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Skulpturenweg Obing
© Chiemgau Tourismus e.V.

Obing

Mit der nostalgischen Lokalbahn auf zu Kultur und Kulinarik

Obinger Ortsgeschichte

Ähnlich wie andere Orte der Region mit der Endung „-ing“ weist auch Obing eine mindestens in die Keltenzeit zurückreichende Besiedlungsgeschichte auf. Ein 1930 freigelegtes Reihengräberfeld deutet auf Spuren der Bajuwaren (6. Jahrhundert) hin. Die erste urkundliche Erwähnung datiert von einer Schenkung des Bayernherzogs Theodebert an das Erzstift Salzburg im Jahr 716. Bis ins 19. Jahrhundert wurde Obing mit eigenem Schloss (1860 abgebrannt) und Hofmarksrecht häufig zum Besitz wechselnder hochgestellter Geschlechter und Persönlichkeiten. Dem Bahnanschluss 1908 folgte 1978 die Zusammenlegung zur Verwaltungsgemeinschaft Obing-Pittenhart-Kienberg.

Pittenhart

Der Ortsname Pittenhart (Bidenhardt) wird wahlweise von dem Aribonen Boto bzw. Buto abgeleitet, einem Bruder des aus den Ungarnkriegen und als Mitgründer des Klosters Millstatt (um 1070) bekannten Aribo II. oder von dem keltischen Wassergott Bid, der im Pittenharter Römerstein von 219 als Bedaius erscheint. Der Römerstein war bis 1808 an der Südseite der Kirche angebracht. Eine Römersäule im Keller von Schloss Oberbrunn legt die frühe Besiedlung durch ein Römerkastell nahe. Der Ortsteil ist erstmals 924 im Salzburger Urkundenbuch erwähnt. Aus einem wohl aribonischen Besitz des 10. Jahrhunderts in Oberbrunn wurde im Spätmittelalter ein Gutshof herzoglicher bayerischer Beamter und um 1530 ein Edelsitz mit Schloss und Hofmark. 1818 entsteht die selbstständige Gemeinde Pittenhart, die sich im Rahmen der Landkreisreform 1978 mit Obing und Kienberg zur Verwaltungsgemeinschaft zusammenschließt.

Kienberg

Der Name Kienberg weist auf einen einst mit Kiefern oder Föhren bestandenen Berg hin, der bereits im 5. Jahrhundert von Bauern besiedelt war. Als „Chyemberch“ taucht der Name des Ortes erstmals 790 in den „Breves Notitiae“ des Erzbistums Salzburg auf. 1818 bildete sich aufgrund des Gemeindeedikts des Königreichs Bayern die Gemeinde Kienberg heraus. Seit 1978 gehört der Ort zur Verwaltungsgemeinschaft mit Obing und Pittenhart. Erwähnenswert ist auch die Ziegelei Schrankl in Oed, die von 1850 bis 2002 bestand und zu den größten Betrieben in der Region gehörte.

Obinger Persönlichkeiten

Als echte Originale haben John und Rita Gonzalves den Gasthof zur Post zu einer überregional bekannten Kleinkunstbühne gemacht. Nachdem dort bereits Mozart nächtigte, treten hier nun seit über 25 Jahren viele Künstler auf.

Obing im Winter

Die Ursprünglichkeit und Authentizität bayerischer Kultur, die Obing im Sommer auszeichnet, verliert auch im Winterhalbjahr nichts von ihrer Kraft. Ist der See zugefroren, laden Eisstockschießen und Schlittschuhlaufen auf dem Natureis zu geselligem Erleben ein. Echte Kleinodien der Kunst beherbergt die 1491 geweihte, spätgotische Hallenkirche St. Laurentius. Der Hochaltar birgt drei der schönsten Figuren des spätmittelalterlichen Meisterschnitzers „Meister von Rabenden“ (1515). Kleinkunst und Konzerte, dazu bayerisch-amerikanische Küche - das bietet auf originelle Weise das Gasthaus zur Post. Mit seinem wilden Stilmix ein echtes Unikum ist auch der zur originellen Kulturbühne erweiterte Hilgerhof. Hier kann man sich bei Konzerten und Lesungen auf die Adventszeit einstimmen. Ein reiches Kulturprogramm findet sich ebenso im nahegelegenen Bildungszentrum in Kloster Seeon.

Pittenhart

Bereits seit Jahrhunderten ist der Ort Pittenhart eng mit dem Kloster Seeon verbunden. Es beherbergt heute ein Kultur- und Seminarzentrum des Bezirks Oberbayern, das aufgrund hochwertiger Ausstellungen, Konzerte und weiterer Kulturveranstaltungen überregional als Anziehungspunkt gefragt ist. Im Winter ist der dort stattfindende Adventsmarkt mit seinem Lichterglanz ein lohnendes Ausflugsziel. Passionierte Eisläufer finden von Pittenhart aus auf den zugefrorenen Seen in Seeon oder Obing ein geeignetes Plätzchen für Entspanntes Gleiten auf dem Eis. Nicht nur am 6. Dezember ist die Kirche St. Nikolaus in Pittenhart einen Besuch wert. Highlights ihrer bemerkenswerten Innenausstattung sind die gotischen Figuren des Heiligen Erasmus vom Meister von Seeon (um 1430), ein großer Holzkruzifixus (um 1530) und der linke Seitenaltar von Johann Georg Lindt (1766).

Kienberg

Einem ganz speziellen Sammlungsgebiet widmet sich das vom Verein „Historische Magirus - Feuerwehrfahrzeuge Bayern e.V.“ betriebene Feuerwehrmuseum in Kienberg. Der Verein erhält, restauriert und pflegt historische Feuerwehreinsatzwagen der Marke Magirus und stellt diese bis Oktober zur Schau. Die Ausstellung mit 26 Großfahrzeugen und sechs Anhängern macht Feuerwehrgeschichte erlebbar. Zu den Schmuckstücken gehört ein Flugplatzlöschfahrzeug und ein Kran bis 20 Tonnen. Sowohl im Sommer als auch im Winter zieht die geologische Besonderheit sogenannter Donnerlöcher Experten wie Interessierte nach Kienberg. 112 dieser rätselhaften, bis zu acht Meter tiefen Krater sind dort seit 1936 gefunden worden. Die Experten sind sich uneinig darüber, ob es sich dabei um Toteislöcher aus der Eiszeit oder Relikte eines Meteoriteneinschlags handelt.

Kontaktdaten

Adresse
Tourist-Information Obing
Kienberger Straße 5
83119 Obing
Telefon
+49 8624 898617
E-Mail
touristinfo@vg-obing.de
Internet
https://www.urlaub-in-obing.de/