Dorfplatz der Geminde Grabenstätt mit Maibaum
© Chiemgau Tourismus e.V.

Maibaumaufstellen

Eine der ältesten Traditionen in der Chiemsee Chiemgau Region

Das Maibaumaufstellen zählt in der Region Chiemsee-Chiemgau zu den bekanntesten Traditionen. Im Rahmen eines zünftigen Festes wird am 1. Mai in vielen Gemeinden ein mit geschnitzen Holzfiguren verzierter Baum aufgestellt. Die Holzfiguren bilden das Handwerk in der Region ab.

Am 1. Mai trifft sich der Chiemgau zum traditionellen Maibaumaufstellen! Dabei stellen meist die Trachtenvereine einen bis zu 30 Meter hohen geschmückten Baum auf den zentralen Plätzen in vielen Orten und Gemeinden aufgerichtet. Bei Musik, Speis‘ und Trank gibt es anschließend ein zünftiges Fest, zu dem Gäste herzlich willkommen sind.

Termine für das Maibaumaufstellen im Chiemgau 2023

Jeweils am 1. Mai, Programme der Orte für 2023 folgen

  • Waging am Dorfplatz
  • Reit im Winkl bei der Tourist-Information
  • Eisenärzt
  • Seeon im Ortszentrum
  • Erlstätt am Dorfplatz
  • Altenmarkt am Dorfplatz Rabenden
  • Engelsberg am Dorfplatz
  • Tittmoning beim Feuerwehr- und Vereinshaus Kirchheim
  • Schönram beim Bräustüberl
  • Feldwies
  • Kirchanschöring beim Rothlerwirt
  • Traunreut am Parkplatz des Gasthofes Martini
  • Wonneberg beim Landgasthof Alpenblick
  • Tengling am Dorfplatz
  • Wildenwart bei der Schloßwirtschaft

Der Maibaum - eine Tradition mit Durchhaltevermögen

Schon in vorchristlichen Zeiten gab es die Tradition mit dem Aufstellen eines Baumes die wiederkehr des Frühlings zu feiern. Dies sah das Christentum als heidnischen Kult und die Feierlichkeiten wurden verboten. Erst nach der Pest im 16. Jahrhundert entwickelte sich die Tradition weiter, die Bäume wurden nun geschält und geschmückt zum 1. Mai aufgestellt und standen nun für Gedeihen, Wachstum, Glück und Segen. Da das Maibaumaufstellen immer noch mit Feier und Tanz verbunden war, versuchte es die Kirche im 18. Jahrhundert erneut zu verbieten. 

Glücklicherweise war dieser Versuch nicht erfolgreich, weshalb uns das Maibaumaufstellen bis heute erhalten ist. 

Trachtenverein beim Maibaumaufstellen
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Heutige Traditionen um das Maibaumaufstellen

In der Nacht vor dem Aufstellen ist für die Vereine besonders spannend, denn das Maibaumstehlen gehört zu den Traditionen rund um den Maibaum. Junge Männer aus den verschiedenen Orten versuchen sich gegenseitig die Maibäume zu stehlen. Der genaue Ablauf ist je nach Ort unterschiedlich, sicher ist allerdings, dass ein gestohlener Baum mit Naturalien wie Bier wieder zurückgekauft werden muss. Danach wird der Baum feierlich wieder zu den eigentlichen Eigentümern zurückgebracht.

Die Verziehrungen

In Bayern wird meistens ein hoher Nadelbaum für den Brauch verwendet, dem alle Äste abgesägt werden um ihn anschließend zu verzieren. Bei der Verzierung kann der Kreativität freier Lauf gelassen werden, denn sowohl die Bemalung in den bayrischen Farben blau-weiß, als auch naturbelassene Bäume, deren Rinde gerne mit Schnitzereien verziehrt werden, sind fester Bestandteil der Tradition. Zusätzlich bekommt der Maibaum eine „Krone“ , einen Kranz aus Maibaumspitzen und Blech- oder Holzschilder. Diese zeigen Handwerker und Gewerbe und meist auch die Kirche, das Rathaus und die Schule des Ortes. 

Liebesmaien

Junggesellen vor! Die Liebesmaien ist ein kleiner Baum, den unverheiratete Männer vor den Häusern ihrer Angebeteten hinterlassen, um ihre Zuneigung so auszusprechen. Die Bäume werden oft verziert und mit Botschaften für die Geliebte versehen. Der Liebesmaien bleibt etwa einen Monat stehen, bevor der Jungeselle ihn wieder abholt. Ist die Aktion geglückt, wird die Herzensdame eine Einladung aussprechen.
 

Nahaufnahme der Figuren auf einem Maibaum
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Musikanten beim Almumtrieb in Reit im Winkl
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