas, zu dem jeder Mensch im öffentlichen Raum Zugang hat: Kunst in der Landschaft!

Inge Graichen bei der geführten Skulpturenwanderung in Obing im Chiemgau.

© Chiemgau Tourismus e.V.

Wenn Skulpturen zum Leben erweckt werden


Was die spannenden Skulpturen, die oftmals mit organischen Materialien wie rostigem Eisen und Holz gefertigt sind, für uns als Gruppe lebendig macht, sind die Geschichten über die lokalen Bildhauer und deren Gedanken dazu. Inge Graichen kennt sie alle und sie weiß sie auf lustige Weise zu vermitteln – zu unser aller Vergnügen.

Verdiente Einkehr nach einem vielfältigen Ausflugstag

Nun heißt es nur noch entscheiden, welche der netten Gaststätten im Ort wir für eine köstliche Mahlzeit aufsuchen. Denn ohne uns wirklich angestrengt zu haben, haben wir uns doch einen anständigen Hunger erwandert. „Zum Glück ist Obing gesegnet mit guten Gasthäusern“, sagt Inge – wir glauben ihr gerne und „folgen ihr aufs Wort“.

Skulpturenwanderweg am Obinger See im Chiemgau.

© Chiemgau Tourismus e.V.

Vielfältige Stationen in der Natur


Nachdem wir einige hundert Meter durch den hübschen Ort und dann entlang von Schilffeldern in Richtung See marschiert sind, empfängt uns die erste Skulptur „Fragmento“ von Karl Weibel, die eine für Babylons Geschichte prägende Torfschicht in Szene setzt. Besser gesagt: gesetzt hat. „Hier sieht man wunderbar die Verschmelzung von Kunst und Natur und generell die Vergänglichkeit. Die Natur hat sich den Platz schon wieder ziemlich zurück erobert“, sagt Inge und zwinkert vergnügt.

Ernst bis humoristisch

Das Schöne an der Führung ist neben dem Seepromenaden-Setting der Abwechslungsreichtum der Kunstwerke. Von ernsten Themen wie der Symbolisierung des Universums bis hin zu welchen mit Augenzwinkern ist alles dabei. Der Rundweg lebt von der Unterschiedlichkeit der Künstler.

FACTBOX zum geführten Skulpturenrundweg


  • Ab Mai 2019 hat man wieder die Chance, die Werke mit einer Expertin zu betrachten und zu analysieren!
  • Jährlich von Mai bis September: jeden letzten Sonntag im Monat
  • Dauer: 1,5 Stunden (reine Gehzeit: 40 Minuten)
  • Teilnahmegebühr (Erwachsene): 2,50 Euro
  • Mindesteilnehmerzahl: 2 Personen
  • Maximalteilnehmerzahl: 20 Personen
Skulpturen am Obinger See im Chiemgau

© Chiemgau Tourismus e.V.

Schaffner Mathias vor der LEO (Lokalbahn Bad Endorf Obing) am Bahnhof Bad Endorf.
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LEO & die Skulpturen


Zuerst mit der Nostalgiebahn fahren, dann Kunst am See

Die Lokalbahn Bad Endorf – Obing, kurz LEO, ist mittlerweile eine sehr alte Dame. Ihren Sage und Schreibe 110. Geburtstag feierte sie am 15. Oktober 2018 und zuckelt nach wie vor munter vor sich hin. Warum es sich mehr als ausgezahlt hat, den Traditionszug mit der Streckennummer 5705 zu retten, durften wir an einem goldenen Altweibersommertag hautnah als Fahrgäste erleben. Nachdem uns LEO nach Obing chauffiert hatte, kamen wir auch noch in den Genuss der Skulpturenwanderung am See: Kunst & Sonnenspaziergang – verträgt sich prächtig!

Zur Nostalgiebahn