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Panorama von Wonneberg mit traumhafter Bergkulisse
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Wonneberg

Im Namen des Schutzpatrons der Pferde

Seit Jahrhunderten ist der Ort St. Leonhard in Wonneberg mit der gleichnamigen Wallfahrtskirche das Ziel von Pilgern, die den Pferdepatron verehren. Heute zieht das Kirchlein auch kunstinteressierte Besucher an. Der Salzburger Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach ließ die Kirche 1496 im spätgotischen Stil vollenden. 1630 folgte eine frühbarocke Ausmalung mit sehenswerten Fresken, die bei Renovierungsarbeiten in den 80er-Jahren wieder freigelegt wurden. Wahre Kostbarkeiten sind auch die vier spätgotischen Altartafeln (1511-1513), die zu den qualitätsvollsten Arbeiten aus der Werkstatt von Gordian Guckh aus Laufen zählen. Die heutige Ausstattung und der neue Hochaltar stammen aus dem 19. Jahrhundert. Sehenswert sind die Auftritte der Leonharder Goaßlschnalzer.

Ortsgeschichte Wonneberg

Als politische Gemeinde gibt es Wonneberg erst seit dem Erlass der Verfassung des Königreichs Bayern von 1818. Im geografischen Sinn ist damit ein Höhenrücken gemeint, den der Salzachgletscher am südlichen Rand des Waginger Beckens geformt hat und der nördlich von Reichwimm mit 629 Metern Seehöhe seinen höchsten Punkt erreicht. Auf die frühe Besiedlung weisen Funde aus der Keltenzeit und ein römischer Meilenstein hin, der 1999 vor der Egerdacher Kirche gefunden wurde. Der Ort hieß früher Wonneberg, wurde aber aufgrund der bedeutenden Wallfahrtskirche immer nur als St. Leonhard bezeichnet. 1952 erfolgte die Umbenennung in St. Leonhard am Wonneberg.

Wonneberger Persönlichkeiten

An den Vollender der heutigen Wallfahrtskirche, den Salzburger Erzbischof Leonhard von Keutschach (1442-1519), erinnert kurioserweise ausgerechnet eine silberne Steckrübe im Gemeindewappen. Als Sproß einer wappenlosen Kärntner Bauersfamilie hatte er sich die Rübe zum Emblem gewählt. An der Ausarbeitung des Ortswappens war der als Geschichtsforscher angesehene Ortsheimatpfleger und Ehrenbürger Leonhard Wimmer (1914-2004) beteiligt.

Wonneberg im Winter

Der Leonhardiritt mit Pferdesegnung am Patronatstag des Pferdeheiligen, dem 6. November, gehört zu den größten Umritten in Altbayern. Neben den kostbar geschmückten Pferden sind in St. Leonhard am Wonneberg vor allem die farbenprächtigen Festwagen eine Augenweide. Die Pflege und Tradition des jahrhundertealten Pferdeumritts hat sich der 1973 neugegründete Leonhardiverein auf die Fahnen geschrieben. Er zählt über 400 Mitglieder.

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