Die Ausstellung NAME IT zeigt die Kunstprojekte „FRAUEN*ZIMMERSCHIESSEN" von Elisa Andessner und „SHIFTS" von Violetta Wakolbinger. Beide Positionen stellen den weiblichen Körper ins Zentrum
eines Aushandlungsprozesses, der zeigt, wie er in patriarchalen Gesellschaftsformen definiert, bewertet und reglementiert wird.
Andessner blickt in die Vergangenheit und untersucht anhand von historischen Schützenscheiben und Schützenfestpostkarten die kulturelle Verankerung von tödlicher Gewalt gegen Frauen. Sie holt
Fundstücke aus Archiven ans Licht, die bislang unkommentiert geblieben sind. Wakolbinger verortet ihre Arbeit in der Gegenwart und zeigt den subtileren, aber nicht weniger wirksamen Druck
gesellschaftlicher Erwartungen auf junge Frauen der Generation Z. Sie macht sichtbar, was in öffentlichen Diskursen über die Generation Z oft vereinfacht oder fehlgedeutet wird.
Zusammen entfalten die beiden Beiträge ein Kontinuum, das von der physischen zur psychosozialen Gewalt reicht, von der historischen Einschreibung in Kultur- und Alltagsobjekte bis zum strukturellen
Druck und dem Zwang zur permanenten Anpassung einer Generation. Die Arbeiten bilden gemeinsam eine zeitliche Achse, die von der Vergangenheit bis zur gelebten Gegenwart junger Frauen reicht, die
mit eben diesem Erbe umgehen müssen.
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