Kirche  St. Georg
© © Ruhpolding Tourismus / Andreas Plenk

Kapellen- und Marterlweg

Wandertour

Zur inneren Einkehr

  • Startpunkt Schlosskapelle
  • Ort Ruhpolding
  • Distanz 5,0 Kilometer
  • Dauer 02:00 Stunden
  • Höchster Punkt 700 Meter
  • Niedrigster Punkt 649 Meter
  • Höhenmeter 88 aufsteigend
  • Höhenmeter 88 absteigend
leicht Anspruch

Tourenbeschreibung:

Sie stehen am Wegesrand, manchmal an offenen Wiesen, auf kleinen Anhöhen und Waldlichtungen. Marterl, Feldkreuze, Kapellen und Statuen säumen diesen beschaulichen Wanderweg quer durch und um Ruhpolding. Die Nepomukkapelle an der Johannisbrücke stammt aus dem 18. Jahrhundert, die Kapelle der Miesenbacher mit der thronenden Gottesmutter und die Pfarrkirche St. Georg sind nur drei von insgesamt 18 Stationen. Zwei Stunden sollte man für den Weg einplanen, auch weil sich überall kurze Rasten anbieten, der Ausblick in die Berglandschaft ist einfach zu schön. Wem das zu lang ist, kann jederzeit abkürzen und ins Ortszentrum zurückkehren.

Einkehrmöglichkeit

Rundweg

Empfohlene Monate für diese Tour

  • Januar
  • Februar
  • März
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
  • November
  • Dezember

Tipps zu dieser Tour

 

Einen Windbeutel – süß oder deftig – bei der legendären www.windbeutelgraefin.de im denkmalschützten Mühlbauernhof probieren!

Schlosskapelle: Die Schlosskapelle gehört zum herzoglichen Jagdschloss der Wittelsbacher. Im Renaissancestil 1587 erbaut, erfuhr sie später eine Veränderung in Richtung Barock. Der Altar wurde erst am 23. Juli 1754 durch Fürstbischof Franciscus Carolus vom Chiemsee feierlich konsekriert. Die Bilder an der Decke zeigen das Leben der Gottesmutter Maria. Bevor die evang. Kirche gebaut wurde, diente die Schlosskapelle über einige Jahre den evangelischen Christen in Ruhpolding als Gottesdienstort.

Muttergottes an der "Taverne": Am Hauseck vom "Hotel zur Post" ist diese Marienstatue eingefügt. Maria, die Königin des Weltalls. Sie soll das Haus beschützen und alle Reisenden, sowie früher die Fuhrleute und Händler, begleiten. Die Figur ist ein Zeichen für ihre tragende Gegenwart. Der vorgeschlagene Weg führt weiter zum Rathaus und von dort hinauf zum Kirchberg. Gehen Sie den Berg langsam an. Es ist wie eine kleine Wallfahrt.

Bildstock Gegeißelter Heiland: Beim Pfarrhof steht neben der Linde eine Nachbildung des Gnadenbildes des "Gegeißelten Heilandes auf der Wies". Dieser wurde im Jahr 1730 für die Karfeitagsprozession des Klosters Steingaden als Tragefigur geformt. Unser Bild zeigt den Heiland mit schmerzverzerrtem Gesicht, das trotzdem Frieden und Glanz ausstrahlt. Gegenüber sehen Sie am Pfarrzentrum ein kosmisches Mosaik mit dem König David, davor der Franziskus-Brunnen.

Kriegergedächtniskapelle: In würdigem Gedenken an die Gefallenen der Gemeinde Ruhpolding des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und der beiden Weltkriege sind deren Namen auf Marmorplatten verewigt. Im Innenraum des vom Münchner Architekten Willi Erb entworfenem Denkmals befinden sich eine Pieta des Bildhauers Wallisch und ein Messingbuch mit den Namen der Vermissten des Zweiten Weltkrieges. Die Kapelle wurde am 16. September 1923 eingeweiht.

Pfarrkirche St. Georg: Die Krönung der Ruhpoldinger kirchlichen Bauten und des Wahrzeichens im Tal der Weißen Traun ist die Pfarrkirche St. Georg, erbaut in den Jahren von 1738 bis 1758. Berühmt ist die "Ruhpoldinger Madonna" am rechten Seitenaltar, eine Figur aus der frühen Romantik. Die ersten Kirchen im romanischen und gotischen Stil standen hoch oben auf dem Bergfriedhof.

Schmerzhafte Madonna an der Linde: Eine barocke Holzfigur der Muttergottes, die um ihren toten Sohn trauert. Das Gesicht Marias ist von Schmerz und stillem Leid gezeichnet. Die Gottesmutter am Aufgang zum Bergfriedhof ist ein Trost nicht nur für die Menschen, die ein Grab besuchen. Der Bergfriedhof hat seinen ganz besonderen Charakter. Man spürt es, dass hier die Verstorbenen zwar in der Erde bestattet, aber gleichzeitig dem Himmel anvertraut sind.

Bildstock des Hl. Korbinian: Patron des Erzbistums München und Freising. Einer von jenen heiligen Männern, die mit ihrem Schweiße das alte Bayernland befruchteten und mit ihrem Worte die Gottfernen bekehrten. Korbinian wird als erster Bischof von Freising zu Recht zu den Aposteln Bayerns gezählt. Ruhpolding wurde 1811 selbstständige Pfarrei und kam 1817 zur Erzdiözese München und Freising.

Totenbretter: Früher wurden die Verstorbenen auf ein Brett aufgebahrt und zu Grabe getragen. Anschließend sind diese Bretter zugeschnitten, beschriftet und verziert worden. Heute sind die Totenbretter ausschließlich Erinnerungstafeln an Bürger, die sich besonders für die Allgemeinheit verdient gemacht haben. Weitere Totenbretter finden Sie z.B. bei der Miesenbacher Kapelle und vor der Kirche St. Valentin in Zell.

Bildstock Hl. Rupert und Hl. Virgil: Die heiligen Bischöfe Rupert und Virgil gründeten das Bistum Salzburg. Es reichte in unserer Gegend bis zum Inn bei Wasserburg. Ruhpolding unterstand bis 1803 dem Bischof von Salzburg. Bildstöcke halten die Vergangenheit sichtbar lebendig. Oft geben sie nicht preis, wann und von wem sie errichtet wurden. Das gilt auch für die alten Steinkreuze, die vereinzelt in unserer Gegend zu sehen sind.

Kapelle der Miesenbacher: 1993 wurde das 100-jährige Bestehen des Miesenbacher Trachtenvereins begangen. Zum Andenken baute man diese Kapelle. Die ansprechende Marienfigur schuf der Ruhpoldinger Bildhauer Helmut Müller. Wie bei der Ruhpoldinger Madonna stellt sie die thronende Gottesmutter dar, die dem Betrachter das segnende Jesuskind darbietet. Umrahmt wird die Figur von einem Rosenspalier. Am 29. April 1994 erfolgt die Einweihung.

Kapelle beim Altenheim: Sie wurde der Hl. Adelheid von Vilich gewidmet. Adelheid ist die Wohltäterin der Armen und Notleidenden. Die Kapelle ist ein Teil des Alten- und Pflegeheims der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul. Einweihung 1971. Sie können die Kapelle durch den Haupteingang des Hauses besuchen. Besonders sehenswert ist der neugotische Marienaltar, Mutter des Trostes mit dem Jesukinde, sprossend aus dem Geschlechte Davids.

Mühlbauernkapelle: Die Mühlbauernkapelle an der Straße nach Wasen wurde 1836 von den damaligen Bauern Vorderrausch und Mühlbauer erbaut und betreut. Bei der Renovierung 1989 und der Freilegung der Fresken durch den Ruhpoldinger Kirchenmaler Sigi Geierstanger zeigte sich, dass es sich um eine Ölbergkapelle handelt. Das ehemalige Altarbild von 1837 sowie die Fresken sind von Heinrich Dagn, einem Ruhpoldinger Künstler.

Schützenkapelle: 1986 wurde das 575-jährige Jubiläum der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft gefeiert. Als bleibendes Andenken wurde diese Kapelle, ein Meisterwerk alter Zimmermannskunst errichtet. Der Ruhpoldinger Bildhauer Helmut Müller schnitzte das Kreuz, die Patrona Bavarie und den Hl. Sebastian, zu dessen Ehre die Kapelle gebaut wurde. Jedes Jahr feiern hier die Schützen am Sebastiani-Tag (20. Januar) eine Andacht.

Evangelische Johanneskirche: Die Kirche wurde nach dem Entwurf der einheimischen Architekten Sepp und Veit Plenk gebaut und am 9. November 1952 eingeweiht. Die überlebensgroße Kreuzigungsgruppe in der Apsis, der Altar und der Taufstein sind Werke des bekannten Ruhpoldinger Bildhauers Andreas Schwarzkopf. Erst im Jahre 1956 wurde das Pfarrvikariat Ruhpolding eine selbstständige Kirchengemeinde.

Feldkreuz am Weg: Feldkreuze sind Wegweiser, Blickfänge, Ruhe- und Treffpunkte. Sie sind Orte für religiöses Innehalten. Der bayrische Minister Montgelas hatte 1799 eine Verfügung erlassen, alle Feldkreuze zu entfernen. Er sah in den Feldkreuzen einen mittelalterlichen Aberglauben. Zum Glück wurde der Erlass nicht überall befolgt. Es ist erfreulich, dass in unserer Gegend so viele Kreuze liebevoll erhalten, gepflegt und zum Teil erneuert werden.

Nepomukkapelle: Schon immer war diese Kapelle an der Johannesbrücke aus dem 18. Jahrhundert Eigentum des "Wirth von Ruhpolding" (Fam. Rechl). Ein schönes Barockgitter verschließt das Halbrund der Kapelle nach außen. Die Figur des Hl. Johannes Nepomuk stammt aus der Zeit um 1750 und stellt in kunstvoller Form den beliebten Brückenheiligen dar. Er hält das Kreuz des Segens und der Erlösung in der Hand

Gedenksäule Hl. Olga: Die Säule befindet sich neben einem Treppenaufgang an der Hauptstraße. Soweit bekannt, wurde sie errichtet zum stillen Gebet für einen Menschen, der hier von einem herabfallenden Ast erschlagen wurde. Das Bild der Hl. Olga erinnert an den Namen der späteren Hauseigentümerin. Es gibt in unserem Ort eine Reihe weiterer religiöser Zeichen, die erst zu sehen sind, wenn man genauer hinschaut oder aufblickt: z.B. die Wandgemälde an Häusern.

Marienstatue am Dorfbrunnen: Der Ruhpoldinger akademische Bildhauer Georg Hinterseer fertigte 1931 die Muttergottesfigur für den Dorfbrunnen. Maria genießt beim bayrischen Volk hohes Ansehen. Sie ist Anlaufstelle bei jedem persönlichen Anliegen und Herzenskummer, sowie bei Seuchen, Kriegen und Katastrophen. Der Kurfürst Maximilian I. kürte 1638 Maria zur Schutzherrin von München und Bayern mit dem Titel "Patrona Bavarie".

 

Verantwortlich für den Inhalt: Ruhpolding Tourismus KU

Anreise mit dem PKW

Mit dem PKW nach Ruhpolding. Parken am Bahnhof.

Öffentliche Anreise

Mit der Regionalbahn ab Traunstein nach Ruhpolding.

In Ruhpolding mit der Dorfline oder dem RVO Bus (Regionalverkehr Oberbayern).


Entlang der Tour

Gästehaus
© © Heigermoser

Café Chiemgau und Gästehaus

Ideal für Bahnreisende. Bahn und Bus in nächster Nähe. Kurpark, Kurhaus und Kurverwaltung gegenüber dem Haus. Sämtliche Sport- und Freizeitanlagen wie…

Mehr erfahren