Christbaumkugeln

Kekse dürfen in keinem Wintermärchen fehlen.

© Chiemgau Tourismus e.V.

Es schmeckt nach Weihnachten
Festliche Köstlichkeiten im Chiemgau

Beim Weihnachtsessen hat jede Familie ihre ganz eigenen Traditionen, das ist auch im Chiemgau nicht anders. Die einen bevorzugen ganz schlichte Gerichte wie Kartoffelsalat und Würstchen. Die anderen lieben den knusprigen Braten oder die saftige Weihnachtsgans. Wir erklären woher die Traditionen stammen und was Chefkoch Achim Hack im Gut Steinbach in Reit im Winkl zum Fest serviert. Rezept zum Nachkochen inklusive.

Das Ende der Fastenzeit


Der Ursprung eines besonders üppigen Essens zu Weihnachten liegt im Fastengebot. Früher galt es die gesamte Adventszeit hindurch bis zum 24. Dezember. Erst in der Nacht auf den 25. durfte wieder geschlemmt werden. Meist wurde dann ein Schwein geschlachtet, die „Mettensau“. Es kamen Braten und Leber- und Blutwürste auf den Tisch, Fleisch war eine seltene Delikatesse. Damit auch die Armen an dem Festtag nicht auf Fleisch verzichten mussten, gab man ihnen einen Teil der Würste ab. Daher auch die Tradition von Würstchen mit Kartoffelsalat oder Kraut.

Die Weihnachtsgans und die Kaiserin


Warum es zu Weihnachten so häufig Gänsebraten gibt, lässt sich nicht eindeutig klären. Aber wahrscheinlich hängt es damit zusammen, dass Kaiserin Elisabeth I. eine Gans verspeiste, als sie 1588 die freudige Nachricht über die bezwungene spanische Armada erhielt. Daraufhin soll sie das Tier als gutes Omen überhaupt und zum offiziellen Weihnachtsbraten ernannt haben.

Fertig gebackene, goldgelbe Kipferl mit Zuckerummantelung auf einem Backblech liegend.

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Kekse dürfen in keinem Wintermärchen fehlen.

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Süße Naschereien

Süßes oder Weihnachtsbackwaren wie Lebkuchen und Spekulatius bereiteten bis zum 20. Jahrhundert spezielle Bäcker zu. Zu Hause backen konnte man nämlich erst, seit in jeder Küche statt nur einer Feuerstelle auch ein Ofen vorhanden war. Eine Sorte Plätzchen, die auch im Chiemgau zur Weihnachtszeit nicht fehlen darf, ist das Vanillekipferl. Die Kipferlform schreiben sich die österreichischen Bäcker auf die Fahnen. Sie sollen im Jahre 1683 türkische Eindringlinge, die einen Tunnel nach Wien graben wollten, auf frischer Tat ertappt haben. Dadurch konnte auch der zweite und letzte Eroberungsversuch der Türken vereitelt werden. Zur Feier ihrer Heldentat backten die Bäcker fortan Plätzchen und Frühstückskipferl in Halbmondform. 1874 gelang es den beiden Chemikern Wilhelm Haarmann und Ferdinand Tiemann Vanillin – den wichtigste Aromastoff der Vanille – künstlich herzustellen. Seither kennt man Vanillekipferl (fast) überall.

Der Weihnachtsstollen

So unterschiedlich die Geschmäcker auch sind, was im Chiemgau zu Weihnachten so gut wie in jedem Haushalt genascht wird, ist der Stollen. Das mit Puderzucker bedeckte Bauernbrot aus Hefeteig soll angeblich an das gewickelte Christkind erinnern. Die Zutaten: Butter, Milch, Mehl, Eier, Rosinen, Zitronen, Mandeln, Kardamom, Zimt und Rum. Kinder essen den Stollen gerne zum Frühstück. Am Nachmittag wird er zum Kaffee gereicht und abends kann er schon mal das Abendbrot ersetzen. Wie viele Traditionsgerichte hat auch der Stollen einen geschichtlichen Hintergrund: Man wollte ein Gebäck schaffen, das vom Michaelitag im September bis Heiligabend haltbar ist.

Bei der RauschBergweihnacht gibt's allerhand Süßes und Köstliches.

© Ruhpolding Tourismus GmbH/Andreas Plenk

Achim Hack verwöhnt als Chefkoch im Gut Steinbach die Gaumen der Gäste

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Zum Nachkochen


Achim Hack, Küchenchef im Gut Steinbach in Reit im Winkl, serviert am Heiligabend gerne Ausgefallenes. Sein Menüvorschlag: Saibling mit Gewürzbutter und eingelegtem Kürbis, Rehrücken mit Schupfnudeln und Rosenkohl und als weihnachtlichen Abschluss Nougatparfait mit Gewürzmandarinen.

Das Gut Steinbach liegt idyllisch in Reit im Winkl inmitten der Winterlandschaft
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Aus der Küchenwelt des Chiemgaus


Kurze Wege für regionale Produkte: das Gut Steinbach

Achim Hack ist seit acht Jahren Chefkoch im Gut Steinbach in Reit im Winkl. Am liebsten arbeitet er mit regionalen Produkten. Dabei setzt er traditionell bayerische Gerichte modern in Szene. Ein Genuss, den du dir nicht entgehen lassen solltest.


Zum Chiemgauer Genuss
Brotzeitteller und Bier auf einer Alm in den Chiemgauer Bergen
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Regionale Spezialitäten


Die bayerische Küche - ein Gaumenschmaus. Alle Chiemgauer Spezialitäten gibt's hier... lass sie dir auf der Zunge zergehen!


Das schmeckt besonders gut!
Es liegt Schnee auf den Hütten des Christkindlmarkts am Stadtplatz in Traunstein.
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Advent und Weihnachtsbräuche im Chiemgau


Was bedeutet der Advent und welche Bräuche gibt es zu Weihnachten im Chiemgau? Hier finden Sie Antworten auf diese Fragen.


Zu den Adventsbräuchen