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© Stadt Traunstein

SalzAlpenWeg - Traunstein - Siegsdorf - Inzell
Wandertour

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Auf den Spuren des weißen Goldes entlang der ersten Pipeline der Welt: Wanderung am SalzAlpenWeg von Traunstein nach Inzell Der SalzAlpenWeg von Traunstein nach Inzell nimmt den Wanderer mit auf eine ganz spezielle Zeitreise.


Karl-Theodor-Platz Traunstein – Zusammenfluss rote und weiße Traun – Siegsdorf – Unterheutau – Brunnweg  – Hammer – Moorlehrpfad – Inzell – Max Aicher Arena – Zwing

Hier, an der weißen und roten Traun, wurde nicht nur Holz zur Traunsteiner Saline getriftet, sondern auch das gewonnene Salz wieder zurück nach Bad Reichenhall gebracht. Entlang dieser ersten Pipeline der Welt geht es wenig anstrengend auf geteerten Wegen und Waldpfaden eben dahin. Man hat Zeit genug, sich in die Arbeit der Salzsäumer und Triftknechte einzufühlen und den Weg, der direkt zu den Chiemgauer Alpen führt, auf sich wirken zu lassen. Für Abwechslung sorgen das Natur- und Mammutmuseum, die Deichellager, der Moor-Erlebnispfad und der Anblick der Max Aicher-Eislaufarena in Inzell.

Schon der Einstieg des SalzAlpenWeges Traunstein Inzell liegt hautnah an den Originalschauplätzen der Salinengeschichte: am Karl-Theodor-Platz in Traunstein. Hier stand früher das kreuzförmige Karl-Theodor-Sudhaus mit seinen vier Sudpfannen. Die Salinenkapelle und die – an ihren roten Fensterläden gut erkennbaren – Wohnstöcke erinnern an längst vergangenen Zeiten, als Traunstein eine der Hochburgen des Salzhandels war. Der SalzAlpenWeg führt den Wanderer von hier über den Triftweg zu weiteren Sehenswürdigkeiten aus der Zeit des weißen Goldes. Neben dem Beamtenstock und dem Hößenstöckl, einem Anwesen, das den Triftknechten als Herberge diente, lohnt sich ein Stopp an einer originalen Wassersäulenmaschine. Diese zu Beginn des 19. Jahrhunderts an der Soleleitung verbauten Pumpen erweiterten die Leistung der Pipeline enorm. Ein Stück weiter trifft der Wanderer auf die spätbarocke Nepomukkapelle, die dem Brückenheiligen und Schutzpatron der Flößer und Triftknechte geweiht ist. Sie steht an der Stelle, an der der 400 Meter breite Triftrechen zum Auffangen des Holzes über die Traun endete.

Nun geht es am Parkplatz der Chiemgauhalle vorbei über eine kleine Brücke am Fuß- und Radweg entlang. Hier, auf einem sandigen Waldweg, der zur Haslacher Brücke führt, finden sich Stationen des Traunsteiner Planetenweges. Immer der Traun folgend wandern wir durch Auwald und später entlang einer großen Wiese mit Ausblick auf die Chiemgauer Alpen. Kurz bevor man in den Traunauen das Siegsdorfer Schwimmbad erreicht, kann man ein Naturphänomen beobachten: den Zusammenfluss der roten und der weißen Traun. Über mehrere Meter hinweg sieht man, wie die viel dunklere, rote Traun in den Fluten der weißen Traun aufgeht. Seine Farbe bekommt das trübe Gewässer durch das Inzeller Moor. Über die rote Traun wurde das Salinenbrennholz aus dem Inzeller Raum, über die weiße Traun das aus dem Raum Ruhpolding zur Traunsteiner Saline getriftet. Nachdem der Wanderer dann zweimal die Autobahn unterquert hat und zunächst etwas abseits vom Fluss marschiert, führt der SalzAlpenWeg schließlich entlang sehr beschaulicher Landschaft zur roten Traun zurück und entlang der ehemaligen Soleleitung durch einem malerischen Hohlweg Richtung Heutau.

Wieder führt eine Brücke über die rote Traun und entlang des Brunnweges stößt man auf ein Deichel-Depot, das die älteste Pipeline der Welt auch heute noch veranschaulicht: Hier sind original Deicheln zu sehen. Das sind vier Meter lange Baumstämme mit einem Baumumfang von ca. 30 cm, deren Kern in Handarbeit auf einen Durchmesser von 12 - 15 Zentimeter ausgehöhlt wurde. 8.400 dieser Baumstämme wurden benötigt, um die Strecke zwischen Bad Reichenhall über Inzell und Siegsdorf nach Traunstein zu überwinden. Auf dem heutigen SalzAlpenWeg mag man gar nicht glauben, dass die Arbeit der Salzsäumer nicht nur beschwerlich, sondern durchaus auch gefährlich war. Zunächst mit Pferden, später mit Fuhrwerken musste der Weg bewältigt werden, der im Gegensatz zu heute nicht befestigt war. Über tiefgegrabene Furchen und morastige Wiesen führte die Strecke damals, und die Salzsäumer mussten zusätzlich aufpassen, nicht wegen des weißen Goldes überfallen zu werden.

Im heutigen Kurgarten von Hammer, dem nächsten Etappenziel, befand sich das größte Solereservoir der ehemaligen Soleleitung. Es fasste 1200 m3 Meter Sole und konnte die Salinen Traunstein und Rosenheim bei Ausfall der Leitung noch 8 bis 10 Tage mit Sole versorgen. Ein Stück des Weges befindet sich der Wanderer auch auf dem neuen St. Rupert Pilgerweg. Die Route verbindet Bayern und Salzburg und  führt  in sieben Tagesetappen auf den Spuren des „Salzheiligen“ und „Apostels Bayerns“ über Traunstein und den alten Soleleitungsweg nach Inzell und über Bad Reichenhall weiter bis Salzburg zum Grab des Hl. Rupert.

Der SalzAlpenWeg führt den Wanderer nun unter der B 306 durch auf asphaltierter Straße Richtung Inzell. Hier treffen wir auf den Weiler Wien - wer hätte gedacht, dass der Weg in die Chiemgauer Alpen tatsächlich durch „Wien“ führt? Nach dem grünen Ortsschild biegen wir nach rechts ab und haben nun ein wunderschönes Alpenpanorama vor uns. Begleitet von dieser traumhaften Aussicht ins Inzeller Tal und die umliegenden, bis 1800 Meter hohen Chiemgauer Berge wandern wir weiter und streifen dabei den Moor-Erlebnispfad, der mit vielen Infotafeln durchs Innzeller Filzen führt. Die Rote Traun führt uns direkt ins schmucke Ortszentrum von Inzell.

Der Luftkurort und Wintersportschauplatz Inzell ist nicht nur durch seinen Fremdenverkehr, sondern auch durch das Bundesleistungszentrum für Eisschnelllauf bekannt. Seit 2011 wird in der in  Weltrekordzeit gebauten Max Aicher Arena trainiert. Diese hat den Anspruch, die modernste Eislauf-Halle der Welt zu sein. Zahlreiche Architekturpreise untermauern dies. Herzstück ist ein ausgeklügeltes Energie- und Belüftungskonzept. Das Eisstadion liegt direkt am SalzAlpenWeg und von dort kann auch das ausgeklügelte Dach bestaunt werden, das die Max Aicher Arena so unverwechselbar macht. Die einmalige Architektur und Oberlichtkonstruktion macht die Max Aicher Arena zur einzigen Eishalle weltweit mit ausschließlicher Tageslichtnutzung.

Nach der Arena trifft der Wanderer auf den lieblichen, kleinen Zwingsee, der mit seiner Badeanstalt sogar auf einen Sprung ins tiefblaue Wasser einlädt. Nach dem Zwingsee geht es auf einer Forststraße einen Wanderweg an der B 305 Richtung Zwing entlang, wo neben dem traditionellen Gasthaus/Café Zwing auch eine Bushaltestelle für den evtl. Rückweg zu finden ist.

 

Ort
Sallinenkapelle Traunstein

Startpunkt
Sallinenkapelle Traunstein

Distanz
21,1 km

Dauer in Stunden
05:17

Höhenmeter aufsteigend
148

Höhenmeter absteigend
32

Niedrigster Punkt in Meter
580

Höchster Punkt in Meter
724

Schwierigkeit
mittel

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