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Angela Maier auf der Weide beim Wimmerhof in Inzell
© Chiemgau Tourismus e.V.

Tierisch gute Erholung in Inzell im Chiemgau

Datum: 30.04.2021
Von: Julia Schwaiger - Sportalpen GmbH

Für ein paar Sekunden schließe ich einfach die Augen und erspüre die Ruhe in meiner Umgebung. Als ich sie wieder öffne, blicke ich auf den schönen Rauschberg und staune über das malerische Panorama, das sich vor mir auftut. Hinter mir kichern ein paar Kinder in schlammbespritzten Gummistiefeln. Vor wenigen Minuten bin ich am Wimmerhof in Inzell angekommen, wo Angela und Stephan Maier ‚Urlaub am Bauernhof‘ anbieten. Heute stellen sie mir ihren Hof und die Ideen hinter dieser Art von Gastgeberschaft vor.

Kleine Kälber als Begrüßungskomitee

Gerade noch mit dem Ausblick auf die Chiemgauer Bergwelt beschäftigt, stehe ich unversehens im Kuhstall, wo Angelas jüngerer Sohn gerade die Kälber füttert. Das kleinste und dunkelste von allen kommt sofort angetrabt. „Das ist Lukas’ Kalb Leni“, klärt mich Angela auf. Momentan seien die Kälber ein bisschen „beleidigt“, erfahre ich. Ihre Milchration wird nämlich gerade von zweimal täglich auf einmal täglich umgestellt.

Junge im Stall bei den Kühen
© Chiemgau Tourismus e.V.

Tierwohl an vorderster Stelle

Angela Maier kümmert sich zusammen mit ihrem Mann Stephan täglich um 40 Rinder, die sie im Schnitt zweieinhalb Jahre lang am Wimmerhof, einem Jungviehbetrieb, aufziehen. Außerdem leben am Hof zehn Hühner, ein Gockel, zwei Hasen, die Katze „Flash“ und der Berner Sennenhund „Blasi“.

„Ein gemeinsamer Wert, den wir Urlaub-am-Bauernhof-Betriebe im Chiemgau teilen, ist, dass es uns allen immens wichtig ist, dass es den Tieren gut geht. Den Sommer verbringen sie auf der Weide, sie haben eine schöne Aufstallung, eigenes Heu und bekommen im Sommer Frischfutter.“ Während sie erzählt, tätschelt die Landwirtin den Kopf eines der Kälber. Es sieht gar nicht mehr so beleidigt aus.

Im Urlaub zur Familie gehören

Immer wieder schaut ein Urlaubsgast zur Stalltüre herein oder läuft im Sportoutfit los, um eine der schönen Wander- und Laufrouten, die direkt beim Hof starten, zu erkunden. Jedes Mal plaudern sie kurz mit Angela, fragen nach dem Befinden der Familie, als wären sie alte Freunde. „Wenn die Gäste merken, dass man quasi sein Zuhause mit ihnen teilt, dann entsteht schon eine besondere Verbundenheit, die sie zu schätzen wissen. Und für uns ist es auch eine Wertschätzung, dass manche jeden Sommer wiederkommen“, erklärt die Landwirtin.

Gastgeber als Jahreskreislauf-Botschafter

Die Maiers sehen sich gegenüber den Gästen auch als Botschafter des Jahreskreislaufs. Denn wo erfährt man besser als auf einem Bauernhof, was das ganze Jahr über zu tun ist, wenn Mensch und Natur in enger Beziehung stehen? „Ich genieße es, mit den Leuten im Gespräch zu sein. Es ist ein Wahnsinn, was sie alles wissen wollen – auch die Erwachsenen.“ Hier ein paar Beispiele, was Urlaubende über die laufenden Vorgänge am Hof mitbekommen:

  • Tierversorgung während der Saisonen
  • Heuernte
  • Futter machen: Unterschied zwischen Heu, Silo und Stroh und deren Einsatzbereich
  • Mist- und Güllefahren
  • Kinder-Aktivitäten: mit dem Traktor mitfahren, Eier suchen, Heu einfüttern

„Wir sind richtig verbunden mit dem Ort. Das taugt den Leuten, dass wir eine Ahnung haben von der Region, den Brauchtümern und kulturellen Events: Trachtenfeste, Musikvereine, Ziehharmonika-Veranstaltungen – wir und viele unserer Bekannten in der Region, die auch ‚Urlaub am Bauernhof’ anbieten, können da jede Menge Tipps geben.“

Angela Maier auf der Weide beim Füttern der Kühe
© Chiemgau Tourismus e.V.

Tiere füttern ist angesagt

Angela stellt die Heugabel zur Seite, mit der sie gerade eben noch mit gekonnten Bewegungen das Futter im Stall umher gewirbelt hat, schnappt sich beherzt einen Kübel mit Trockenfutter und marschiert gemeinsam mit mir los in Richtung Weide, wo ein paar Jungrinder schon sehnsüchtig auf die Fütterung warten. Ein wenig müssen sie sich noch gedulden, da am Weg zu ihnen noch
die Hühner mit Salat, die Hasen mit Löwenzahn und Hofhund Blasi mit Wasser versorgt wird. Dann ist es so weit. Ein paar Zurufe, schon stieben sie auf Angela zu und stecken ihr Maul in die dargebotenen Körner. Das Mittagessen scheint zu munden.

Beliebter Semmelservice

So wie bei vielen ‚Urlaub am Bauernhof-Betrieben‘ üblich, bieten auch die Maiers einen „Semmelservice“ an. Auf einem liebevoll dekorierten Tisch im Vorhaus drapiert Angela jeden Morgen die Pakete. Die Gäste nehmen sie mit in ihre Fünf Sterne Ferienwohnung und bereiten sich dort, mit Vorliebe am Balkon, ein Frühstück zu ihrer Wunschzeit zu. Frühstücksei-Fans können außerdem die hofeigenen Eier dazu kaufen – vielleicht erwischen sie welche von dem
Huhn, das sie am Vorabend selbst gefüttert haben.

Schriftzug Wimmerhof am Bauernhaus
© Chiemgau Tourismus e.V.

Die Region erkunden mit der Chiemgau Karte

Wer in einem teilnehmenden Betrieb wie dem Wimmerhof nächtigt, bekommt bei Anreise die Chiemgau Karte für Ruhpolding & Inzell ausgehändigt, mit der man in den Genuss zahlreicher Ermäßigungen und preiswerter Eintritte in der Region kommt. „Unsere Gäste nutzen die Chiemgau Karte immens. Ich kann das verstehen, weil sie richtig tolle Möglichkeiten bietet“, weiß Angela aus Erfahrung zu berichten.
Gerade für Familien, aber auch für umtriebige Paare zahlt sich die Ersparnis wirklich aus und eröffnet so ein breiteres Erlebnisspektrum. Zu den kostenlos nutzbaren Einrichtungen zählen Bergbahnen, Schwimmbäder, Museen, Tennis, Fußballgolf, Fahrradverleih, Skilifte, Eislaufplätze und vieles mehr. Ebenso praktisch: Mit den Bussen des Regionalverkehrs Oberbayern fährt man (über mautfreie Straßen) gratis. So kann man im Urlaub das Auto beim Bauernhof stehen lassen und sich ganz darauf konzentrieren, mit seinen Kids gemeinsam die vorbeiziehende Landschaft zu genießen – auch der Weg ist schon ein Teil des Ausflugsziels.

Ein paar besondere „Chiemgau Karten“-Ziele

Soccerpark: Die Liegestühle unter den Apfelbäumen vorm Wimmerhof gewähren nicht nur einen gewaltigen Panoramablick unter anderem auf den Rauschberg, sondern auch einen auf den wenige Höhenmeter unterm Hof liegenden Soccerpark. Hier, auf Deutschlands größter Fußballgolfanlage, hat schon so mancher Sohn seinen Papa besiegt, was dann abends beim Grillen heiß diskutiert werden hat müssen, erzählt Angela und lacht.
Rauschbergbahn: Mit der Bergbahn fährt man steil und gratis den „Grünen  Berg“ hinauf. Nicht nur die Ausblicke aufs Ruhpoldinger Talbecken  beeindrucken, vor allem auch die fliegenden Paragleiter sind es wert, sich am Gipfel einfach mal in die Wiese zu legen und das bunte Treiben am Himmel zu beobachten. Tipp: der Holzgeisterweg für Kinder.
Hochfelln Seilbahnen: Der Hochfelln gilt als die Panoramaterrasse des Chiemgaus. Im Winter ist er bei Skifahrern als Skizentrum beliebt. So sind die Bahnen ganzjährig in Betrieb.
Museen & Co: Das Heimatmuseum und das Holzknechtmuseum in Ruhpolding, das Hofbräuhaus in Traunstein, das Naturkunde- und Mammutmuseum in Siegsdorf, das Museum „Salz & Moor“ in Grassau und viele mehr sind vor allem an Schlechtwettertagen beliebte Ausflugsziele.

Luftbild der Gemeinde Inzel mit Blick ins Voralpenland
© Inzeller Tourstik GmbH

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Detailaufnahme von einem Trachtenhut
© Chiemgau Tourismus e.V.

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