Staudach-Egerndach Ortsgeschichte

Im 10. Jahrhundert entstand aufgrund ständiger Ungarneinfälle auf einem Höhenrücken die Burg Hohenstein und am Fuße davon eine Siedlung, das spätere Staudach-Egerndach. 1150 wird „Studahe“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Name weißt auf einen größeren Wasserlauf hin – die heutige Tiroler Achen als westliche Grenze. 1275 wwurde unter Herzog Heinrich VIII. das Pfleggericht Marquartstein mit der 1075 erbauten Burg eingerichtet. Es bestand bis 1803. 1850 gründete Adolf Kroher die erste Zementfabrik in Staudach, die mit dem neu erfundenen Betondachziegel weithin Bekanntheit erlangt hat und bis 1930 bestand. 1870 kam eine zweite Zementfabrik dazu, die schnell bindenden Beton für Ornamentzwecke produziert hat. Der Bahnanschluss 1884 sicherte die Rentabilität. 1949 wurde die Gemeinde Egerndach zu Staudach-Egerndach, die seit 1978 eine Verwaltungsgemeinschaft mit Marquartstein bildet.